Aktien Frankfurt Eröffnung: Freundlich - Vorgaben stützen
Die US-Börsen hatten zwar vor dem Wochenende nach enttäuschenden Nachrichten aus der Finanzbranche Verluste verzeichnet, der Future auf den Dow Jones stand zuletzt aber 14 Punkte höher als zum Xetra-Schluss am Freitag. Der Nikkei-225-Index ging etwas fester aus dem Handel.
ThyssenKrupp-Aktien gewannen an der DAX-Spitze 2,15 Prozent auf 45,15 Euro. Wie der "Platow Brief" ohne Angaben von Quellen berichtet, dürfte der Industriekonzern am kommenden Mittwoch einen leicht über den Analystenerwartungen liegenden Quartalsgewinn vor Steuern (EBT) melden. Einem Händler zufolge ist dies jedoch keine große Überraschung, habe die ThyssenKrupp-Titel aber dennoch leicht gestützt.
Deutsche Post-Papiere hingegen verloren 0,05 Prozent auf 20,23 Euro. Nach dem US-Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) hat auch der zweite große amerikanische Paketzusteller FedEx am Freitagabend seine Gewinnerwartungen gesenkt. Der Gewinn je Aktie werde im vierten Quartal zwischen 1,45 und 1,50 US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Freitag in Memphis mit. Bisher war FedEx von 1,60 bis 1,80 Dollar ausgegangen. Analysten hatten zuletzt mit 1,69 Dollar gerechnet.
Papiere von SAP legten unterdurchschnittliche 0,41 Prozent auf 31,63 Euro zu. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Titel des Softwarekonzerns mit Verweis auf unsichere Wachstumsperspektiven von 42 auf 37 Euro gesenkt. Händlern zufolge wurden auch die Titel von Merck durch eine negative Studie dieser Investmentbank belastet. Morgan Stanley hat die Einstufung der Papiere des Pharma- und Chemieunternehmens von "Overweight" auf "Equal-weight" zurückgenommen. Den Experten zufolge könnten Forschungsergebnisse zu dem Darmkrebsmedikament Erbitux enttäuschen. Merck-Titel gaben am Indexende 1,16 Prozent auf 86,80 Euro ab.
Außerhalb der großen Indizes verloren die im SDAX notierten Aktien von Air Berlin 4,92 Prozent auf 7,34 Euro. In einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hatte Ryanair-Chef O'Leary nach dem drastischen Anstieg des Ölpreises auf über 120 Dollar pro Barrel eine Pleitewelle bei Fluggesellschaften prophezeit. Nach seiner Ansicht steckt besonders Air Berlin in großer Not. Die Berliner wiesen die Mutmaßungen indes zurück. "Man muss nicht auf jeden Quatsch reagieren, den O`Leary erzählt", sagte der Sprecher Peter Hauptvogel am Sonntag in Berlin. Schließlich habe dieser auch vor einiger Zeit erzählt, die Lufthansa werde bald weg sein. Börsianern zufolge belasteten die Aussagen des Ryanair-Chefs die Air Berlin-Papiere gleichwohl./la/ag
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