GARANTIE-ZERTIFIKATE

 
 

Was sind Garantie-Zertifikate?

 
Die wesentliche Besonderheit eines Garantie-Zertifikats besteht darin, dass dem Anleger garantiert wird, sein eingesetztes Kapital auch bei negativen Kursentwicklung zurückzuerhalten. Garantie-Zertifikate zählen somit zu den sichersten Arten von Zertifikaten. Dementsprechend werden sie auch als Kapital-Schutz Zertifikate bezeichnet, denn die Emittenten dieser Zertifikate garantieren im Notfall die Rückzahlung des Nennwertes. Aus diesem Grund eignen sich diese Partizipationsscheine gerade für extrem sicherheitsbewusste Investoren.
 

Wie funktionieren Garantie-Zertifikate?

 
Die Wertentwicklung eines Garantie-Zertifikats bezieht sich auf einen zugrundeliegenden Basiswert. Typischerweise handelt es sich bei dem Basiswert um eine Aktie, einen Aktienindex oder einen beliebigen Rohstoff. Legt der Kurs des zugrundeliegenden Basiswertes zu, erhält der Käufer des Garantie-Zertifikats einen zuvor ausgemachten Anteil des Gewinns. Eine im Vorhinein festgelegte Partizipationsrate legt den Anteil fest, welchen der Anleger bei einem Kursgewinn des Basiswertes einstreichen kann. Die Partizipationsrate kann sich von Zertifikat zu Zertifikat unterscheiden. Steigt der Preis des Basiswertes um 10 Prozent und die Partizipationsrate beträgt 85 Prozent, erzielt der Anleger einen Gewinn von 8,5 Prozent. Fällt hingegen der Kurs des Basiswertes, bekommt der Käufer den Nennwert seiner Anlage zum Laufzeitende ausbezahlt. In diesem negativen Fall verliert der Anleger lediglich den zuvor bezahlten Ausgabeaufschlag des Zertifikats.
 

Wer gibt Garantie-Zertifikate heraus?

 
Garantie-Zertifikate werden in der Regel von großen Investment- und Geschäftsbanken herausgegeben. Teilweise können aber auch kleinere Kreditinstitute und Wertpapierhandelshäuser als Emittenten von Garantie-Zertifikaten in Erscheinung treten. Da diese Zertifikate einem Emittentenrisiko unterliegen, ist es für den Anleger nicht unerheblich, welche Bonität die vermarktende Bank aufweist. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten können die begebenen Garantie-Zertifikate nämlich wertlos verfallen. Wer langfristig in Indexzertifikate investieren möchte, sollte also die Kreditwürdigkeit der Bank im Auge behalten.
 
Quelle: DDV
 

Wie und wo kann man Garantie-Zertifikate handeln?

 
Garantie-Zertifikate können ebenso wie Aktien über die Börse erworben werden. Hierbei werden die Preise aber nicht über Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern über die marktgerechten Verkaufs- und Rücknahmekurse des Emittenten. Der Besitzer eines Garantie-Zertifikats kann sich somit sicher sein, dass sein Zertifikat auch während eines illiquiden Börsenhandels jederzeit verkauft werden kann. In der Regel können Garantie-Zertifikate aber auch über den außerbörslichen Direkthandel erworben werden.
 

Vorteile von Garantie-Zertifikaten

 
• Kapitalgarantie zum Laufzeitende bei negativer Kursentwicklung • Papiere können unabhängig von Angebot und Nachfrage börsentäglich gehandelt werden • Gewinnchancen bei steigendem Basiswert
 

Nachteile von Garantie-Zertifikaten

 
• Emittentenrisiko/ Bonitätsrisiko • Mit einem Garantie-Zertifikat hat der Anleger keinen Anspruch auf eine Dividendenausschüttung • Währungsrisiko bei ausländischen Aktienindizes • Gewinne werden durch Cap/ Partizipationsrate begrenzt • Beim vorzeitigem Verkauf können Verluste entstehen
 

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