Aktien New York Ausblick: Freundlich - Guter Start in die US-Berichtsaison
Gegen 14.35 Uhr stieg der Future auf den Dow Jones Industrial Index um 0,28 Prozent auf 11.407 Punkte. Am Dienstag hatte der US-Leitindex 1,36 Prozent auf 11.384,21 Zähler zugelegt. Der Future auf den NASDAQ-100-Index gewann 0,39 Prozent auf 1.875,75 Punkte. Tags zuvor war der Index mit einem Plus von 2,43 Prozent auf 1.871,28 Zähler aus dem Handel gegangen. Marktbewegende Konjunkturdaten werden nicht erwartet. Allerdings dürfte die Veröffentlichung der Öllagerbestände im Handelsverlauf neue Impulse geben.
Titel von Alcoa dürften von ihren am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen profitieren. Der US-Aluminiumkonzern kämpft zwar weiter mit steigenden Energiekosten. Der Gewinneinbruch war im zweiten Quartal allerdings nicht so stark ausgefallen wie erwartet. Die Aktien des Unternehmens reagierten bereits im vorbörslichen Handel mit Kursgewinnen. Analysten von UBS und Merrill Lynch hatten zwar ihre Kursziele für die Titel gesenkt, liegen aber mit den neuen Zielen immer noch über dem Schlusskurs vom Vortag.
Wachovia legten vorbörslich nach einem positiven Analystenkommentar zu. Merrill Lynch hatte die Titel von "Underperform" auf "Neutral" gehoben. Der Kurs der Aktie hänge nun davon ab, ob das Unternehmen unabhängig bleibe oder übernommen werde. Sollte es unabhängig bleiben, könnten die Titel durch steigende Kreditverluste und schwächere Gewinne belastet werden. Auch eine weitere Kürzung der Dividende sei möglich. Im Falle einer Übernahme dürfte die Aktie deutlich steigen. Allerdings bestehe das Risiko, dass ein möglicher Käufer nicht willens sei, die 16 bis 20 Dollar zu bezahlen, die ein fairer Preis für die Aktien seien.
Auch der Übernahmekampf zwischen dem belgischen Brauriesen InBev und dem US-Konzern Anheuser-Busch bleibt Thema am Markt. Anheuser-Busch hat den europäischen Rivalen wegen dessen milliardenschwerer Kaufofferte vor einem US-Gericht verklagt, wie am Dienstag bekannt wurde. InBev soll auf juristischem Weg davon abgehalten werden, bei den Aktionären von Anheuser-Busch um Unterstützung für einen Kauf zu werben.
Titel aus dem Einzelhandel sollten ebenfalls im Blick behalten werden. Morgan Stanley hatte seine Gewinnschätzungen je Aktie für die Unternehmen für 2009 um durchschnittlich drei Prozent gesenkt, die Kursziele um durchschnittlich acht Prozent. Schlüsselfaktoren für die Branche wie Immobilienpreise, Ölpreisinflation und Arbeitslosigkeit dürften sich in nächster Zeit nicht verbessern, schrieben die Analysten. Die Konsensschätzungen für 2009 seien unrealistisch. Die Experten betonten in ihrem Kommentar unter anderem Sears Holdings und Best Buy als "Underweight"-Titel. Wal-Mart Stores gehöre mit einer "Overweight"-Bewertung unterdessen zu den besten fünf.
An der NASDAQ liefert Google Gesprächsstoff: Der Internetkonzern kann die Beliebtheit seiner Onlinevideo-Tochter YouTube laut einem Medienbericht bisher weit weniger in Werbeeinnahmen ummünzen als erhofft. Mit Anzeigen rund um die Videos werde YouTube im laufenden Jahr rund 200 Millionen Dollar (127 Mio Euro) umsetzen, berichtete das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Google habe sich angesichts durchschnittlich mehr als einer Milliarde YouTube-Abrufen pro Tag deutlich mehr versprochen.
Cisco Systems gaben vorbörslich nach, nachdem UBS und RBC Capital ihre Kursziele für die Titel gesenkt hatten. Intuit könnten ebenfalls unter einem negativen Analystenkommentar zu leiden haben. Goldman Sachs hatte die Titel auf "Sell" gesenkt und auf die "Conviction Sell List" gesetzt. Das Kursziel reduzierten die Analysten von 31 auf 25 Dollar./FX/gr/he
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