07.05.2008 15:03
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AUSBLICK/Demag Cranes erhöht vermutlich Gesamtjahresprognose

Von Dorothee Tschampa DOW JONES NEWSWIRES DÜSSELDORF (Dow Jones)- Die Demag Cranes AG hat nach Einschätzung von Analysten auch im zweiten Quartal 2007/08 (per Ende September) gut abgeschnitten und wird voraussichtlich die Prognose für das Gesamtjahr anheben. Der in Düsseldorf ansässige Anbieter von Industriekranen, Krankomponenten und Hafentechnologie berichtet am Donnerstag über den Geschäftsverlauf.

   Zehn von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen im Mittel mit einem Umsatzanstieg auf 283,2 (Vorjahr: 255,0) Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird bei 26,7 (20,3) Mio EUR gesehen. Das bereinigte EBIT, die für das Unternehmen relevantere Kennziffer, soll auf 28,9 (23,1) zulegen. Unter dem Strich bleiben nach der Konsensschätzung 16,0 (11,5) Mio EUR oder 0,75 (0,54) EUR je Aktie.

   Sollte das zweite Quartal wie erwartet gut verlaufen sein, ist eine Anhebung der Gesamtjahresprognose bei dem MDAX-Aufsteiger wahrscheinlich. Demag Cranes ist Ende März in den Mid-Cap-Index aufgenommen worden. Das Management unter Führung des Vorstandsvorsitzenden Harald Joos hatte selbst die Vorgaben mehrfach als "konservativ" bezeichnet. Bislang plant Demag Cranes mit einem Umsatzplus von mindestens 5% auf 1,13 Mrd bis 1,16 Mrd EUR. Das bereinigte EBIT soll überproportional um 16% auf 110 Mio EUR zulegen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Demag Cranes das bereinigte EBIT um 11,9% auf 94,6 Mio EUR erhöht.

   Nach Einschätzung der Analysten hat sich das Wachstum im zweiten Quartal auf alle drei Geschäftsbereiche Industriekrane, Hafentechnologie sowie Services erstreckt. Durch den überproportionalen EBIT-Anstieg dürften auch alle drei Geschäftsbereiche die Margen verbessern, meint die UniCredit. Für die relativ konjunkturunabhängige Servicesparte prognostizieren die Experten ein solides Umsatzwachstum. Der Geschäftsbereich Hafentechnologie profitiere vom weltweit zunehmendem Containeraufkommen.

   Im größten Geschäftsbereich Industriekrane rechnen die Analysten der UniCredit und der Berenberg Bank mit einer zweistelligen Zuwachsrate aufgrund der starken Nachfrage aus den Schwellenländern. Die Berenberg Bank sieht hier zusätzliches Potenzial auf dem US-Markt, im Zuge der Verlagerung von Produktionskapazitäten europäischer Unternehmen in den Dollarraum.

   Offen ist, ob Demag Cranes auch ein Plus beim Auftragseingang gelungen ist. Den Vorjahreswert hatte ein Einmalauftrag im Bereich Industriekrane von 29 Mio EUR aufgebläht. Insofern ist es nach Auffassung der Analysten Merck Finck & Co eine Herausforderung, die Vorgabe zu übertreffen. Aus dem gleichen Grund geht die Berenberg Bank von einem moderaten Anstieg von rund 5% aus. Insgesamt erwarten die Analysten einen Auftragseingang von 330,8 Mio EUR, gegenüber 321,1 Mio EUR im Vorjahresquartal.

   Bislang hatte sich Demag Cranes weitgehend unberührt von der konjunkturellen Eintrübung präsentiert. Im US-Geschäft entfalle beispielsweise rund die Hälfte auf das wenig zyklische und hochmargige Dienstleitungssegment, hatte der Vorstandsvorsitzende in einem Zeitungsinterview Anfang April erläutert. Zudem könnten negative Konjunkturauswirkungen in USA durch starkes Wachstum in den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China kompensiert werden. Entsprechend laute ein Ziel des Unternehmens, den Umsatzanteil der Schwellenländer am Gesamtgeschäft auf 40% von zurzeit 25% zu erhöhen.

Webseite: http://www.demagcranes.de/

-Von Dorothee Tschampa, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 103; dorothee.tschampa@dowjones.com DJG/dct/cbr (END) Dow Jones Newswires

   May 07, 2008 09:00 ET (13:00 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 00 AM EDT 05-07-08

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