Deutsche Börsen mit Verlusten -- Quelle-Katalog: Druck gestoppt --Bundestag beschließt Bad Bank-Gesetz -- Hapag Lloyd: Doch Staatshilfe? -- Magna nicht alleiniger Verhandlungspartner um Opel

Heute anstehende Termine:
- USA: Feiertag - Independence Day
- EU: Einzelhandel Mai

Nach dem kräftigen Kursrutsch vom Vortag leiteten die deutschen Börsen zum Start am Freitag zunächst eine leichte Erholungsbewegung ein. Im weiteren Verlauf schrumpften die Gewinne allerdings, die Indizes zeigten sich im Vortagesvergleich kaum verändert. Am Nachmittag wurde die Stimmung wieder trüber - rote Vorzeichen waren auszumachen. Der Handel verlief in weitgehend ruhigen Bahnen, denn die US-Börsen blieben heute feiertagsbedingt geschlossen. Impulse von dieser Seite blieben daher aus. Zudem war die Agenda für den heutigen Tag verhältnismäßig dünn, bewegende Konjunktur- oder Unternehmenstermine standen nicht an.
Der DAX stieg mit einem Aufschlag von rund einem halben Prozent in den Handel ein, konnte diesen aber nicht verteidigen. Nach langem Pendeln um die Nulllinie hat sich der Leitindex letzlich für die Verlustzone entschieden: Es ging um 0,2 Prozent auf 4.708 Punkte abwärts.
Der TecDAX legte zum Start ebenfalls leicht zu, rutschte im weiteren Verlauf aber mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 619 Punkte ins Minus.

Die Deutsche Postbank hat erstmals einen öffentlichen Pfandbrief platziert. Der fünfjährige Pfandbrief mit einem Volumen von einer Milliarde Euro wurde heute mit einem Aufschlag von 37 Basispunkten auf Midswap platziert, hieß es von Unternehmensseite. Das vorläufige Rating des Pfandbriefs seitens der Agenturen Fitch Ratings, Moody's und Standard & Poor's ist jeweils "AAA". Die Emission war laut Postbank mehrfach überzeichnet.

Der Wolfsburger Volkswagen-Konzern hat sich im ersten Halbjahr gegen die Krise der Branche gestemmt. Zwar hatte der Autobauer in den ersten sechs Geschäftsmonaten ein Absatzminus von 5,1 Prozent zu verzeichnen, damit konnte das Unternehmen aber besser abschneiden, als der Gesamtmarkt. Angaben von VW-Chef Winterkorn hatte der internationale Automobilmarkt im gleichen Zeitraum einen Einbruch um 18 Prozent zu verkraften. Der Manager warnte allerdings vor Euphorie: Besonders die Abwrackprämie und gute Geschäfte in China hätten dem Konzern geholfen.

Die Schaffung von "Bad Banks" im deutschen Finanzsystem wurde vom Bundestag am Freitag durchgewunken. Demnach ist es Finanzinstituten nun möglich, toxische Wertpapiere aus ihren Bilanzen auslagern zu können. Der Bundesrat muss die Pläne am kommenden Freitag noch endgültig verabschieden. Mit den Maßnahmen hofft die Bundesregierung, die Kreditvergabe wieder anzukurbeln, die in Folge der Finanzkrise weitgehend versiegt war.

Im Ringen um einen Einstieg bei Opel hat nicht nur Magna International die Nase vorn. Zwar gilt der österreichisch-kanadische Automobilzulieferer, der gemeinsam mit russischen Partnern einen Einstieg plant, als bevorzugter Bieter, auch der chinesische Autobauer BAIC und der Finanzinvestor RHJ sind aber offenbar weiter in Verhandlungen mit der insolventen Konzernmutter General Motors. "Vorfestlegungen gleich welcher Art verändern die Verhandlungsposition zum Vorteil eines Bieters und zum Nachteil des Steuerzahlers", betonte der Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Jochen Homann.

Die größten Handelsplätze in Asien haben auch am letzten Handelstag der Woche keine einheitliche Richtung gefunden.
Die Anleger in Japan zeigten sich erneut verunsichert. Auch am Freitag konnte sich der Leitindex Nikkei225 nicht gegen den Trend stemmen. Das Börsenbarometer ging mit einem Abschlag von 0,61 Prozent bei 9.816,07 Punkten ins Wochenende.
Freundliche Handelsstimmung herrschte unterdessen an der Börse in Hongkong. Der Hang Seng arbeitete sich aus der Verlustzone nach vorn und schloss 0,14 Prozent fester bei 18.203,40 Zählern.
Auch auf dem chinesischen Festland ging es am letzten Handelstag der Woche aufwärts - der Shanghai Composite verabschiedete sich mit einem Plus von 0,92 Prozent bei 3.088,37 Punkten aus der Woche.
In Südkorea herrschten ebenfalls grüne Vorzeichen vor - der KOSPI schloss 0,61 Prozent fester bei 1.420,04 Indexpunkten.
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| Volkswagen | 234,1 | +2,4% | |
| Arcandor | 0,5 | +0,9% | |
| General Motors | 0,6 | +3,6% | |
| Daimler | 25,0 | -0,1% | |
| Boeing | 29,2 | -0,1% | |
| Oracle | 15,0 | -2,0% | |
| TUI | 4,9 | -2,9% | |
| BMW | 26,5 | -0,1% | |
| Magna International | 30,8 | -0,6% | |
| Deutsche Boerse | 52,0 | -0,9% | |
| Deutsche Postbank | 18,5 | -0,1% |
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