08.07.2008 10:30
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AKTIE IM FOKUS: Klöckner & Co gegen den Trend im Plus - Gewinnsprung

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Papiere von Klöckner & Co  haben sich am Dienstag dank eines Gewinnsprungs im zweiten Quartal gegen den negativen Markttrend gestemmt und moderat zugelegt. Gegen 10.20 Uhr verbuchten die Titel des Stahlhändlers ein Plus von 0,03 Prozent auf 31,22 Euro. Der MDAX fiel hingegen zugleich um 2,76 Prozent auf 8.353,45 Zähler.          Händler äußerten sich positiv zu den am Montag nach Börsenschluss vorgelegten, vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr. Von April bis Juni wuchs der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr von 103 auf etwa 200 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten des Jahres legte diese Kennziffer von 195 auf 310 Millionen Euro zu. Zu dem Gewinnplus haben laut Klöckner & Co vor allem die zugekauften Unternehmen sowie die Umsetzung der höheren Preise für Stahlprodukte in höhere Bruttomargen beigetragen. Darüber hinaus rechnet der Vorstand für 2008 mit einem EBITDA von mehr als 480 Millionen Euro.

    Erfreut zeigte sich auch Analysten wie etwa Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank. In einer aktuellen Studie bestätigte er die Titel des Stahlhändlers mit "Buy" und einem Kursziel von 45 Euro. Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal hätten seine Erwartungen deutlich übertroffen, hieß es. Klöckner & Co bleibe insofern einer seiner bevorzugten Werte im Stahlsektor.

    Für die Analysten der HSBC ist Klöckner & Co gar ein "Schlüsselinvestment" im Stahlsektor. Das Unternehmen könne sofort und in vollem Maße von den steigenden Stahlpreisen profitieren, da es keine Termingeschäfte abwickele. Zudem sei Klöckner & Co nicht wie die Stahlproduzenten von steigenden Rohstoffkosten betroffen, die auf die Gewinnmargen drücken könnten. Die HSBC-Experten bewerten die Papiere des Stahlhändlers derzeit mit "Overweight" und einem Kursziel von 57,00 Euro.

    Der unerwartet veröffentlichte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen liege mit 310 Millionen Euro um 25 Prozent über seinen Erwartungen, stimmte Jeffrey Largey von JPMorgan seinem Commerzbank-Kollegen zu. Es sei nun eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit dafür gegeben, dass die konservative Prognose für das Gesamtjahr übertroffen werde. Largey bestätigte in einer Studie vom Dienstag seine "Overweight"-Einstufung.

    Auch Analyst Dirk Schramp von der DZ BANK wurde von den besser als erwartet ausgefallen Zahlen überrascht. Als Konsequenz werde er seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr anheben. Sein Anlageurteil lautet weiterhin "Kaufen"./la/dr

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