09.05.2008 16:21
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AUSBLICK/Wachstum bei Stada schwächt sich ab

Von Heide Oberhauser-Aslan Dow Jones Newswires FRANKFURT (Dow Jones)--Die Stada Arzneimittel AG ist nach Ansicht von Analysten verhalten ins Jahr 2008 gestartet. Zwar werde der Hersteller von Nachahmermedikamenten im Auftaktquartal im Vorjahresvergleich akquisitionsbedingt noch ein zweistelliges Umsatzwachstum ausweisen können, verglichen mit dem vierten Quartal dürfte der Umsatzanstieg aber deutlich geringer ausfallen, erklären sie.

   Hintergrund ist nach Einschätzung der Analysten der LBBW dass in Deutschland in vielen Apotheken im Vorfeld neuer AOK-Kontrakte Lager abgebaut wurden. Zudem seien die Ärzte nach dem Auslagern des Außendienstes nur wenig beworben worden. Darüber hinaus, so die Experten, dürften der schwache Umsatz in Belgien und der Preisdruck in Großbritannien Spuren hinterlassen haben, hieß es. Die Quadratzahlen will das MDAX-Unternehmen mit Sitz in Bad Vilbel am Mittwoch veröffentlichen.

   Von Dow Jones Newswires befragte Analysten rechnen im Mittel ihrer Schätzungen für den Berichtszeitraum mit einem Umsatzplus um 13,1% auf 407,2 Mio EUR. Es dürfte zum überwiegenden Teil auf der Konsolidierung der zugekauften russischen Pharmagruppe Makiz und der britischen Pharmagruppe Forum Bioscience beruhen. Das organische Umsatzwachstum schätzen Analysten von UniCredit auf etwa 5%.

   Beim operativen Ergebnis prognostizieren die befragten Analysten eine Zunahme um 13,8% auf 55,8 Mio EUR. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter wird mit einem Gewinnplus um 18,8% auf 31,9 Mio EUR gerechnet.

   Nach Ansicht der LBBW wurde das operative Ergebnis wohl vom Kostendruck bei Generika in Mitteleuropa im ersten Quartal belastet. Andererseits habe es von dem margenstarken osteuropäischen Geschäft profitieren können. Das Nettoergebnis sollte ihrer Einschätzung nach von sinkenden Finanzverbindlichkeiten und einer rückläufigen Steuerquote aufgrund der fortschreitenden Internationalsierung überdurchschnittlich ansteigen.

   Beide Kernsegmente Generika und Markenprodukte haben nach Ansicht der Analysten von Bankhaus Lampe zum Umsatzplus beigetragen. Bei der deutlich größeren Generikasparte rechnen sie im Vorjahresvergleich mit einem Erlösanstieg um 14% auf 305 Mio EUR. Das Generikageschäft dürfte auch im Heimatmarkt Deutschland, insbesondere durch die Vertriebslinie Aliud Pharma weiter gewachsen sein. Wermutstropfen seien der rückläufige Umsatz in Belgien und der absehbare deutliche Ertragsrückgang in Großbritannien, wegen Wettbewerbsverschärfung und Preisdruck.

   Für das gesamte Jahr hat Stada Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich und ein nachhaltiges operatives Wachstum in Aussicht gestellt.

   Webseite: http://www.stada.de

   -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113,

   heide.oberhauser@dowjones.com

   DJG/hoa/nas

(END) Dow Jones Newswires

   May 09, 2008 10:20 ET (14:20 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 20 AM EDT 05-09-08

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