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AKTIEN IM FOKUS: Finanzwerte erneut schwach - Negative Nachrichten aus den USA
Die Präsidentin der regionalen US-Notenbank von San Francisco, Janet Yellen, hatte am Montag gesagt, der Rückgang der Immobilienpreise werde sich noch weit bis ins Jahr 2009 fortsetzen. Auch ein Analystenkommentar von Lehman Brothers über notwendige Kapitalerhöhungen beider Unternehmen in zweistelliger Milliardenhöhe löste Verunsicherung aus.
Bis 11.30 Uhr sanken die Aktien der Deutschen Bank um 3,08 Prozent auf 52,88 Euro. Seit Juni 2007, der in der Regel als Beginn der weltweiten Subprime-Krise bezeichnet wird, auch wenn die Ursachen weiter zurückliegen, büßten sie damit rund 40 Prozent an Wert ein. Hypo Real Estate (HRE) gaben 4,94 Prozent auf 15,60 Euro nach. Seit Anfang Juni 2007 bedeutet das einen Verlust von knapp 70 Prozent. Commerzbank verloren 2,65 Prozent auf 18,33 Euro und rund 37 Prozent seit 13 Monaten. Die Aktien der Deutschen Börse fielen mit 5,06 Prozent auf 67,30 Euro am deutlichsten. Der DAX gab unterdessen 2,15 Prozent auf 6.258,29 Zähler nach. "Die Finanztitel stehen noch immer im Bann der Finanzmarktkrise und sacken bei negativen Nachrichten sofort drastisch ins Minus", sagte ein Aktienhändler. "Die Angst der Anleger, dass die Krise noch nicht ausgestanden ist, ist noch immer sehr groß und die Unsicherheit spiegelt sich einmal mehr in den aktuellen Kursverlusten wider", sagte er. Die Kursverluste der Deutschen Börse gründeten darüberhinaus im dünnen Handelsvolumen. "Die Volatilität ist zwar höher, das Volumen ist aber dünner." Dies belaste den Kurs noch stärker als die enttäuschenden Juni-Monatszahlen der Tochter Clearstream.
Ein anderer Händler sagte angesichts der negativen Nachrichen aus den USA: "Damit stehen alle Zeichen auf 'Verkaufen' für die Finanzwerte". Am Dienstagvormittag kursierten Börsianern zufolge Gerüchte, dass die Bank of Ireland in Schwierigkeiten geraten sei. Andere Aktienhändler winkten ab: "Das haben wir alles schon mal gehört", sagte ein Börsianer./sf/ck
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