Aktien Europa Ausblick: Etwas festere Jahresschlussbörse in Europa erwartet
Käufe von Fonds, die wegen der Abgeltungssteuer Zuflüsse zum Jahresende erfahren, und "Window Dressing" dürften wie am Vortag den Markt stützen, sagte ein Händler. Die Nachrichtenlage bleibe derweil sehr dünn und das Geschäft sollte ruhig verlaufen, sagten Händler. Die Vorgabe ist leicht positiv. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stand am Morgen 1,38 Prozent über seinem Niveau zum europäischen Börsenschluss vom Vortag. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index 1,28 Prozent höher. Mit einem Jahresminus von 42 Prozent musste der japanische Leitindex allerdings den größten Jahresverlust seiner Geschichte hinnehmen.
"Es deutete alles darauf hin, dass sich die europäischen Börsen kurz vor Jahresschluss ihren Weg weiter nach oben bahnten", sagte Jimmy Yates, Händler bei CMC Markets. "Sie ignorieren damit die Schwächeerscheinung der Wall Street von gestern und bauen auf dem auf, was wohl als die Weihnachtsrally 2008 zu betrachten ist."
Papiere von Autobauern wie PSA Peugeot Citroen , Renault und Fiat sollten auf Unternehmensseite im Auge behalten werden. Händler verwiesen auf Aussagen der US-Regierung, denen zufolge die Staatshilfen für die US-Autobauer erhöht werden sollen. Fünf Milliarden Dollar sollen in den Autofinanzierer GMAC gepumpt sowie die Kredite für General Motors (GM) um eine Milliarde US-Dollar erhöht werden.
Für die spanischen Versorger Iberdrola , Endesa und Fenosa könnte es ein hoplriger Start werden, nachdem die spanische Regierung beschlossen hat, die Stromtarife um durchschnittlich 3,6 Prozent zum 1. Januar anzuheben. Sie bleibt damit deutlich hinter der Empfehlung der Energieagentur CNE zurück, die eine Erhöhung von 30 Prozent empfohlen hatte, um eine Ausweitung der Verluste im kommenden Jahr zu verhindern.
Der spanischen Telefonica droht ebenfalls Ungemach. Bis zu 850 Millionen Euro oder zehn Prozent seiner Mobilfunkeinnahmen im Heimatland könnten als Strafe auf den Telekomkonzern zukommen, berichtetet "Expansion". Telefonica habe die Konkurrenten dazu animiert, ihre Tarife zu erhöhen, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf eine Empfehlung der spanischen Wettbewerbsbehörde CNC.
In Großbritannien könnte der Warenhauskonzern Debenhams für Gesprächsstoff sorgen. Wie die "Financial Times" berichtet, hat der Konzern darüber nachgedacht, sein Kapital zu erhöhen, um seine Schulden abzubauen. Als Grund nannte er die düsteren Aussichten für den Einzelhandel.
Beim Pub-Betreiber Punch Tavern's hat der Großaktionär und Hedgefonds-Manager David Einhorn offenbar seinen Anteil von 12,00 auf 7,4 Prozent reduziert, berichtet die "Financial Times". Das könnte die Titel bewegen.
Rolls-Royce könnte womöglich mit einem Auftrag bei den Anlegern punkten. Eine Tochter des russischen Gasmonopolisten Gazprom hat dem britische Turbinenhersteller einen Auftrag über acht Turbinen erteilt.
Das französische Pharmaunternehmen Ipsen sagte am Montag, es hoffe auf grünes Licht für sein Medikament Dysport in den USA Mitte kommenden Jahres./FX/RX/rum/la
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