16.05.2008 22:27
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Aktien New York Schluss: Kaum verändert

        NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienindizes sind am Freitag uneinheitlich aber allesamt kaum verändert aus dem Handel gegangen. Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten dämmte der Dow seine Verluste im Handelsverlauf ein, schaffte den Sprung in die Gewinnzone jedoch nicht mehr. Der hohe Ölpreis lastete Händlern zufolge auf der Stimmung. Für dessen Anstieg sei ein negativer Analystenkommentar mit verantwortlich. Auch das von der Universität von Michigan ermittelte Konsumklima fiel im Mai überraschend deutlich. Die Hausbaubeginne im April waren indes stärker als erwartet gestiegen.  

    Der Dow Jones Industrial (DJIA)   schloss mit minus 0,05 Prozent auf 12.986,80 Zählern. Der marktbreite S&P-500-Index  stieg um 0,13 Prozent auf 1.425,35 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank  der Composite-Index  um 0,19 Prozent auf 2.528,90 Zähler. Der NASDAQ 100 schloss prozentual unverändert mit minus 0,07 Punkten auf 2.031,27 Zählern.          Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte ihre Prognose für den Ölpreis im zweiten Halbjahr 2008 deutlich angehoben. Der Preis werde im Durchschnitt des zweiten Halbjahres auf 141 US-Dollar steigen, schreibt die Investmentbank in einer am Freitag veröffentlichten Studie. Bisher war Goldman Sachs noch von einem Ölpreis im Jahresschnitt von 107 Dollar ausgegangen. Der US-Ölpreis war nach der Veröffentlichung der Studie zeitweise auf einen neuen Rekord von 127,82 Dollar gestiegen.

     Der Konsumklimaindex war laut vorläufigen Berechnungen von 62,6 Punkten im Vormonat auf revidiert 59,5 Punkte gefallen. Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten mit 62,5 Punkten gerechnet. Der Index der Universität Michigan gilt als Stimmungsbarometer für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Der private Konsum ist die wichtigste Konjunkturstütze der größten Volkswirtschaft der Welt. Angesichts der jüngsten Finanzmarktturbulenzen steht der Konsum besonders im Blick.

    Gestützt auf den neuerlichen Anstieg der Ölpreise stiegen die Aktien der Ölunternehmen an die Spitze des Dow Jones. Chevron Corp.   stiegen mit plus 1,92 Prozent auf 100,38 US-Dollar an die Spitze des Dow Jones. ExxonMobil   folgten mit plus 1,50 Prozent auf 92,67 Dollar auf dem zweiten Platz. Die Angst vor Angebotsengpässen bei Mineralölprodukten hatte den Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni zuletzt erstmals über 127 Dollar steigen lassen.

    General Motors (GM)   sackten mit minus 2,59 Prozent auf 20,68 Dollar ans untere Indexende. Tags zuvor war der Kurs mit einem Plus von mehr als 5 Prozent an die Index-Spitze gestiegen. Banktitel gaben ebenfalls nach. Citigroup   verloren 2,57 Prozent auf 23,12 Dollar. Home Depot   sanken um 1,46 Prozent auf 29,10 Dollar. American Express   verloren 2,37 Prozent auf 48,68 Dollar.          Gesprächsthema blieb auch die Aktie von Yahoo!  : Der Internet-Konzern kommt nach seinem "Nein" zur Milliardenübernahme durch Microsoft   immer mehr unter Druck. Neben dem streitbaren US-Milliardär Carl Icahn ist auch ein Hedge-Fonds bei Yahoo! eingestiegen und unterstützt den offenen Machtkampf gegen die Konzernspitze. Die aggressiven Investoren wollen das Unternehmen doch noch zum Verkauf an Microsoft zwingen. Yahoo! wies unterdessen die Kritik Icahns scharf zurück. Seine Vorwürfe spiegelten ein grundlegend falsches Verständnis der Fakten wider, schrieb Verwaltungsratschef Roy Bostock am Donnerstagabend in einem offenen Brief an den US-Milliardär. Der Kurs von Yahoo! schloss unverändert auf 27,75 Dollar. Microsoft-Aktien fielen um 1,51 Prozent auf 30,01 Dollar.

     Der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM)   will einem Zeitungsbericht zufolge als Antwort auf Apples   iPhone-Mobiltelefon im dritten Quartal ein Modell mit berührungsempfindlichem Bildschirm auf den Markt bringen. Die RIM-Aktien fielen um 0,36 Prozent auf 140,21 Dollar. Das neue Modell "Thunder" (Donner) soll in Europa exklusiv bei Vodafone   zu haben sein, hieß es unter Berufung auf Insider. In den USA sei der zweitgrößte Mobilfunkanbieter Verizon Wireless - ein gemeinsames Unternehmen von Verizon   und Vodafone - exklusiver Partner. Die Aktien von RIM gaben davon unbeeindruckt 0,15 Prozent auf 140,50 Dollar nach. Verizon-Titel verloren 0,33 Prozent auf  38,77 Dollar. Apple-Papiere rutschten um 1,04 Prozent auf 187,75 Dollar ab./sf/he



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