Aktien Frankfurt Schluss: Schwach - Neuer US-Ölpreisrekord und AIG belasten
Erneut standen einige Unternehmen mit ihren Quartalsberichten und Jahresausblicken im Fokus der Anleger. Zahlreiche weitere schütteten ihre Dividenden aus. Neben der Postbank , BMW und adidas wurden auch HUGO BOSS , HOCHTIEF , HeidelbergCement und Wacker Chemie ex Dividende gehandelt.
Der Industriegasekonzern Linde verfehlte beim operativen Ergebnis im ersten Quartal die Durchschnittsprognose der von dpa-AFX befragten Analysten. Auch beim Umsatz blieb das Unternehmen leicht unter den Erwartungen. Das Unternehmen bestätigte allerdings seinen Ausblick für 2008 und die mittelfristigen Ziele. Die Commerzbank stufte Linde von „Add“ auf „Hold“ ab. Das Papier büßte 4,12 Prozent auf 92,15 Euro ein.
Allianz-Titel verloren marktkonforme 1,01 Prozent auf 129,05 Euro. Durch die Finanzkrise geriet die Tochter Dresdner Bank im ersten Quartal erneut tief in die roten Zahlen. Die Zukunft des Kreditinstituts blieb am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen weitgehend offen. Bis Ende August soll das Privat- und Firmenkundengeschäft (PCC) der Bank als eigenes Unternehmen aufgestellt werden.
Zu den ebenfalls vorgelegten endgültigen Quartalszahlen der Allianz meinte ein Händler, dass diese etwas besser als die bereits veröffentlichten Eckdaten seien. Sie lägen damit allerdings immer noch deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen. Belastend wirke zudem der riesige, teils abschreibungsbedingte Verlust der AIG von 7,81 Milliarden Dollar, der auch die übrigen Finanzaktien im DAX drücke. Commerzbank gaben um 1,80 Prozent auf 22,94 Euro nach und Deutsche Bank verloren 1,51 Prozent auf 76,24 Euro.
Im MDAX fielen Titel von AMB Generali um 0,50 Prozent auf 116,32 Euro, hielten sich damit aber vergleichsweise gut. Der Gewinn des Versicherers ging im ersten Quartal wegen der Kapitalmarktkrise unerwartet stark zurück. Der Konzern bestätigte dennoch mit Einschränkungen die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Laut WestLB-Analyst Thomas lag die operative Entwicklung im Rahmen der Erwartungen. ARQUES Industries legten dagegen um 2,01 Prozent auf 9,62 Euro zu und waren damit Spitzenwert im Index der mittelgroßen Werte. Die Beteiligungsgesellschaft sieht eine Aufhellung des Börsenklimas in Deutschland und verbesserte Chancen für einen Börsengang ihres IT-Großhändlers Actebis noch in diesem Jahr.
Im TecDAX schlossen Freenet nach zwischenzeitlichen Gewinnen mit minus 0,79 Prozent bei 10,10 Euro. Mehrere Händler hatten sich überwiegend enttäuscht über die Zahlen zum ersten Quartal geäußert. Die Erwartung eines nun rascheren Verkaufs der DSL-Sparte sei aber gestiegen, was den Kurs stütze./gl/he
![]() | |
![]() | |
![]() |
| 04.07.2008 18:46 Wochenrückblick vom Parkett: Ölpreis und Bankentitel im Fokus | |
| 04.07.2008 18:25 Analyser to go: Citigroup stuft Marks&Spencer herab | |
| 04.07.2008 16:24 Analyser to go: WestLB hebt Schmack Biogas auf "Kaufen" |


















