08.05.2008 13:18
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AKTIE IM FOKUS: Postbank sehr fest - Gewinne trotz Rückgang über Erwartungen

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie der Postbank  hat am Donnerstag von positiv aufgenommenen Zahlen profitiert. Gegen 13.05 Uhr verbuchte das Papier als einer der größten DAX-Gewinner  gegen den Trend ein Plus von 2,06 Prozent auf 59,40 Euro. Der Leitindex fiel zur selben Zeit um 0,37 Prozent auf 7.050,14 Punkte. Die Postbank hat wegen weiterer Belastungen im Zusammenhang mit der anhaltenden Finanzkrise im ersten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Doch trotz der rückläufigen Entwicklung übertrafen der Gewinn vor und nach Steuern die Konsensschätzungen.          Nach Einschätzung des Commerzbank-Analysten Michael Dunst sind die Zahlen besser als erwartet ausgefallen. Der Nettogewinn habe seine Prognosen und auch die durchschnittlichen Markterwartungen übertroffen, schrieb er in einem Kommentar. Die operativen Kosten und die Risikovorsorge seien überraschend niedrig gewesen. Dunst bewertet die Aktie mit "Hold". Für das Kursziel von 56 Euro sieht er leichtes Aufwärtspotenzial. Die im Sektorvergleich hohe Bewertung basiere auf den anhaltenden Übernahmefantasien.          Das Quartal sei zwar durch die Finanzmarktkrise belastet worden, habe seine Erwartungen aber mehr als erfüllt, schrieb Analyst Andreas Weese von der Unicredit in einer aktuellen Studie. Das Finanzinstitut benötige derzeit kein frisches Kapital, da die Kernkapitalquote (Tier 1 Ratio) sogar leicht besser als erwartet ausgefallen sei. Weese blieb bei seinem "Buy"-Votum und bestätigte auch das Kursziel von 76 Euro.          Von der WestLB hieß es, der Nettogewinn habe etwas über ihren Schätzungen gelegen. Die operative Entwicklung sehe trotz des harten Wettbewerbs ordentlich aus, so Analyst Ralf Breuer. Für mögliche Übernahmeinteressenten gebe es keinen Grund, sich die Bank nicht genauer anzusehen. Der Experte bestätigte die Einstufung "Buy" sowie das Ziel von 76 Euro.          Der Vorsteuergewinn habe seine und die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Joachim Müller von Cheuvreux. Insgesamt hätten die Zahlen von der niedriger als erwarteten Risikovorsorge profitiert. Im Rahmen der Erwartungen sah der Experte die Kosten sowie die Erträge. Die Einstufung für die Aktie blieb "Buy", das Kursziel von 56,80 Euro wurde ebenfalls bestätigt.          Dank einer besser als erwarteten Entwicklung von Zins- und Provisionsüberschuss hätten die Zahlen seine Prognosen getoppt, hieß es von equinet-Analyst Philipp Häßler. Die Subprime-Krise habe die Bank indes stärker betroffen als von ihm angenommen. Wenn man dies berücksichtige, habe die Bank eine solide Entwicklung gezeigt. Trotz der rückläufigen Kernkapitalquote rechne er derzeit nicht mit einer Kapitalerhöhung, so der Experte weiter. Häßler hielt an seinem "Hold"-Votum sowie dem Kursziel von 60 Euro fest. Übernahmespekulationen sollten die Aktie weiter stützen, fügte er hinzu.          Carsten Werle von Sal. Oppenheim schrieb, die Quartalszahlen hätten positiv überrascht. Besonders der Vorsteuergewinn habe seine und die Markterwartungen deutlich übertroffen. Noch wichtiger sei, dass die Kernkapitalquote entgegen anderslautenden Befürchtungen mit einem nur leichten Rückgang relativ stabil geblieben sei. Die Aktie der Postbank dürfte sich daher besser als die Papiere der Konkurrenten entwickeln. Werle bewertet das Papier weiter mit "Buy" und einem fairen Wert von 80 Euro./gl/dr

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