05.05.2008 15:03
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AUSBLICK: Deutsche Börse steigert Umsatz und Gewinn 1Q erneut

Von Rüdiger Schoß

   DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse hat nach übereinstimmender Einschätzung von Analysten das erste Quartal 2008 erneut mit einem Umsatz- und Gewinnplus abgeschlossen. Die jüngst unterdurchschnittliche Kursentwicklung der Aktie dürfte somit zu Unrecht durch die Sorge verursacht worden sein, die Zahlen könnten enttäuschen, urteilte Citibank-Analyst Daniel Garrod jüngst in einer Studie. Der Börsenplatzbetreiber wird seinen Quartalsausweis am Dienstag nach Börsenschluss vorlegen.

   Von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Umsatzanstieg auf 654 Mio EUR von 543 Mio EUR. Wegen der Übernahme der US-Derivatebörse ISE ist dies ein Plus von 20%. Organisch wäre der Umsatz um 7% gestiegen, sagt Analyst Bernd Müller-Gerberding von der UniCredit voraus.

   Das Ergebnis nach Steuern sehen die 13 von Dow Jones befragten Experten zugleich nach Anteilen Dritter auf 264 Mio von 192 Mio EUR steigen, während der Gewinn je Aktie gestützt von der sinkenden Steuerquote auf 1,39 von 0,98 EUR anziehen soll. Angetrieben von den Kostensparprogrammen und Skalierungseffekten erwarten sie Beim EBITA ein Plus von 407 Mio nach 300 Mio EUR im ersten Quartal 2007.

   Die Entwicklung am Kassamarkt verlaufe zwar gegenwärtig "schwächer als noch am Jahresanfang", während neue Wettbewerber in den Blickpunkt rückten, so der UniCredit-Analyst. Die Auswirkungen dürften jedoch begrenzt bleiben.

   Im April wuchs das Geschäft auf Xetra um 34,7% auf 16 Mio gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Der Orderbuchumsatz auf Xetra sank leicht um 1,5% auf 166,5 (April 2007: 169,1) Mrd EUR. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Aktienhandel um 10%, während 22% mehr Derivate als im Vorjahreszeitraum gehandelt wurden. Dahinter stand vor allem die durch die Finanzmarktkrise ausgelöste hohe Volatilität im Januar und Februar, während sich das Geschäft im März abschwächte.

   Analyst Garrod sieht hinter den schwächeren Handelszahlen Hedgefonds und Banken, die Geld aus dem Eigenhandel abzögen. Er glaubt jedoch nicht, dass Investoren angenommen hätten, die ungewöhnlich hohen Januar-Zahlen seien dauerhaft.

   Kaum Sorge bereitet ihm die Entwicklung bei Clearstream. Zwar hätte die Veröffentlichung der März-Bilanz der Luxemburger Tochter, die ein Minus von 23% verzeichnete, den Kurs um 6% gedrückt. Jedoch sei diese Reaktion nicht gerechtfertigt, weil 61% der Clearstream-Umsätze aus den Gebühren für die Wertpapieraufbewahrung stammten. Deren Zahl sei im ersten Quartal jedoch um 5% gestiegen.

Webseite: http://www.deutsche-boerse.com

-Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117, ruediger.schoss@dowjones.com DJG/rso/mim (END) Dow Jones Newswires

   May 05, 2008 09:00 ET (13:00 GMT)

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