12.05.2008 14:45
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Aktien Frankfurt: Freundlich - ThyssenKrupp an der DAX-Spitze

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank positiver Vorgaben hat sich der deutsche Aktienmarkt am Pfingstmontag freundlich präsentiert. Der Leitindex DAX pendelte im Tagesverlauf in einer recht engen Spanne zwischen 7.030 und 7.070 Punkten und legte zuletzt um 0,52 Prozent auf 7.039,30 Zähler zu. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,47 Prozent auf 9.592,95 Zähler hoch. Der TecDAX  stieg um 0,41 Prozent auf 838,75 Punkte.

    Der Nikkei-225-Index  war etwas fester aus dem Handel gegangen und hatte den DAX damit in den ersten Handelsminuten zu einem moderaten Kurssprung nach oben verholfen. Marktteilnehmer sprachen ansonsten von einem ruhigen Feiertagshandel. Die US-Börsen werden zur Eröffnung im Plus erwartet.

    ThyssenKrupp-Aktien  gewannen an der DAX-Spitze 3,78 Prozent auf 45,87 Euro. Wie der "Platow Brief" ohne Angaben von Quellen berichtet, dürfte der Industriekonzern am kommenden Mittwoch einen leicht über den Analystenerwartungen liegenden Quartalsgewinn vor Steuern (EBT) melden. Einem Händler zufolge ist dies jedoch keine große Überraschung, habe die ThyssenKrupp-Titel aber dennoch gestützt. Henkel-Aktien  legten um 2,37 Prozent auf 29,79 Euro zu. Nach einem kurzen Rücksetzer zum Ende der Vorwoche versuchen sich die Papiere des Konsumgüterherstellers Börsianern zufolge erneut an der Widerstandsmarke von 30 Euro, die zuletzt mehrmals weitere Kursgewinne ausgebremst habe. Das Tageshoch lag mit 30,08 Euro knapp unter dem Hoch vom vergangenen Mittwoch bei 30,09 Euro.

    Deutsche Post-Papiere  hingegen verloren 0,10 Prozent auf 20,22 Euro. Nach dem US-Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) hatte auch der zweite große amerikanische Paketzusteller FedEx   am Freitagabend seine Gewinnerwartungen gesenkt. Der Gewinn je Aktie werde im vierten Quartal zwischen 1,45 und 1,50 US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Freitag in Memphis mit. Bisher war FedEx von 1,60 bis 1,80 Dollar ausgegangen. Analysten hatten zuletzt mit 1,69 Dollar gerechnet. Titel des Paketzustellers entwickelten sich im vorbörslichen US-Handel sehr schwach.

    Merck-Titel  gaben als einer der schwächsten Titel im Index 0,68 Prozent auf 87,22 Euro ab. Händler verwiesen als Belastung auf einen negativen Analystenkommentar. Morgan Stanley hatte die Pharmatitel von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft. Die auf der ASCO-Konferenz anstehenden Erbitux-Daten zur Indikation nicht-kleinzelliger Lungentumore (NSCLC) und kolorektaler Tumore könnten die Markterwartungen enttäuschen, hieß es.

    In dem freundlichen Marktumfeld gehörten die im TecDAX versammelten Solaraktien zu den größten Gewinnern. So rückten die Papiere von Q-Cells um 1,34 Prozent auf 71,95 Euro vor. Für Conergy-Titel  gaben die Anleger 0,99 Prozent mehr aus und bezahlten 12,30 Euro, und SolarWorld-Aktien  rückten um 0,87 Prozent auf 33,78 Euro vor.

    Außerhalb der großen Indizes verloren die im SDAX  notierten Aktien von Air Berlin  2,98 Prozent auf 7,49 Euro. In einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" hatte Ryanair-Chef   O'Leary nach dem drastischen Anstieg des Ölpreises auf über 120 Dollar pro Barrel eine Pleitewelle bei Fluggesellschaften prophezeit. Nach seiner Ansicht steckt besonders Air Berlin in großer Not. Die Berliner wiesen die Mutmaßungen indes zurück. "Man muss nicht auf jeden Quatsch reagieren, den O`Leary erzählt", sagte der Sprecher Peter Hauptvogel am Sonntag in Berlin. Schließlich habe dieser auch vor einiger Zeit erzählt, die Lufthansa werde bald weg sein. Börsianern zufolge belasteten die Aussagen des Ryanair-Chefs die Air Berlin-Papiere gleichwohl./la/sf

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