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AUSBLICK/Subprime und Sonderbelastungen drücken Commerzbank
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Ergebnis der Commerzbank AG ist nach Ansicht von Marktbeobachtern wegen der Subprime-Krise und Sonderbelastungen im ersten Quartal um mehr als die Hälfte eingebrochen. Im Schnitt rechnen von Dow Jones Newswires befragte Analysten bei Vorlage der Zahlen an diesem Mittwoch mit einem Ergebnis nach Steuern von 270 (609) Mio EUR. Vor Steuern erwarten sie ein Ergebnis von 360 (908) Mio EUR. Das Handelsergebnis wird sich nach Einschätzung von Analysten mit 93 (301) Mio EUR dritteln.
Grund für den Rückgang beim Vorsteuerergebnis dürften überwiegend weitere Abschreibungen sein, erklärt ein Analyst von Dresdner Kleinwort. Zwar dürften sie nicht so hoch ausfallen wie im vierten Quartal, aber weitere Berichtigungen dürften im gegenwärtigen schwachen Marktumfeld unvermeidbar sein.
Nachdem die Commerzbank 291 Mio EUR im dritten Quartal und 248 Mio EUR im vierten Quartal abschreiben musste, rechnet die Citibank in den ersten drei Monaten des Jahres mit Abschreibungen von 200 Mio EUR. Im Vergleich zu anderen Banken wie die Dresdner Bank bewegen sich die erwarteten Abschreibungen der Commerzbank damit auf niedrigem Niveau. Die Allianz-Tochter musste im ersten Quartal 900 Mio EUR abschreiben. Bei dem Branchenprimus Deutsche Bank betrugen die Wertkorrekturen auf Kredite und strukturierte Finanzprodukte stolze 2,7 Mrd EUR.
Eine große Belastung für die Commerzbank sieht Analyst Andreas Weese von UniCredit in dem Bereich "Public Finance and Treasury" (PFT). Neben Sonderbelastungen aus dem Abbau von Positionen dürfte das Segment von den Kapitalmarktverwerfungen im ersten Quartal signifikant betroffen sein.
Auch die Analysten von Lehman Brothers sind für diesen Bereich kritisch. Mit Blick auf das Gesamtjahr rechnen sie damit, dass das Segment PFT die Ziele nicht erreichen wird. Es werde wahrscheinlich teurer, einige Positionen im Rahmen der geplanten Umstrukturierung zu schließen, prognostiziert Doreen Schmidt. Die Commerzbank hatte rückwirkend zum 1. Januar 2008 ihre Töchter Essen Hyp und Eurohypo fusioniert.
Analystin Schmidt rechnet damit, dass die Zahlen für das erste Quartal sämtliche Einmaleffekte beinhalten. Hierzu gehöre der Kapitalgewinn durch den Verkauf der französischen Vermögensverwaltungstochter Caisse Centrale de Reescompte (CCR) und auf der Negativseite weitere Subprime-Belastungen sowie belastende Effekte auf das Handelsergebnis. Zu den Highlights im ersten Quartal werden laut Schmidt die Segmente Mittelstand und Central & Eastern Europe (CEE) gehören.
Webseite: http://www.commerzbank.de
-Von Madeleine Winkler, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 115, madeleine.winkler@dowjones.com DJG/maw/nas (END) Dow Jones Newswires
May 05, 2008 12:10 ET (16:10 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 10 PM EDT 05-05-08
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| 08.05.2008 | Commerzbank hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 08.05.2008 | Commerzbank buy | Citigroup Corp. |
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