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AUSBLICK/Deutz setzt Wachstum im ersten Quartal fort
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Motorenbauer Deutz AG hat dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach Dieselmotoren sein Wachstum zu Jahresbeginn voraussichtlich fortgesetzt. Die elf von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen bei dem Kölner MDAX-Unternehmen mit einem deutlichen Umsatzanstieg, einem verdoppelten Gewinn und einer höheren Rendite. Deutz legt am Mittwochmorgen Zahlen für das erste Quartal vor.
Im Schnitt gehen die Analysten davon aus, dass der Motorenhersteller seinen Nettogewinn im ersten Quartal auf 13,2 (5,8) Mio EUR mehr als verdoppelt hat. Während Analyst Stephan Klepp von der Berenberg Bank mit 11,8 Mio EUR und Gordon Schönell vom Bankhaus Lampe mit 12 Mio EUR rechnet, gehen die Kollegen anderer Banken, die nicht genannt werden möchten, von bis zu 14,5 Mio EUR aus.
Deutz kann nach Ansicht der Experten auch vor Zinsen und Steuern (EBIT) einen deutlichen Gewinnsprung vorweisen. Im Schnitt gehen die Analysten von einem EBIT-Anstieg um knapp 42% auf 20,1 Mio EUR aus. Im Vergleichszeitraum 2007 hatten Engpässe bei Zulieferteilen für die Kompaktmotoren die Lieferkosten unerwartet in die Höhe getrieben und auf das Ergebnis gedrückt. Dieser Effekt dürfte nun weggefallen sein.
Aufgrund höherer Produktionskapazitäten und voller Auftragsbücher dürfte Deutz im ersten Quartal mit 380 Mio EUR rund 13% mehr eingenommen haben, schätzen die Analysten. Analyst Klepp rechnet auf vergleichbarer Basis mit einem Anstieg der Erlöse um knapp 16% auf 387,6 Mio EUR nach 335,4 Mio EUR im Vorjahr.
Der neue Deutz-Vorstandsvorsitzende, Helmut Leube, hatte bei der Vorlage der Bilanz für 2007 Ende März bereits weiteres profitables Wachstum im laufenden Jahr angekündigt und dabei auch Zukäufe nicht ausgeschlossen. Im Jahr 2008 will der MDAX-Konzern mehr als 300.000 Motoren absetzen. Das wäre ein Plus von 10%.
Analog dazu sollen die Einnahmen um 10% bis 15% steigen. 2007 war der Umsatz vor allem dank des internationalen Geschäfts um knapp 29% auf 1,5 Mrd EUR geklettert. Rund die Hälfte des Wachstums hatte Deutz dem ersten vollen Produktionsjahr des neu eingeführten Nutzfahrzeugmotors TCD 2013 4V zugeschrieben.
Deutz hatte den Konzernbereich Power Systems Ende September vergangenen Jahres für knapp 124 Mio EUR verkauft. Die auf dieses Geschäftsfeld entfallenen Umsätze von 55,5 Mio EUR im Vorjahresquartal wurden zu Jahresbeginn 2008 nach Einschätzung von Analyst Schönell nicht komplett durch organisches Wachstum ausgeglichen. Beim nicht adjustierten Umsatz rechnet er daher mit einem Rückgang.
Der Motorenhersteller dürfte auch seine Rentabilität weiter verbessert haben. Klepp schätzt, dass Deutz eine Rendite (EBIT-Marge) von 5,1% nach 4,3% im Vorjahresquartal erreicht hat. Grund sei vor allem das starke Dienstleistungsgeschäft im Bereich Customized Solutions.
Deutz-Manager Leube hatte das Ziel ausgegeben, die EBIT-Rendite im Gesamtjahr auf rund 7% nach 6,3% im Vorjahr zu steigern. Wegen der unerwartet hohen Logistikkosten hatten die Kölner ihr Vorjahresziel von 7% nicht erreicht. WestLB-Analyst Achim Henke sieht weiteren Optimierungsbedarf in der Produktion.
Im laufenden Jahr steht der Motorenbauer auch vor weiteren Herausforderungen, glaubt WestLB-Analyst Henke. Er rechnet mit Blick auf die sich verschärfenden Emissionsstandards in Europa und den USA mit deutlich steigenden Forschungs- und Entwicklungskosten.
Webseite: http://www.deutz.de - Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.comDJG/kat/jhe (END) Dow Jones Newswires
April 28, 2008 09:00 ET (13:00 GMT)
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