23.07.2008 18:33
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Aktien Zürich Schluss: Unter Tageshoch fester - Großbanken gefragt

        ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Mittwoch deutlich im Plus beendet. Nach einem Tageshoch am späten Nachmittag verlor die Börse jedoch wieder an Terrain. Überwiegend positive Nachrichten aus den USA und Deckungskäufe verhalfen den Aktien der Großbanken zu den deutlichsten Aufschlägen bis Handelsende.

    Von der Wall Street erhielt der Markt am Nachmittag noch einmal Auftrieb. Die US-Börsen notierten bis Handelsschluss in Europa im Plus und profitierten von dem wieder gesunkenen Ölpreis. Von Konjunkturseite waren die Impulse aus Amerika durchwachsen: Die Zahl der Hypothekenanträge ging zurück, die US-Lagerbestände an Rohöl sanken nicht ganz so deutlich wie erwartet.

    Der SMI  schloss 135,99 Punkte oder 1,96 Prozent höher auf 7.058,24 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI  gewann 2,08 Prozent auf 1.062,13 Punkte und der SPI  1,89 Prozent auf 5.913,29 Punkte.

    Als Tagessieger an der Tabellenspitze im SMI/SLI schlossen Credit Suisse   (+7,1% auf 49,90 Franken). Die Großbank informiert an diesem Donnerstag über den Geschäftsverlauf im zweiten Quartal. Auf Platz zwei folgten UBS   (+6,0% auf 23,30 Franken). Julius Bär   dagegen rutschten bis Handelsende auf die vorletzte Position (-3,1% auf 64,95 Franken). Händler machten Gewinnmitnahmen und eine gewisse Enttäuschung über die heute vorgelegten Zahlen zum Neugeldzufluss und der Höhe der verwalteten Vermögen verantwortlich.

    Swatch     (+4,5% auf 254 Franken) profitierten von einer strategische Beteiligung an einem Luxusgüter-Einzelhandelsunternehmen in der Golf-Region. Richemont   (+3,9% auf 62,10 Franken) legten ebenfalls deutlich zu.

    ABB   (+4,0% auf 30,22 Franken) notierten vor den Quartalszahlen gegen Handelsende auf einem neuen Mehr-Wochenhoch (30,26 Franken). Händler berichteten von guten Nachfrageimpulsen.

    Bei Actelion (+4,0% auf 55,25 Franken) gab es im Zuge der am Dienstag veröffentlichten Zahlen mehrere aktuelle Studien von Banken: Während Goldman Sachs und Helvea das Kursziel erhöht und die Einstufung "Buy" bestätigt haben, bleibt die Citigroup bei "Sell"; Clariden Leu hatte sowohl das Kursziel gesenkt als auch das Rating auf "Marketperform" herabgestuft.

    Ebenfalls gefragt waren Kühne + Nagel (+3,9% auf 91,75 Franken). JPMorgan hatte das Kursziel für die Aktien des Logistikunternehmens auf 128 (130) Franken zurückgenommen, aber das Rating auf "Overweight" belassen.

    Bei den Versicherungstiteln konnten sich ZFS   (+3,9% auf 284 Franken) und Swiss Re   (+3,6% auf 68,40 Franken) absetzen. Auch hier sei eine technische Erholung zum Tragen gekommen, hieß es am Markt. Zudem hätten bei Swiss Re   Aussagen des VR-Präsidenten Peter Forstmoser in einem Interview das Sentiment positiv beeinflusst. Swiss Life (+2,3% auf 284,75 Franken) und Baloise (1,5% auf 104,80 Franken) tendierten nicht ganz so stark.

    Holcim   (+2,8% auf 78,30 Franken) zeigten sich erholt, wurden nach Händleraussagen jedoch von den enttäuschenden Geschäftszahlen des Wettbewerbers Cemex gebremst.

    Im unteren Tabellendrittel fanden sich dagegen die defensiven Nestle   (+0,5% auf 44,70 Franken), Roche   (+1,2% auf 179,40 Franken) sowie Novartis   (unv. bei 60,35 Franken). Im Ausland hatten die Pharmakonzerne Pfizer und GlaxoSmithKline (GSK) Zahlen veröffentlicht. Während Pfizer den Nettogewinn im zweiten Quartal verdoppelt hat, steht GSK vor einem Strategiewechsel. /AWP/sb

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