21.08.2008 22:27
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Aktien New York Schluss: Uneinheitlich - Finanzbranche bleibt Sorgenkind

        NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem abermals von Schwankungen geprägten Handel haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. "Öl ist der treibende Faktor und dann spielen noch eine Reihe anderer Faktoren eine verstärkende Rolle." sagte Doug Roberts, Chefinvestment-Stratege von Channel Capital Partners mit Blick auf die Sorgen der Wall Street über die Finanzbranche. Der Ölpreis war im Tagesverlauf auf deutlich über 120 US-Dollar geklettert und notierte am Abend bei 121,59 Dollar. Titel aus der Finanzbranche gehörten wieder einmal zu den Verlierern. Die Aktie des ins Taumeln geratenen Hypothekenfinanzierers Fannie Mae   drehte indes ins Plus. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach die US-Notenbank dem schwer angeschlagenen Immobilienfinanzierer Fannie Mae 10 Milliarden Dollar zuschießen will. Am Mittwoch hatte der Titel noch 20 Prozent eingebüßt.

    Der Leitindex Dow Jones gewann 0,11 Prozent auf 11.430,21 Zähler. Der marktbreite S&P-500-Index  stieg um 0,25 Prozent auf 1.277,72 Zähler. An der NASDAQ fiel der Composite-Index  um 0,36 Prozent auf 2.380,38 Punkte. Der NASDAQ 100  ging um 0,33 Prozent auf 1.906,74 Punkte zurück.

    Nach einem schwachen Start drehten die Titel von Fannie Mae und Freddie Mac   ins Plus und zeigten sich im Laufe des Handels schwankungsanfällig. Fannie Mae sprangen um plus 10,23 Prozent auf 4,85 Dollar, während Freddie Mac die Kursgewinne nicht halten konnten und mit minus 2,77 Prozent auf 3,16 Dollar schlossen. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach die US-Notenbank dem schwer angeschlagenen Immobilienfinanzierer Fannie Mae 10 Milliarden Dollar zuschießen will.

    Die angeschlagene Investmentbank Lehman Brothers   führte einem Zeitungsbericht zufolge erfolglos Gespräche über einen weitreichenden Einstieg asiatischer Großinvestoren. Die Aktien fielen im Handelsverlauf zeitweise um mehr als vier Prozent und gingen schließlich mit minus 0,07 Prozent auf 13,72 Dollar nahezu unverändert aus dem Handel. Mit zwei staatlichen Geldgebern aus Südkorea und China habe die viertgrößte US-Investmentbank vertraulich über den Verkauf von bis zu 50 Prozent ihrer Anteile verhandelt, berichtete die "Financial Times" (Donnerstag) unter Berufung auf Personen aus dem Umfeld der potenziellen Käufer. Der von Lehman verlangte Preis sei den Investoren jedoch zu hoch gewesen. Aktien von Goldman Sachs   büßten 1,16 Prozent auf 156,42 Dollar ein. Morgan Stanley   gaben um 0,91 Prozent auf 37,06 Dollar nach.

    Titel von Burger King   verloren 7,10 Prozent auf 25,50 Dollar. Die weltweit zweitgrößte Schnellrestaurant-Kette setzt nach einem Rekordjahr auf weiteres Wachstum. Der McDonald's-Konkurrent   hatte den Gewinn im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 2008 (30.Juni) um 42 Prozent auf 51 Millionen US-Dollar gesteigert. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich um neun Prozent auf 646 Millionen Dollar (436 Mio Euro). Händler verwiesen jedoch auf die Gewinnmarge, die geringer als erwartet ausgefallen sei. McDonald's büßten 0,19 Prozent auf 62,31 Dollar ein.

    Die Aktien von H.J. Heinz   gewannen nach Zahlen 0,54 Prozent auf 51,99 Dollar. Der Ketchuphersteller hatte im ersten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet und seine Gesamtjahresprognose angehoben. Je Aktie legte der Gewinn von 0,63 auf 0,72 Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit 0,66 Dollar gerechnet.

    Öltitel zeigten sich angesichts des gestiegenen Ölpreises als Gewinner. Chevron   sprangen mit plus 2,38 Prozent auf 88,52 Dollar an die Spitze des Dow Jones Industrial Average (DJIA). ExxonMobil legten um 1,95 Prozent auf 80,35 Dollar zu. Auch ConocoPhillips   mit plus 5,19 Prozent auf 85,05 Dollar bauten ihre Vortagesgewinne aus./stb/he



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