ADAC: Auch nach Pfingsten kaum Aussicht auf Spritpreis-Entspannung
In Regionen, in denen die Benzinpreise vergleichsweise niedrig lägen, falle derzeit häufig auch die Differenz zwischen Benzin und Diesel relativ gering aus. "In solchen Regionen nähern sich die Benzinpreise dem Dieselpreis von oben", erklärte Albrecht.
Die hohen Kraftstoffpreise passten einerseits zu den Rekord- Rohölpreisen. Angesichts der weltweit großen Nachfrage seien die Zeiten billigen Öls wohl vorbei, auch wenn die derzeitige Spekulationsblase irgendwann einmal platzen sollte, sagte der Experte. Hinzu komme, dass die Mineralölkonzerne wie üblich pünktlich zum Beginn der Pfingstferien zusätzlich an der Preisschraube gedreht hätten. "Das wird zwar aus mir nicht erklärlichen Gründen immer wieder bestritten, ist aber ein marktwirtschaftliches Verhalten in Reinkultur", sagte Albrecht.
In der vergangenen Woche habe es nach den vom ADAC erhobenen Daten an den Zapfsäulen jeden Tag einen Preisanstieg gegeben. Außerdem gingen je Liter Benzin bei den aktuellen Rekordpreisen fast 90 Cent als Steueranteil an den Staat. "Das ist sehr viel Geld." ADAC- Präsident Peter Meyer forderte deshalb auf der Hauptversammlung des Automobilclubs am Samstag in Landau Abstriche bei der Ökosteuer.
Die Autofahrer könnten die Entwicklung beeinflussen, indem sie sich vorab beispielsweise über das Internet über die Preise an den Zapfsäulen ihres Zielortes informieren und günstige Tankstellen ansteuern, riet Albrecht. Der lokale Wettbewerb könne aber wohl lediglich ein "Feintuning" bedeuten./cs/DP/zb
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