02.05.2008 15:03
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AUSBLICK/adidas profitiert im 1. Quartal weiter vom Kernmarke

   FRANKFURT (Dow Jones)--Der Sportartikelhersteller adidas dürfte auch in den ersten drei Monaten 2008 von seinem Hauptwachstumsträger - der Marke adidas - profitiert haben. Besonders die Nachfrage aus den Schwellenländern, Europa und China wird dem Segment dabei zu Gute gekommen sein. Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz dürfte adidas für die gleichnamige Marke auch ein weiteres Wachstum beim Auftragsbestand berichten.

   Allerdings wird das Plus beim Auftragsbestand wahrscheinlich etwas geringer ausfallen als zum Jahresende 2007 - hauptsächlich wegen der Konjunkturschwäche und der Kaufzurückhaltung in Nordamerika. Der Auftragsbestand der Marke adidas lag zum Ende 2007 währungsbereinigt um 17% über dem Vorjahr. Diese Veränderung stellte die höchste Wachstumsrate seit fast zehn Jahren da.

   Für das erste Quartal rechnen die Analysten auf Konzernebene - getrieben von einem starken Momentum in Asien - mit einem Umsatzwachstum auf 2,615 (2,538) Mrd EUR. Das operative Ergebnis schätzen die Beobachter auf 264 (229) Mio EUR und das Ergebnis vor Steuern auf 231 (191) Mio EUR. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter sehen die Beobachter bei 156 (128) Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie wird unverwässert bei 0,77 (0,63) und verwässert bei 0,74 (0,60) EUR gesehen.

   Im Mittelpunkt steht bei der Veröffentlichung der Erstquartalszahlen am Dienstag erneut die Entwicklung bei der US-Tochter Reebok und deren wichtiges Nordamerika-Geschäft. Reebok machte 2007 mehr als die Hälfte des Umsatzes auf ihrem Heimatmarkt. Zum 31. Dezember hatte der Auftragsbestand der Marke Reebok währungsbereinigt um 8% unter dem Vorjahr gelegen.

   adidas hatte Reebok vor zwei Jahren für rund 3 Mrd EUR übernommen. 2007 hatte die Marke adidas einen Umsatz von 7,11 (6,63) Mrd EUR und Reebok von 2,33 (2,47) Mrd EUR erzielt. Die Umsätze im Reebok-Segment sind im vergangenen Jahr nicht gewachsen, wenn man berücksichtigt, dass Reebok erst ab dem 1. Februar 2006 im adidas-Konzern konsolidiert wird.

   Reebok ist zudem deutlich weniger profitabel als die Marke adidas. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies adidas eine operative Marge von 12,9% (11,9%) und Reebok von 4,7% (3,5%) aus. Die operative Marge ist laut adidas die wichtigste Kennzahl des Konzerns, um den operativen Erfolg zu messen.

   Für adidas ist die Neupositionierung von Reebok eine wichtige Aufgabe - besonders in den beiden für Reebok größten Märkten USA und Großbritannien. adidas sieht für die Sparte Reebok ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.

   Analysten erwarten nun, dass die adidas AG bei Vorlage der Quartalszahlen ihren Ausblick für 2008 bestätigt. Der Konzern rechnet im laufendem Jahr mit einem währungsbereinigtem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Die Rohertragsmarge sieht adidas in einer Bandbreite von 47,5% bis 48%. Die operative Marge soll bei mindestens 9,5% liegen. Bei der Gewinnsteigerung stellt adidas mindestens 15% in Aussicht.

Webseite: http://www.www.adidas.com

-Von Christine Benders-Rüger, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69 29 725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/cbr/jhe (END) Dow Jones Newswires

   May 02, 2008 09:00 ET (13:00 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 00 AM EDT 05-02-08

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