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AKTIE IM FOKUS: Deutsche Post kaum verändert - Zahlen fallen gemischt aus
Börsianern zufolge fiel das Zahlenwerk im Großen und Ganzen wie erwartet aus. Händler zufolge bleib die Deutsche Post etwas hinter den Erwartungen zurück. Vor allem die Erlöse hätten enttäuscht. Analsten hingegen fanden lobendere Worte.
Für etwas Verwirrung habe im frühen Handel die Interpretation des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) gesorgt, sagten Börsianer. So hätten sich die Schätzungen vermutlich auf eine Mischung zwischen dem bereinigten und unbereinigten Ergebnis bezogen, was den Vergleich zwischen tatsächlichen und den prognostizierten Daten erschwert habe. Während das bereinigte EBIT über den Schätzungen lag, verfehlte der unbereinigte Wert diese leicht.
Analyst Johannes Braun von der DZ Bank zufolge spiegeln sich in dem berichtigten EBIT einige Sondereffekte wie Abschreibungen bei der Postbank und der Verkauf des Kölner Entsorgungsdienstleisters Vfw wider. Er bestätigte seine "Kaufen"-Einschätzung und wies zugleich darauf hin, dass sich der Fokus der Anleger auf mittlere Sicht auf die Frage richten werde, ob die Deutsche Post ihre Probleme im US-Expressgeschäft in den Griff bekommen werde.
Demgegenüber äußerte sich Analyst Raimon Kaufeld von der WestLB positiver. Das Zahlenwerk der Deutschen Post habe die Erwartungen leicht übertroffen. Insofern erschienen ihm die unveränderte Ziele des Unternehmens zunehmend als konservativ. Der Konzern peilt ein EBIT vor Einmaleffekten von rund 4,2 Milliarden Euro sowie einen Vorsteuergewinn von rund 3,2 Milliarden Euro an. Der WestLB-Experte bestätigte seine Einstufung "Add" bei einem Kursziel von 25 Euro.
Die Analysten von Cheuvreux sprachen schließlich von einem "gemischten Bild" und spiegelten damit die unterschiedlichen Meinung am Markt wider. Sie beließen die Aktien auf der "Selected List". Das Kursziel beträgt weiterhin 29,00 Euro.
Die Deutsche Post hat im ersten Quartal die Bankenkrise hart zu spüren bekommen. Wegen der Finanzkrise verbuchte der ansonsten zuverlässige Gewinnlieferant, die Postbank, Wertberichtigungen in Höhe von 174 Millionen Euro. Unterm Strich schrumpfte der Überschuss der Konzern-Mutter Post von 499 auf 407 Millionen Euro./la/gr
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Aktien in diesem Artikel
| Deutsche Post | 15,4 | -1,4% |
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