17.07.2008 11:00
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AKTIEN IM FOKUS: Fresenius verlieren gegen den positiven Trend - FMC-Schwäche

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Titel des MDAX-Wertes Fresenius und seiner im DAX gelisteten Tochter Fresenius Medical Care (FMC) haben am Donnerstag zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt gezählt. Gegen 10.50 Uhr fielen die Titel von FMC  nach mehreren Unternehmensnachrichten um 2,22 Prozent auf 34,40 Euro und setzten sich damit an das Indexende, für die Aktien von Fresenius  ging es um 1,14 Prozent auf 51,15 Euro nach unten. Der DAX gewann hingegen 1,00 Prozent auf 6.217,20 Zähler, für den MDAX ging es um 2,07 Prozent auf 8.394,99 Punkte nach oben.

    Händler verwiesen als Belastung vor allem auf die Schwäche der FMC-Aktien, die auch auf die Titel der Mutter Fresenius ausstrahle. So kursierten am Markt Gerüchte um eine Platzierung von FMC-Aktien in Höhe von 3,8 Prozent der ausgegebenen FMC-Titel. Zum anderen begibt Fresenius eine Pflichtumtauschanleihe auf FMC-Titel, was zusätzlich auf dem Kurs von Fresenius Medical Care und damit auch auf der Notierung von Fresenius laste. Zwar sei die Pflichtumtauschanleihe grundsätzlich positiv zu werten, da sie zur Finanzierung der jüngsten Milliardenübernahme des amerikanischen Infusionsspezialisten APP Pharmaceuticals   diene. Investoren biete sie zwar eine gute Möglichkeit, die gegenwärtige Schwäche der FMC-Aktien auszunutzen und günstig einzusteigen. Dennoch sei die Anleihe höher ausgefallen, als erwartet, was wiederum negativ zu werten sei, kritisierte ein Börsianer.

    Angesicht dieser Nachrichten seien die vorläufigen, unter dem Strich positiv aufgenommenen Geschäftszahlen der beiden Unternehmen in den Hintergrund getreten, erklärten Händler weiter. Der Bad Homburger Dialysespezialist FMC etwa hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert. Die Commerzbank hat ihre Empfehlung für die Aktien daraufhin auf "Buy" und das Kursziel bei 44 Euro belassen. FMC habe solide Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt, schrieb Analyst Volker Braun in einer Studie. Die Zahlen hätten in jeder Hinsicht überzeugt.

    Der Medizinkonzern Fresenius hat im ersten Halbjahr ebenfalls Umsatz und Überschuss gesteigert, während das operative Ergebnis zu aktuellen Wechselkursen auf dem Vorjahresniveau stagnierte. Einem Händler zufolge sind die Zahlen "keine große Überraschung". Fresenius habe beim Umsatz leicht besser als vom Markt erwartet abgeschnitten. Der Gewinn nach Steuern sei eine Punktlandung gewesen./la/dr

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