05.02.2008 22:33
Drucken |

Schrift:

Aktien New York Schluss: Starke Verluste - Rezessionsängste sorgen für Druck

        NEW YORK (dpa-AFX) - Extrem schwache Konjunkturdaten haben am Dienstag erneut Rezessionsängste geschürt und die US-Börsen auf Talfahrt geschickt. Nachdem die vergangene Woche die stärkste Börsenwoche seit nahezu fünf Jahren gewesen war, ging es nun umso steiler wieder bergab. Auslöser war, dass sich der Einkaufsmanager-Index des US-Dienstleistungssektors im Januar so stark eingetrübt hat, dass er deutlich unter 50 Punkte fiel und damit ein Schrumpfen der US-Wirtschaft signalisierte.

 

    Der Leitindex Dow Jones  schloss mit minus 2,93 Prozent bei 12.265,13 Punkten auf Tagestief. Der marktbreite S&P-500-Index  verlor 3,20 Prozent auf 1.336,67 Zähler. Der NASDAQ Composite  büßte 3,08 Prozent auf 2.309,57 Punkte ein und der NASDAQ 100  sank um 3,02 Prozent auf 1.773,49 Zähler.

 

    "Der ISM-Bericht ist für eine Vielzahl von Investoren der endgültige Beweis dafür, dass wir uns in einer Rezession befinden", sagte Händler Todd Salamone von Schaeffer's Investment Research.  "Der ISM-Index ist richtiggehend eingebrochen und auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2001 zurückgegangen", fügte ein Volkswirt hinzu. Der ab Januar neu berechnete Gesamtindex der Einkaufsmanager im Dienstleistungsbereich startete mit 44,6 Punkten, während die von Thomson Financial befragten Volkswirte mit 53,0 Punkten gerechnet hatten.

 

    Zu den schwächsten Werten im Dow Jones zählten die Finanztitel: Citigroup   büßten als größter Verlierer 7,43 Prozent auf 27,05 US-Dollar ein. JPMorgan Chase   folgten mit minus 5,04 Prozent auf 43,89 Dollar. American International Group (AIG)   sanken um 4,51 Prozent auf 52,93 Dollar. Im S&P-100-Index  verloren Lehman Brothers   6,27 Prozent auf 59,82 Dollar.

 

    Die Titel des Kreditversicherers AMBAC Financial  hielten sich dagegen gut und schlossen unverändert bei 11,39 Dollar. MBIA  fielen um 3,18 Prozent auf 14,90 Dollar.

 

    Boston Scientific   hatte besser als erwartete Zahlen zum vierten Quartal bekannt gegeben. Die Aktie des Herstellers medizinischer Produkte gab um 0,62 Prozent auf 12,77 Dollar nach. Yum Brands  sanken um 2,93 Prozent auf 34,76 Dollar. Der Quartalsgewinn des Betreibers der Fastfood-Ketten KFC, Pizza Hut und Taco Bell war um knapp ein Prozent gefallen. Analyst Glen Petraglia von Citi Investment Research sagte, dass die Branche derzeit unter steigenden Rohstoffpreisen und einer schwachen Konsumnachfrage leide.

 

    Um 14,14 Prozent auf 71,03 Dollar brachen die Aktien der NYSE Euronext ein, nachdem der weltgrößte Börsenbetreiber im vierten Quartal die Markterwartungen erfüllt hatte. Die Aktien der Derivatebörse CME Group   fielen um 4,88 Prozent auf 588,80 Dollar. Der Gewinn des Börsengiganten hatte sich im vierten Quartal dank der Übernahme der CBoT nahezu verdoppelt. Er stieg in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um 96 Prozent auf 201,1 Million Dollar oder 3,75 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem Gewinn von 3,62 Dollar je Aktie gerechnet. Beim Umsatz blieb die CME Group, die nun auch die New York Mercantile Exchange (NYMEX) übernehmen möchte, aber hinter den Prognosen des Marktes zurück. Während Analysten mit  535,3 Millionen Dollar gerechnet hatten, gab die CME ein Plus von 88 Prozent auf 529,5 Millionen Dollar bekannt.

 

    Die Papiere von Tyco International   sanken trotz starker Zahlen zum ersten Geschäftsquartal um 0,74 Prozent auf 40,30 Dollar. Der bereinigte Gewinn des Mischkonzerns hatte die Markterwartungen übertroffen.

 

    Zu den wenigen Titeln mit Kursgewinnen zählten die der News Corporation   . Sie stiegen um 0,60 Prozent auf 20,08 Dollar. Der von Rupert Murdoch kontrollierte Medienkonzern hatte zwar in seinem zweiten Geschäftsquartal wegen eines schwächeren Filmgeschäfts den Gewinn kaum gesteigert, bei den Fernsehsendern dagegen verdiente er wegen höherer Werbeeinnahmen mehr als ein Jahr zuvor.

 

    Im Fokus standen zudem weiter die Aktien von Microsoft  , Yahoo!   und Google  . Nach dem milliardenschweren Übernahmeangebot des Software-Riesen hat nun Murdoch Spekulationen über eine mögliche Gegenofferte eine klare Absage erteilt. Zudem wollen die EU-Wettbewerbshüter wie erwartet das Vorhaben genau unter die Lupe nehmen und bereiten eine vertiefte Prüfung vor. Microsoft verloren 3,81 auf 29,03 Dollar und Yahoo! gaben um 1,13 Prozent auf 29,00 Dollar nach. Mit einem Anstieg von 2,29 Prozent auf 506,42 Dollar reagierten dagegen die Google-Aktien./ck/he

 



 0 Bewertungen dieses Artikels: 

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.

Anzeige

Anzeige

Aktuelle News

15:00 UhrRohöl: Händler manipulierte an der ICE
10:03 UhrElektro und Hybrid: Stromstöße für die Autobranche
10:00 UhrDAX-Bilanz: Commerzbank hui, VW pfui
08:52 UhrInfineon: Alles auf Berlin
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 03.07.2009
03.07.2009dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 29.06. bis 03.07.2009
03.07.2009Devisen: Eurokurs rutscht wieder unter 1,40 US-Dollar
03.07.2009ROUNDUP: IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009IKB bekommt weitere Milliarden Staatshilfe
03.07.2009DIW-Präsident rechnet mit drastischem Anstieg der Staatsverschuldung
03.07.2009SZ": Ex-Siemens-Chef von Griechenland gesteht
03.07.2009Michael Jacksons Tod beschert US-Auktionshaus Rekordgewinne
03.07.2009Anwaltskanzlei prüft Klage gegen Ex-HRE-Vorstandschef Georg Funke
03.07.2009Börsen in Europa Schluss: Uneinheitlich, US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen
03.07.2009Scheichtum Katar vor Einstieg bei Porsche
03.07.2009DIW-Präsident Zimmermann: "Man könnte meinen, es gäbe keine Krise"
03.07.2009Deutsche Anleihen: Etwas schwächer nach Gewinnmitnahmen
03.07.2009Regelung für mehr Anlegerschutz wackelt wieder
03.07.2009Aktien Osteuropa Schluss: Verluste - Ruhiger Handel, Wall Street geschlossen
03.07.2009Presse: Volkswagen - Elektroautos ab 2013
03.07.2009Aktien Wien Schluss: Verluste - Wenig Geschäft wegen US-Feiertag
03.07.2009Aktien Moskau Schluss: Verluste - Fallende Ölpreise
03.07.2009Marktkommentar: El Niño spielt wieder mit
03.07.2009Aktien Zürich Schluss: Leicht im Minus - Fehlende Impulse aus den USA
03.07.2009ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - Abwarten und Tee trinken
03.07.2009Aktien Frankfurt Schluss: DAX im Sommerloch - 'Abwarten und Tee trinken'
03.07.2009Fonds, die sich wieder lohnen (EuramS)
03.07.2009Wiederholt sich die Geschichte? (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Alles auf Berlin (EuramS)
03.07.2009Wahre Werte gegen die Krise (EuramS)
03.07.2009Nie ohne Begleiter (EuramS)
03.07.2009Auf Messers Schneide (EuramS)
03.07.2009TAGESVORSCHAU: Termine am 6. Juli 2009
03.07.2009WOCHENVORSCHAU: Termine bis zum 10. Juli 2009
03.07.2009Wochenrückblick KW 27
03.07.2009Börse Frankfurt Schluss: DAX leicht im Minus, Commerzbank an der Spitze
03.07.2009Personalien der Woche
03.07.2009Deutsche Börsen mit Verlusten -- Quelle-Katalog: Druck gestoppt --Bundestag beschließt Bad Bank-Gesetz -- Hapag Lloyd: Doch Staatshilfe? -- Magna nicht alleiniger Verhandlungspartner um Opel
03.07.2009Frankfurt Intern: Schlechtes Umfeld für Neulinge
03.07.2009ROUNDUP 2: Autobranche droht Absturz nach Abwrackboom
03.07.2009Börse Frankfurt-News: Dämpfer für Konjunkturoptimisten (Anleihen)
03.07.2009Kommentar: Entwertung
03.07.2009EUWAX-Kolumne: Trends am Nachmittag - Abwärtsbewegung vorerst gebremst - DAX stabilisiert sich im Bereich der 4.700er Marke
03.07.2009ROUNDUP: VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009British Airways muss im Juni Passagierrückgang hinnehmen
03.07.2009VW im ersten Halbjahr mit Absatzminus von fünf Prozent
03.07.2009ANALYSE: Morgan Stanley senkt Symrise auf 'Equal-weight'
03.07.2009Rolls-Royce erhält Auftrag von Turkish Airlines
03.07.2009Aktien New York Ausblick: Börsen geschlossen - Feiertag am Samstag
Wie kaufen Sie am liebsten ein?
Online/Internet
Versandhandel/Katalog
Kaufhaus
Ich habe keine eindeutige Präferenz




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut       schlecht
Problem mit dieser Seite?