Activision Aktie [WKN: 867881 / ISIN: US0049302021]

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25.02.2008 08:54
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Activision sieht sich bei Fusion mit Vivendi Games „voll im Zeitplan“ (EuramS)

Designierter Weltmarktführer peilt nach Fusion hohes Wachstum an

München. Der US-Videospiele-Anbieter Activision sieht sich beim geplanten Zusammenschluss mit der Spielesparte des französischen Mischkonzerns Vivendi gut unterwegs: "Wir sind voll im Zeitplan", sagte Activisions Finanzvorstand Thomas Tippl gegenüber €uro am Sonntag laut Vorabbericht (E-Tag: 24.2.08). Bis "spätestens" Ende Juni solle die Fusion abgeschlossen sein. Nach der kartellrechtlichen Genehmigung in den USA zeigte sich Tippl zuversichlich, auch in Europa grünes Licht von den Aufsichtsbehörden zu erhalten: "Wir hatten in den USA überhaupt keine Schwierigkeiten bei der Genehmigung. Von daher sind wir auch für Europa durchaus zuversichtlich", sagte Tippl mit Blick auf den laufenden Antrag in Brüssel.

Unterdessen setzt sich das Unternehmen nach dem Zusammenschluss mit Vivendi Games zu Activision Blizzard ehrgeizige Ziele: Man wolle das "schnellst wachsende und profitabelste Unternehmen der Branche" schaffen, sagte Tippl. Bis 2009 solle das operative Ergebnis um "26 Prozent jährlich auf 700 Millionen Dollar" steigen. Gemessen am angepeilten Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar entspräche dies einer operativen Marge von 25 Prozent.

Angesichts der jüngsten Ergebnisse von Activision und Vivendi Games bezeichnete Tippl diese Vorgaben jedoch als "eher konservativ". Activision hatte erst unlängst die eigene Prognose angehoben. Danach erwartet das Unternehmen nun im laufenden Geschäftsjahr (31.3.08) einen Umsatz von 2,65 Milliarden Dollar nach 2,45 Milliarden Dollar zuvor. Tippl sagte, alleine die erfolgreiche Gitarrensimulation "Guitar Hero" könnte im laufenden Geschäftsjahr "eine Milliarde Dollar" einspielen. Nach den Planungen soll der gebürtige Österreicher auch Finanzvorstand von Activision Blizzard.

Unterdessen sieht das Unternehmen eine mögliche Eintrübung der US-Konjunktur gelassen. Die Erfahrung lehre, dass "die Leute in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten weniger ausgehen". Dies komme Anbietern von Videospielen zugute, zitiert die Wirtschaftszeitung den Manager.

Der französische Konzern Vivendi hatte Anfang Dezember den Zusammenschluss seiner Spiele-Tochter mit dem US-Konkurrenten Activision angekündigt. Das neue Unternehmen Activision Blizzard wird im Rahmen der Transaktion mit insgesamt 18,9 Milliarden Dollar bewertet und wäre der weltweit größte Anbieter von Videospielen noch vor dem bisherigen Branchenprimus Electronic Arts.

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