Mehr Zinsen für Tagesgeld
Das Wirtschaftsmagazin €uro publiziert exklusiv jeden Monat die Zinsprognosen von zwölf renommierten Finanzinstituten. Die Vorhersagen, die anhand des Zinssatzes für den Drei-Monats-Euribor ermittelt werden, beziehen sich sowohl auf die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen als auch auf den Geldmarkt.
In der August-Ausgabe von €uro sehen die Experten im Durchschnitt für den 30. Juni 2012 eine Rendite der zehn Jahre laufenden deutschen Staatsanleihen von 3,67 Prozent (aktuell 3,00 Prozent), für den Euribor wird an diesen Stichtag mit einen Zinssatz von 2,29 Prozent (aktuell 1,57 Prozent) gerechnet. Eine steigende Rendite bedeutet bei Anleihen fallende Kurse: Sollte das erwartete Renditeniveau erreicht werden, würden die Kurse der deutschen Staatsanleihen bis zum Stichtag um rund fünf Prozent sinken.
Steigende Geldmarktzinsen deuten auf eine steigende Verzinsung bei Tages- und Festgeldkonten hin. Wird das von den Experten durchschnittlich prognostizierte Zinsniveau erreicht, dürften auch die Zinsen bei zahlreichen Anbietern anziehen. Während bei Tagesgeldkonten die Zinsen sofort angepasst werden können, müssen sich Festgeldsparer während der Laufzeit mit dem vereinbarten Zinssatz begnügen.