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AKTIEN IM FOKUS: France Telecom unter Druck - TeliaSonera gefragt
Das in Branchenkreisen lang ersehnte Übernahmeangebot bewertet den skandinavischen Konkurrenten mit rund 56 schwedischen Kronen je Aktie oder insgesamt umgerechnet rund 27 Milliarden Euro. Rund 52 Prozent des Kaufpreises sollen in bar, der Rest in France-Telecom-Aktien bezahlt werden. Nach der Ablehnung von TeliaSonera hieß es von France Telecom die nicht-monetären Teile der Offerte seien verhandelbar, das Verhältnis von Bargeld und Aktien bleibe aber. Bei einem Zusammenschluss entstünde mit insgesamt 237 Millionen Kunden der weltweit drittgrößte Breitband-Anbieter und die viertgrößte Mobilfunk-Gesellschaft. Am Markt wurde das Angebot heiß diskutiert. "Sie tasten sich wahrscheinlich erst einmal vor, so schwach wie das Angebot ausgefallen ist", sagte ein Pariser Händler. Ein anderer Marktteilnehmer erklärte: Relativ gesehen sei nicht schlecht, dass TeliaSonera Aktien von France Telecom bekommen werde, die ein niedrigeres Kurs-Gewinn-Verhältnis hätten. Aber die Offerte bewerte TeliaSonera nur mit 56 schwedischen Kronen, was sehr niedrig sei. "Ich hätte gedacht, dass mehr Bargeld im Spiel sein würde", sagte er. Ein skandinavischer Börsianer zeigte sich kritischer: "Das sollte ein freundliches Angebot sein und dann lehnt TeliaSonera es ab. Haben sie denn überhaupt keine Indikation gegeben?", fragte er skeptisch. Es gebe noch keinen Kommentar von der schwedischen Regierung, die 37,3 Prozent an TeliaSonera hält, aber es sei sehr wahrscheinlich, dass die Antwort ebenfalls "Nein" lauten werde.
Nach Meinung einiger Analysten ist das schwedische Telekomunternehmen damit deutlich unterbewertet. "Ich glaube das ist nur ein Eröffnungsangebot von France Telecom", sagte ein weiterer Analyst. Er habe keine Idee, wie die schwedische Regierung, die 37,3 Prozent an TeliaSonera halte, das Angebot beurteilen werde. Die WestLB setzte ihre "Add"-Empfehlung für France Telecom-Titel "under review". Der Zeitpunkt des Angebots sei wirklich überraschend und die langfristigen Synergien seien schwer zu quantifizieren, das kurzfristige Potenzial rechtfertige die Übernahme nicht, schrieb Analyst Stefan Borscheid in einem ersten Kommentar.
Andere Marktteilnehmer spekulierten auf ein Gegenangebot von Telenor oder der Deutschen Telekom . Analysten von Dexia hielten ein solches Szenario zwar für möglich aber nicht wahrscheinlich. Sie bezeichneten das Angebot von France Telecom als fair. Die Experten gehen davon aus, dass das Ziel von France Telcom nicht in erster Linie Synergieeffekte sondern ein deutlicheres Engagement in Schwellenländern sei. Die Aktien von TeliaSonera bestätigten die Analysten mit "Add". France Telecom bewerten sie mit weiter mit "Neutral", rechnen aber damit, dass der Aktienkurs weiter leiden wird. Telenor verloren 1,56 Prozent auf 110,50 norwegische Kronen. Deutsche Telekom gaben 0,42 Prozent auf 10,655 Euro ab./FX/gr/ag
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| 30.03.2005 | TeliaSonera: Outperform | Goldman Sachs | |
| 29.03.2005 | TeliaSonera: Hold | Dresdner Kleinwort Wasserstein |
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