14.05.2008 06:48
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AUSBLICK/Sondereffekte bringen ThyssenKrupp höheres 2Q-Ergebnis

   Von Andreas Heitker

   DOW JONES NEWSWIRES

   DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die ThyssenKrupp AG hat von Januar bis März weitere Gewinnverbesserungen erzielt, die aber wohl nur auf Sondereffekte zurückzuführen sind. Vor allem die Kartellstrafe im Aufzugsgeschäft von rund 500 Mio EUR, die im Vorjahr das Ergebnis deutlich gedrückt hat, macht sich dabei bemerkbar. Der Bericht zum zweiten Quartal 2007/08, den der DAX-Konzern am Mittwoch vorlegen will, wird nach Einschätzung von Analysten deshalb zwar einen stabilen Umsatz, aber auf bereinigter Basis einen weiteren Gewinnrückgang zeigen.

   Das berichtete Vorsteuerergebnis prognostizieren die 14 von Dow Jones Newswires im Vorfeld befragten Experten im Schnitt auf 722 Mio EUR nach 572 Mio im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte rechnen die Analysten mit 780 Mio EUR, weil ThyssenKrupp unter anderem wegen des Aufbaus der neuen Stahlproduktion in Brasilien auch in diesem Jahr außerordentliche Belastungen hatte. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern aber ein bereinigtes Vorsteuerergebnis von über 1 Mrd EUR erzielt - und damit rund ein Viertel mehr.

   ThyssenKrupp hatte bereits das erste Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen. Grund für diese Entwicklung war das deutlich schwächere Edelstahlgeschäft, das sich in den Segmenten Stainless und Services niedergeschlagen hatte. Stainless hatte sogar zum zweiten Mal hintereinander rote Zahlen verbucht. Im zweiten Quartal dürfte die Edelstahl-Tochter nach Einschätzung der Analysten den Turnaround geschafft haben. Das Vorsteuerergebnis dürfte aber dennoch noch deutlich unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahreswert geblieben sein.

   Positiv im operativen Geschäft sollten sich die Preiserhöhungen im Flachstahl- Geschäft ausgewirkt haben. Während die Analysten den Quartalsumsatz im Konzern mit 13,16 (Vorjahr: 13,11) Mrd EUR auf Vorjahresniveau erwarten, sollten sich aber auch beim Nettoergebnis die erwähnten Sonderfaktoren ausgewirkt haben. Der Überschuss ist den durchschnittlichen Schätzungen zufolge mit 509 Mio EUR deutlich höher als die im Vorjahr ausgewiesenen 244 Mio EUR ausgefallen. Hier sollte sich unter anderem auch die höhere Steuerquote des Vorjahres zeigen. Der bereinigte Nettogewinn sollte aber im Quartal den Vorjahreswert deutlich verfehlt haben.

   Die meisten Analysten gehen dennoch davon aus, dass das Unternehmen bei der Vorlage des Zwischenberichts seine Kurz-, Mittel- und Langfrist-Erwartungen noch einmal bestätigen wird. Im Gesamtjahr 2007/08 will ThyssenKrupp einen Umsatz von 53 Mrd EUR und ein Vorsteuerergebnis vor Sondereffekten von über 3 Mrd EUR erreichen. Im vergangenen Jahr hatte das Ergebnis 3,33 Mrd EUR betragen, bereinigt um die Kartellstrafe im Aufzugsgeschäft sogar 3,80 Mrd EUR.

   Bis 2010 soll den ThyssenKrupp-Plänen zufolge dann ein Umsatz von 60 Mrd EUR und ein Ergebnis vor Steuern und vor wesentlichen Sondereffekten von 4 Mrd EUR erreicht werden. Langfristig, das heißt bis 2012, will der Konzern dann einen Umsatz von 65 Mrd EUR und ein Ergebnis von 4,5 Mrd bis 5,0 Mrd EUR erzielen.

Webseite: http://www.thyssenkrupp.de

-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/cbr (END) Dow Jones Newswires

   May 14, 2008 00:45 ET (04:45 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 45 AM EDT 05-14-08

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