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AKTIEN IM FOKUS: Immobilientitel nach Lehman-Branchenstudie bewegt
"Sonstige Nachrichten hat es für den Sektor nicht gegeben", sagte ein Börsianer. Daher sei es wahrscheinlich, dass die Studie die Kurse bewegt habe. Insgesamt sei der Sektor in den vergangenen Monaten wegen der aus den USA überschwappenden Immobilienkrise stark unter Beschuss gewesen. Aus technischer Sicht versuchten sich die Titel derzeit zu stabilisieren, sagte ein Händler.
Für Deutsche Euroshop hob Analyst Peter Barkow nicht nur das Votum auf "Overweight", sondern auch das Kursziel von 27,00 Euro auf 29,00 Euro. EuroShop habe keinen kurz- oder mittelfristigen Finanzierungsbedarf und könne von sich bietenden Chancen am Markt profitieren. Zudem habe das Unternehmen den geringsten Beleihungsauslauf bei Immobilienfinanzierungen (LTV - Loan to Value) der von Lehman bewerteten deutschen Immobilienunternehmen.
Gagfah beließ Barkow auf "Overweight", senkte aber das Kursziel von 13,80 auf 11,40 Euro. Grund hierfür sei eine vorsichtigere Bewertung des Portfolios des auf Wohnimmobilien spezialisierten Unternehmens. Trotzdem glaubt Barkow, dass Gagfah mit stabilen Mietumsätzen und einer soliden Finanzierung, sowie einer Dividende von "zehn Prozent plus" einen soliden Wert darstellten.
IVG stufte der Analyst von "Equal weight" auf "Underweight" ab und reduzierte das Kursziel von 18,50 Euro auf 12,80 Euro. IVG leide weiter unter der Überbewertung seines Immobilien-Portfolios, schrieb der Analyst. Zudem habe IVG eine hohe Kostenbasis. Eine Neubewertung ziehe er erst bei sichtbaren Fortschritten beim operativen Profit in Betracht.
Der Lehman-Studie zufolge dürfte sich der deutsche Immobilienmarkt in Zukunft robuster im Vergleich zu den anderen europäischen Märkten zeigen. Der hohe Verschuldungsgrad deutscher Unternehmen dürfte dies aber größtenteils aufzehren, wenn nicht sogar überkompensieren. Der Markt strafe hohe Verschuldungsgrade bei fallenden Immobilienpreise ab./stb/fat
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