Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktie [WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026]

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06.05.2008 15:18
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AUSBLICK/Gewinnrückgang bei Münchener Rück im 1Q erwartet

Von Rüdiger Schoß DOW JONES NEWSWIRES MÜNCHEN (Dow Jones)--Trotz stabiler Bruttoeinnahmen wird die Münchener Rück im ersten Quartal wohl rund ein Fünftel weniger Gewinn als im Vorjahreszeitraum verbucht haben. Bereits auf der Hauptversammlung hatte die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG bereits mitgeteilt, der Jahresauftakt werde wegen der Kreditkrise und mehrerer Großschadenfälle schwächer als im ersten Quartal 2007 ausfallen.

   Bei dem gemessen am Prämienaufkommen weltweit zweitgrößten Rückversicherer rechnen von Dow Jones Newswires befragte Analysten für das erste Quartal mit 10,05 Mrd EUR Bruttoprämien. Im Vorjahreszeitraum waren es 10,02 Mrd EUR. Beim Nettoergebnis nach Anteilen Dritter rechnen die 13 befragten Experten mit einem Rückgang auf 779 (958) Mio EUR, das operative Ergebnis soll bei 1,196 (1,313) Mrd EUR liegen. Das Kapitalanlageergebnis prognostizieren sie mit 2,435 Mrd EUR nach 3,161 EUR. Die Nettoprämien sollen auf 8,959 Mrd von 8,794 Mrd EUR gestiegen sein.

   Mit einer Schaden-Kosten-Quote im Rückversicherungsgeschäft von 98% (101,8%) rechnet Analyst Michael Huttner von JP Morgan. Er kalkuliert mit Großschäden über 250 Mio EUR. Dazu gehören neben Überschwemmungen in Australien auch Schadensforderungen wegen des Sturms Emma, die er allein mit 80 Mio EUR beziffert.

   Die Schnee- und Regenkatastrophe, die das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China im ersten Quartal um 1,1 Prozentpunkte auf 10,6% gedrückt hatte, hat nach Huttners Schätzung zu Schäden über weitere 50 Mio EUR geführt. Als wichtigsten Grund für den Gewinnrückgang bezeichnet Vontobel-Analyst Uwe Otten den schwächer ausfallenden Kapitalgewinn, der im Vorjahresquartal wegen Immobilienverkäufen 500 Mio EUR betragen hatte.

   Der Konzern hat nach Überzeugung von Credit Suisse eine sehr vorsichtige Investmentpolitik. Mit "nur 2%" in strukturierte Produkte investiertes Vermögen liege die Münchener Rück unter dem Branchendurchschnitt. Unternehmensangaben zufolge ist nach Verkäufen nur noch rund 8% des Kapitals in Aktien investiert.

   Geringer als bei der Konkurrenz falle auch der Einfluss des schwachen Dollar aus. Rund 15% der Prämien seien bei der Münchener Rück dollardenominiert, während es beim Weltmarktführer Swiss Re rund 40% bis 50% seien. Zudem habe der US-Dollar gegenüber dem Euro 7% verloren. Zum Schweizer Franken habe er hingegen um 12% nachgegeben.

   Die Münchener Rück legt am Donnerstag ihre Zahlen vor.

Webseite: http://www.munichre.com

-Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117, ruediger.schoss@dowjones.com DJG/rso/nas (END) Dow Jones Newswires

   May 06, 2008 09:17 ET (13:17 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 17 AM EDT 05-06-08

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