INDEXZERTIFIKATE

 
 

Was sind Indexzertifikate?

 
Indexzertifikate gehören zur Gattung der Partizipationszertifikate. Diese ermöglichen es, in Basiswerte unterschiedlicher Kategorien zu investieren, ohne die zugrundeliegenden Werte direkt über die Börse kaufen zu müssen. Der Wert des Zertifikats folgt dabei immer der Wertentwicklung des Basiswertes. Mit einem Indexzertifikat können Anleger an der Wertentwicklung verschiedener Indizes partizipieren. Als Basiswert können Indizes wie der DAX, Dow Jones, EuroStoxx 50 oder S&P 500 ausgewählt werden. Über ein Indexzertifikat erreichen Investoren auf einfachste Weise eine breite Diversifizierung und Risikostreuung, da das Anlagerisiko über einen breiten Aktienindex gestreut ist. Je nach Entwicklung des Basiswertes können Investoren somit an steigenden aber auch an fallenden Kursen partizipieren.
 

Wie funktionieren Indexzertifikate?

 
Mit einem Indexzertifikat wir die Wertentwicklung eines Basiswertes eins zu eins abgebildet. So weist das Zertifikat eine nahezu die identische Performance auf, wie der zugrundeliegende Index. Der Preis des Zertifikats repräsentiert immer den aktuellen Gegenwert des Indexstands, mit dem sich die Preisentwicklung leicht nachvollziehen lässt. Der Kurs des Zertifikats ergibt sich aus dem Preis des Basiswertes und dem Bezugsverhältnis. Steht der DAX bei 12.000 Punkten kostet ein Indexzertifikat mit einem Bezugsverhältnis von 1:100 genau bei 120 Euro. Steigt der DAX auf 12.200 Punkte, steigt das Zertifikat auf 122 Euro. Bezieht sich ein Zertifikat auf einen ausländischen Index, können sich Investoren mit einem sogenannten Quanto-Zertifikat gegen Währungseinflüsse und Währungsrisiken schützen.
 
 

Wer gibt Indexzertifikate heraus?

 
Indexzertifikate werden in der Regel von großen Investment- und Geschäftsbanken herausgegeben. Teilweise können aber auch kleinere Kreditinstitute und Wertpapierhandelshäuser als Emittenten von Indexzertifikaten in Erscheinung treten. Da Indexzertifikate einem Emittentenrisiko unterliegen, ist es für den Anleger nicht unerheblich, welche Bonität die vermarktende Bank aufweist. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten können die begebenen Zertifikate nämlich wertlos verfallen. Wer langfristig in Indexzertifikate investieren möchte, sollte also die Kreditwürdigkeit der Bank im Auge behalten.
 
Quelle: DDV
 

Wie und wo kann man Indexzertifikate handeln?

 
Indexzertifikate können ebenso wie Aktien über die Börse erworben werden. Hierbei werden die Preise aber nicht über Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern über die marktgerechten Verkaufts- und Rücknahmekurse des Emittenten. Der Besitzer eines Indexzertifikats kann sich somit sicher sein, dass sein Zertifikat auch während eines illiquiden Börsenhandels jederzeit verkauft werden kann. In der Regel können Indexzertifikate aber auch über den außerbörslichen Direkthandel erworben werden.
 

Unterschied zwischen Indexzertifikaten und ETFs

 
Zwischen Indexzertifikaten und Exchange-traded Funds gibt es wesentliche Unterschiede, obwohl beide Instrumente die Wertentwicklung eines Aktienindex darstellen. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich große Risikounterschiede zwischen diesen Produkten. Während Indexzertifikate von Banken rein synthetisch erstellt werden, weisen ETFs eine volle Replikation in Aktien auf. Im Insolvenzfall des Kreditinstituts kann dem Indexzertifikatbesitzer der Totalverlust drohen, wohingegen das Kapital des ETF-Besitzers als Sondervermögen geschützt ist.
 

Vorteile von Indexzertifikaten

 
• Einfache Depot-Einbindung kompletter Aktienmärkte
• Mit einem einzigen Zertifikat können Anleger auf einen breit gestreuten Aktienindex setzen und an seiner Wertentwicklung partizipieren
• Das Anlagerisiko wird über die vergleichsweise hohe Diversifikation stark minimiert
• Papiere können unabhängig von Angebot und Nachfrage börsentäglich gehandelt werden
• Endlose Laufzeit bietet Chancen für längerfristige Partizipation
 

Nachteile von Indexzertifikaten

 
• Emittentenrisiko / Bonitätsrisiko
• Mit einem Indexzertifikat hat der Anleger keinen Anspruch auf eine Dividendenausschüttung
• Möglicherweise hohe Spreads zwischen Verkauf- und Rücknahmekurs
• Währungsrisiko bei ausländischen Aktienindizes
• Anlagekapital stellt kein Sondervermögen dar
 

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