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AKTIEN IM FOKUS: Finanzwerte schwach - Studie, UBS-Aussagen ohne Wirkung
Ein Händler sagte: "Nach den guten Kursverläufen der vergangenen zwei Handelstage ist der Rücksetzer heute nicht überraschend; zumal Goldman Sachs damit rechnet, dass die europäischen Banken einen weiteren Kapitalbedarf von 60 oder sogar 90 Milliarden Euro haben könnten." Das belaste, zumal die Investmentbank in ihrer Studie auch die Kursziele für viele Finanzinstitute gesenkt hat.
Ein weiterer Händler sagte: Die Aussagen der Schweizer Großbank UBS zum Verlauf des zweiten Quartals seien zwar positiv, doch das Branchenumfeld sei deshalb nicht weniger angeschlagen. "Die Risikopositionen der Banken sind weiterhin hoch, ebenso die Unsicherheiten." Dabei verwies er auch auf den Wortlaut der Aussagen seitens der Deutschen Bank am Mittwoch. Dort hatte es geheißen, dass diese im zweiten Quartal mit einem Gewinn rechne und in der Folge hieß es wörtlich: "Daher erwartet die Bank nicht, dass die Ertragslage im zweiten Quartal Kapitalmaßnahmen erfordert." Dazu sagte der Händler: "Damit sind mögliche Kapitalerhöhungen im dritten oder vierten Quartal nicht ausgeschlossen und die Unsicherheit bleibt folglich bestehen und belastet alle Finanzwerte.
Ein Analyst meinte: "Die Aussage der UBS, dass diese im zweiten Quartal von einer Steuergutschrift in Milliardenhöhe profitiert habe und daher mit einem 'ausgeglichenen bis leicht negativen Ergebnis' rechnet, deutet darauf, dass die Schweizer letztlich weiter mit Problemen zu kämpfen haben. Das Portfolio der UBS ist größer als das der Deutschen Bank und daher ist auch die Unsicherheit entsprechend groß." Wer sich über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit seiner Bank sorge, ziehe bekanntermaßen sein Geld lieber ab, weshalb es für die UBS sehr wichtig sei, für Stabilität zu sorgen. "Die Bank kann durch den Sondereffekt einer Steuergutschrift nun Finanzmittel verbuchen, die das Eigenkapital stärken. Allerdings kommen die Mittel eben nicht aus dem operativen Geschäft."/ck/la
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