23.07.2008 18:37
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Aktien Europa Schluss: Gewinne - Ölpreis sinkt - Übernahmefantasie bei Banken

        PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen Europas haben am Mittwoch teils kräftige Aufschläge verbucht und damit von dem weiter sinkenden Ölpreis profitiert. Übernahmespekulationen im Bankensektor sorgten Händlern zufolge ebenfalls für positive Stimmung.

    Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50  schloss mit plus 1,84 Prozent auf 3.387,50 Zähler und machte damit seine Vortagesverluste wieder wett. Der STOXX 50  rückte um 2,10 Prozent auf 2.890,68 Zähler vor. Der französische CAC-40-Index  ging mit einem Aufschlag von 1,88 Prozent auf 4.408,74 Punkten aus dem Handel. Der Londoner FTSE 100  stieg um 1,60 Prozent auf 5.449,90 Zähler.          In London gewannen HBOS   von Übernahmefantasien angetrieben 16,86 Prozent auf 292,38 Pence und waren damit der Favorit der Anleger im "Footsie". Laut Händlern gibt es im Markt Spekulationen, dass die spanische Bank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA)   sich für ihren britischen Konkurrenten interessiert. BBVA notierten mit plus 4,02 Prozent bei 12,41 Euro. Andere Finanzwerte legten im Kielwasser der Gerüchte ebenfalls zu. So setzten sich die Titel von Societe Generale mit einem Plus von 7,47 Prozent auf 62,00 Euro an die Spitze des EuroSTOXX 50. Dahinter folgten Aktien von Credit Agricole  , die um 7,39 Prozent auf 14,67 Euro zulegten.          Positiv aufgenommene Zahlen trieben die Papiere von PSA Peugeot Citroen   mit plus 9,23 Prozent auf 34,90 Euro an die CAC-Spitze. Der französische Autobauer hat im ersten Halbjahr dank seines Restrukturierungsprogramms CAP 2010 einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet. Von den Zahlen angetrieben legten auch die Aktien des heimischen Konkurrenten Renault   um 3,12 Prozent auf 57,84 Euro zu. Fiat-Titel   sprangen nach der Zahlenvorlage an und gewannen 13,88 Prozent auf 11,88 Euro. Der Autobauer schnitt im zweiten Quartal besser ab als am Markt erwartet und bestätigte die Ziele für 2008 und 2009.

    Eine Warnung vor zunehmender Zurückhaltung der europäischen Verbraucher drückten aber Aktien von Volvo   mit 2,33 Prozent auf 73,50 schwedische Kronen ins Minus. Im zweiten Quartal steigerte der schwedische Nutzfahrzeugbauer indes seinen Vorsteuergewinn stärker als erwartet.

    Für STMicroelectronics     ging es an der Pariser Börse angesichts positiv aufgenommener Zahlen um 6,30 Prozent auf 7,19 Euro nach oben. Der größte europäische Chiphersteller hat im zweiten Quartal mehr verdient und umgesetzt als von Experten erwartet. Titel von KPN   gewannen in Amsterdam nach Zahlen 4,99 Prozent auf 10,64 Euro. Der niederländische Telekomkonzern zeigt sich nach einem zufrieden stellenden zweiten Quartal zuversichtlicher für sein heimatliches Geschäft. Mit seinem Abschneiden von April bis Juni traf KPN die Analystenerwartungen.          Auch Aktien skandinavischer Telekomkonzerne sorgten ebenfalls für Gesprächsstoff. So ließ ein unerwartet deutlicher Gewinnanstieg im zweiten Quartal Tele2   um 1,87 Prozent auf 109,00 schwedische Kronen steigen. Börsianern zufolge hat die Bilanz dank einer Verbesserung im Mobilfunkgeschäft positiv überrascht. Telenor   büßten dagegen nach einem enttäuschenden Ausblick 3,86 Prozent auf 82,30 norwegische Kronen ein. Der Telekomkonzern hat zwar im zweiten Quartal mit seinem Gewinnwachstum vor Steuern die Markterwartungen getroffen, aber die Wachstumsziele für den Jahresumsatz gesenkt.

    GlaxoSmithKline-Papiere   verloren in London nach Zahlen 0,29 Prozent auf 1.227,50 Pence. Der Gewinn je Aktie (EPS) des britischen Pharmakonzern stagnierte im zweiten Quartal./la/sk

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