09.05.2008 09:30
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Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - AIG-Zahlen und Ölpreis

FRANKFURT (dpa-AFX) - Weitere Hiobsbotschaften über die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sowie neue Höchststände beim Ölpreis haben am Freitag Verluste am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Der Leitindex DAX verlor in den ersten Handelsminuten 0,67 Prozent auf 7.024,42 Punkte. Der MDAX büßte 0,27 Prozent auf 9.640,43 Zähler ein und der TecDAX gab um 0,56 Prozent auf 841,75 Punkte nach.

Vor allem der neue Rekordverlust des weltgrößten Versicherungskonzerns American International Group (AIG) belaste, sagten Börsianer. Der US-Ölpreis (WTI) stieg zudem am Morgen im asiatischen Handel auf ein neues Hoch bei 124,70 Dollar.

Erneut standen einige Unternehmen mit ihren Quartalsberichten und Jahresausblicken im Fokus der Anleger. Zahlreiche weitere schütten ihre Dividenden an diesem Tag aus. Neben der Postbank , BMW und adidas , werden auch HUGO BOSS , HOCHTIEF , HeidelbergCement und Wacker Chemie ex Dividende gehandelt.

Der Industriegasekonzern Linde verfehlte beim operativen Ergebnis im ersten Quartal die Durchschnittsprognose der von dpa-AFX befragten Analysten. Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen leicht unter den Erwartungen. Das Unternehmen bestätigte allerdings seinen Ausblick für 2008 und die mittelfristigen Ziele. Die Aktie büßte als schwächster Wert im DAX 2,46 Prozent auf 93,75 Euro ein.

Allianz Titel verloren 1,49 Prozent auf 128,43 Euro. Nach den Belastungen durch die Finanzkrise im ersten Quartal bekräftigte der Finanzkonzern das Gewinnziel für die Tochter Dresdner Bank nicht. Das bisherige Renditeziel von durchschnittlich mindestens 15 Prozent auf das Risikokapital bis 2009 könne nicht bestätigt werden, teilte die Allianz am Morgen mit. Auf Konzernebene hält die Allianz allerdings an ihrer Zielvorgabe fest, das operative Ergebnis bis 2009 im Schnitt um jeweils 10 Prozent zu steigern.

Ein Händler sagte dazu: Insgesamt sei die endgültige Bilanz etwas besser als die bereits veröffentlichten Eckdaten ausgefallen. Sie lägen damit allerdings immer noch deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen. Belastend wirke zudem der riesige, teils abschreibungsbedingte Verlust der AIG von 7,81 Milliarden Dollar, der auch die übrigen Finanzaktien im DAX drücke. Commerzbank etwa gaben um 1,33 Prozent auf 23,05 Euro nach und Deutsche Bank um 1,24 Prozent auf 76,45 Euro. Münchener Rück sanken um 0,91 Prozent auf 120,34 Euro./ck/fat





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