09.07.2008 11:12
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AKTIE IM FOKUS: TUI fest - Fredriksen will Mordaschow-Anteil

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von TUI  sind am Mittwoch um knapp zwei Prozent gestiegen. Händler verwiesen auf die Nachricht, dass der größte TUI-Aktionär John Fredriksen den Mitaktionär Alexej Mordaschow aus dem Konzern herauskaufen will. Ein Sprecher von Mordaschows Gesellschaft S-Group sagte der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX bereits, dass ein Verkauf derzeit nicht beabsichtigt sei.

    Auch an der Börse werden Fredriksen nur wenig Chancen für einen erfolgreichen Deal zugebilligt. Bis 10.55 Uhr stieg der TUI-Kurs um 1,85 Prozent auf 14,83 Euro. Der DAX  legte unterdessen 0,97 Prozent auf 6.365,27 Zähler zu. "Das ist nur Säbelrasseln", sagte ein Aktienhändler.

    "Ich halte nicht viel von der Story", sagte der Börsianer. "Der Russe wird sich nicht so leicht von seinem Anteil verabschieden. Er hat alle Asse in der Hand: Wenn er einfach nur abwartet bis Fredriksen am Markt mehr Aktien aufgekauft hat, klettert der Kurs ohnehin und dann könnte er sicher noch mehr herausholen - falls er doch verkaufen möchte." Sollte Fredriksen aufgeben, könne Mordaschow das auch Recht sein, denn dann habe er "seine Ruhe". Fredriksen sei "auf jeden Fall in der ungünstigsten Situation".

    Ein anderer Aktienhändler sagte, es sei nicht neu, dass Fredriksen Mordaschow aus dem Konzern drängen wolle, weil dieser den Vorstand unterstützt. "Der Russe wäre aber schön dumm, wenn er verkauft, weil er mit TUI in Russland Geschäfte machen will", sagte er. Ein Analyst sagte zudem: "Der Verkaufsprozess ist offenbar angestoßen - und nun ist alles wieder offen. Es ist sogar möglich, dass es für alle noch ein Happy End gibt - nur für Frenzel wohl nicht."

    Fredriksens Vertrauter Tor Olav Troim sprach sich unterdessen gegen den von TUI-Chef Michael Frenzel geplanten Verkauf der Container-Reederei Hapag-Lloyd aus. Einig waren sich die Händler darin, dass diese Diskussion die Anleger noch eine zeitlang beschäftigen wird. "Die Ideen von Fredriksen sind gut, allerdings fehlt ihm derzeit noch die nötige Unterstützung für die Umsetzung", sagte ein Börsianer./sf/ck

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