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09.12.2011 14:06

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Infineon-Chef: "Nur Innovationen lösen das Klimaproblem"

Infineon-Chef Bauer über den UN-Klimagipfel: Leidensdruck noch nicht groß genug / „Das Klimaproblem lässt sich nur durch Innovationen lösen“ / Durch Infineon-Halbleiter werden weltweit 4,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart

Der UN-Klimagipfel in Durban droht ohne Einigung auf verbindliche Klimaziele zuscheitern. „Das Klimaproblem lässt sich nur durch Innovationen lösen“, sagte der Vorstandschef von Infineon Technologies, Peter Bauer, dazu im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Euro Ausgabe 2/2012, das am 14.12. erscheint.

Eine Einigung auf verbindliche Klimaziele scheitere derzeit noch am fehlenden Leidensdruck, glaubt Bauer. Doch der Verbrauch fossiler Ressourcen, der dabei entstehende CO2-Ausstoß und die wachsende Luftverschmutzung insbesondere in den Millionenstädten „werden für einen höheren Leidensdruck sorgen“, ist sich der Chef des Halbleiterproduzenten sicher. Trotz des Scheiterns des Klimagipfels hält Bauer Klimaziele, wie die Halbierung der weltweiten CO2-Emissionen bis2050, für realistisch. „Technisch ist das machbar“, bekräftigt er. Allein durch den Einsatz von Halbleitern könnte man „den Stromverbrauch um rund 30 Prozent reduzieren“. Bauers Fazit: Der einzige gangbare Weg, den Klimawandel zu bekämpfen sei „der konsequente Einsatz von technischer Innovation bei Erzeugung, Übertragung und Verbrauch von Energie“.

Seit dem Verkauf der Mobilfunksparte im vergangenen Geschäftsjahr setzt Infineon auf die Bereiche Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit. Mit dem Fokus aufdiese Wachstumsmärkte will Konzernchef Bauer den Konzern weniger schwankungsanfällig machen. Infineon will über einen Wirtschaftszyklus von etwa fünf Jahren hinweg im Durchschnitt eine Gewinnmarge von 15 Prozent zu erzielen und in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld zehn Prozent zu wachsen. Einem Teil der Erlöse aus dem Verkauf der Mobilfunksparte will Bauer in Zukäufestecken: „Ich kann mir Ergänzungen vor allem im Bereich Energieeffizient vorstellen“. Zudem plant Infineon im laufenden Geschäftsjahr 900 Millionen Euro zu investieren.

Infineon selbst verbraucht pro Jahr in Deutschland 300 Gigawattstunden Strom, so viel wie 77000 Drei-Personen-Haushalte. Dabei emittiert der Konzern eine MillionTonnen CO2 pro Jahr. Infineon Chef Bauer betont jedoch: „Durch den Einsatz unserer Halbleiter werden weltweit 4,6 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, so dass wir eine positive Ökobilanz von 3,6 MillionenTonnen CO2 ausweisen können“. Diese Ersparnis entspreche in etwa dem jährlichen CO2-Ausstoß aller Einwohner von Stuttgart.