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AUSBLICK/BASF zeigt Umsatz- und Ergebnisanstieg im Quartal
DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Deutliche Gewinnzuwächse in der Öl- und Gassparte und im Pflanzengschutzgeschäft werden dem Chemiekonzern BASF SE im ersten Quartal trotz Währungsverlusten mehr Umsatz und Ertrag bescheren. Wegen des hohen Ölpreises werde das EBIT im Geschäftsfeld Exploration und Produktion einen Ertragssprung machen, erklären Analysten.Des Weiteren dürfte der Chemiekonzern von einer hohen Nachfrage im Pflanzenschutzgeschäft profitiert haben. Hohe Rohstoffpreise und der schwache US-Dollar werden dagegen belasten. Die Zahlen wird der DAX-Konzern mit Sitz in Ludwigshafen am Donnerstag im Vorfeld seiner Hauptversammlung veröffentlichen.
Von Dow Jones befragte Analysten erwarten im Mittel ihrer Schätzungen einen Umsatzanstieg um 4,9% auf 15,332 Mrd EUR. Beim EBIT vor Sondereinflüssen rechnen sie im Auftaktquartal mit einer Zunahme um 5,1% auf 2,224 Mrd EUR. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter prognostizieren sie noch einen Gewinnanstieg um 6,6% auf 1,103 Mrd EUR.
Ab dem ersten Quartal berichtet BASF nach einer neuen Segmentstruktur mit sechs statt bisher fünf Sparten. Sie soll unter anderem die Transparenz für Investoren verbessern. An die neue Konzernstruktur angepasste Vorjahreszahlen hat der Chemiekonzern bereits veröffentlicht.
In der Sparte "Chemicals " geht Analyst Oliver Schwarz von equinet im Vorjahresvergleich davon aus, dass die Marge zwar sinken wird, die absoluten Zahlen jedoch dank Volumensteigerungen noch in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnten. Die erwartete rückläufige Marge begründete der Analyst mit gestiegenen Rohstoffkosten, die nicht über höhere Preise an die Kunden hätten weitergegeben werden können. Ein gegenläufiger Effekt seien Volumensteigerungen, die durch den Ausbau der Cracker-Kapazitäten am Standort Antwerpen nun erstmals im ersten Quartal zu Buche schlügen.
In der Sparte "Plastics" rechnet Schwarz mit einem gegenüber Vorjahr unveränderten Umsatz und mit einem um etwa 6% rückläufigen EBIT. Positive Preis- und Mengeneffekte sind seiner Einschätzung nach von Währungsverlusten auf Grund des schwachen US-Dollars überkompensiert worden.
In der neu geschaffenen Sparte "Functional Solutions" in der BASF neben "Coatings" das zugekaufte Katalysatorengeschäft von Engelhard und die ehemaligen Degussa-Bauchemieaktivitäten gebündelt hat, rechnet der Analyst noch mit einem Umsatzplus von 1% und hauptsächlich wegen der schwachen Vorjahresbasis mit einem zweistelligen EBIT-Anstieg.
Der Bereich "Construction Chemicals" hat nach Einschätzung des Analysten noch relativ gute Geschäfte im Quartal verzeichnet, der schwache Dollar habe jedoch belastet, meinte er. Die Verkäufe im Bereich "Catalysts" dürften seiner Einschätzung nach wegen der Schwächen der Automobilkonjunktur weniger stark angezogen haben als im letzten Jahr. Mit positiven Effekten rechnet Schwarz im Edelmetallhandel, der etwa 50% des Umsatzes der Sparte "Catalysts" ausmacht.
Schwächen wird nach Analystenmeinung der Geschäftsbereich "Performance Products" zeigen. Hier rechnet equinet mit einem Umsatz- und EBIT-Rückgang im Quartal. Der Bereich ist seiner Einschätzung nach von gestiegenen Rohstoffkosten belastet worden, die nicht in gleichem Maße über höhere Preise an die Kunden hätten weitergegeben werden können. Die Sparte leide zudem unter der Schwäche des amerikanischen Absatzraumes.
Deutlich besser als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum dürfte die Sparte "Agricultural Solutions" im Quartal abgeschnitten haben. Hier erwarten Analysten eine klare Verbesserung von Umsatz und EBIT gegenüber Vorjahr. Der Bereich dürfte von einer hohen Nachfrage profitieren, sagte Schwarz. Dies hätten die Aussagen der Wettbewerber Monsanto und Syngenta gezeigt. Allerdings werde BASF, so Analysten, auch in dieser Sparte negative Währungseffekte verdauen müssen.
In der Öl- und Gassparte könne BASF vom stark gestiegenen Ölpreis profitieren. Das sollte sich in einem deutlichen Umsatz- und Ertragszuwachs in der Sparte niederschlagen.
Analysten von UniCredit gehen davon aus, dass sich BASF am Donnerstag zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf zeigen wird. Für 2008 hat das Unternehmen für Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen einen weiteren Anstieg in Aussicht gestellt. Bei unverändertem Portfolio hatte der Chemiekonzern eine Steigerung der Erlöse gegenüber dem Vorjahreswert von 57,951 Mrd EUR prognostiziert und ein EBIT vor Sondereinflüssen leicht über Vorjahr.
Webseite: http://www.basf.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/mim (END) Dow Jones NewswiresApril 22, 2008 09:00 ET (13:00 GMT)
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