Algodyne Ethanol Energy Aktie [WKN: A0LEJ9 / ISIN: US01660A1060]

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14.12.2006 10:12
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Algodyne Ethanol Energy; Vorstandsinterview

Speicher (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Der Börsenspion" führten das folgende Interview mit Richard Nikolaus Ritter von Raffay, Vorstand von Algodyne Ethanol Energy (ISIN US01660A1060/ WKN A0LEJ9):

Der Börsenspion: Bitte beschreiben Sie unseren Lesern das Businessmodell von Algodyne. Welche technologischen Innovationen kann die Firma aufweisen?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Unser Businessmodell ist ganz klar auf die Produktion von Ethanol aus (Algen-)biomasse im industriellen Maßstab ausgerichtet. Durch den Einsatz von sogenannten Direkt-Alkohol-Brennstoffzellen, deren Wirkungsgrad wir entscheidend verbessern konnten, sind wir zudem in der Lage, Elektrizität aus Ethanol wirtschaftlich zu erzeugen. Die Lizenzierung unserer Technologie an Betreiber von Produktionsanlagen stellt eine weitere Säule unseres Geschäftsmodells dar. Zurzeit laufen die Planungen und Verhandlungen für den Bau einer ersten Algenfarm im großen Maßstab.

Unsere eigentliche technologische Innovation ist ein revolutionäres Verfahren, mit dem wir quasi unbegrenzte Mengen Biomasse in Form von Mikroalgen auf relativ einfache Weise an Land produzieren können. Durch die Kombination von Hochfrequenztechnologie und der Einspeisung von CO2 in das System sind wir in der Lage, die ohnehin schon sehr hohe Wachstumsrate der Algen noch signifikant zu steigern. Darüber hinaus haben wir spezielle Enzyme entwickelt, mit deren Hilfe wir fast die gesamte Alge für die Fermentation zu Bio-Ethanol nutzbar machen können.

Der Börsenspion: Welche Expertise besitzt das Managementteam von Algodyne?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Meine Person beschäftigt sich ca. 25 Jahren mit dem Subjekt alternativer Energie. Daher bestehen weltweite Kontakte auf diesem Gebiet. Ich selbst war auch z.B. für eine geraume Zeit an der New York Mercantile Exchange tätig, wo wir uns damals besonders um Preissicherungsgeschäfte in der Sparte Rohöl, Gas, Benzin, Diesel und Flüssiggas kümmerten, daher ist mir das Thema Energie sehr vertraut und verfüge über jahrzehntelange Management-Erfahrung.

Unser Wissenschaftsteam kann mit einmaligen Forschungsergebnissen in Bezug auf Energiegewinnung aus Algen aufwarten. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit einem weltweiten Netz aus Wissenschaftlern in Europa, Russland und Japan zusammen.

Der Börsenspion: Sie sind im Bereich Ethanolherstellung aus Algen tätig. Was sind die Vorteile der Algenextraktion gegenüber den herkömmlichen Ethanolgewinnungsformen?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Nun, unser Ansatz setzt bei der zur Ethanolproduktion nötigen Biomasse an. Im Augenblick wird Ethanol vorwiegend aus hochwertigem Getreide wie Weizen, Roggen oder Mais und Zuckerrohr gewonnen. Diese Pflanzen im großen Maßstab anzubauen ist relativ kapitalintensiv und aufgrund der niedrigen Wachstumsrate auch sehr zeitaufwendig und damit wenig effektiv. Bei der Suche nach Alternativen sind wir relativ schnell auf verschiedene Mikro- als auch Makroalgenarten gestoßen, die eine sehr hohe Wachstumsrate und eine hohe Unempfindlichkeit gegen wechselnde Umwelteinflüsse aufweisen. Alles in allem glauben wir sagen zu können, dass wir den Schlüssel zu einer umweltverträglichen Energiewirtschaft des 21. Jahrhunderts in Händen halten.

Der Börsenspion: Welche Perspektiven hat der internationale Ethanolmarkt in den nächsten Jahren?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Ethanol, das aus Biomasse gewonnen wurde, ist ein nachwachsender Energieträger, der gegenüber fossilen Energieträgern CO2-neutral ist und langfristig wirtschaftliche Vorteile bietet. Selbst wenn der gegenwärtige Energiepreis sich halbieren sollte (wovon eigentlich niemand ausgeht), würde dies unserem Ethanolprojekt keinen Abbruch leisten. In Deutschland hat z.B. die Bundesregierung kürzlich das Biokraftstoffquotengesetz verabschiedet, das regelt, dass ab 01.01.2007 dem an öffentlichen Tankstellen verkauften Benzin ein gewisser Anteil Bioethanol beigemischt sein muss. Ähnliches geschieht gerade in vielen industrialisierten Ländern und wir prognostizieren ein nachhaltiges Wachstum der weltweiten Nachfrage von Bioethanol für mindestens die nächsten 25 Jahre. Denken Sie allein an den gigantischen Kraftstoffbedarf extrem bevölkerungsreicher Länder wie China und Indien. Wir haben z.B. heute schon Anfragen von chinesischen Konsortien, die unbedingt so schnell wie möglich auf Basis unserer Technologie Ethanol für den Heimatmarkt produzieren wollen. Auch Malaysia und verschiedene afrikanische Länder klopfen bereits an unsere Tür. Augrund unserer einmaligen Technologie sehen wir uns in diesem Zukunftsmarkt glänzend aufgestellt.

Der Börsenspion: Wie sieht die finanzielle Situation Ihrer Firma aus?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Die finanzielle Situation unserer Firma ist gesichert und wir verfügen über eine solide Kapitaldecke. Wir stehen derzeit mit verschiedenen Private Equity und Venture Capital Gesellschaften in Verhandlungen, um weitere Investitionen in exzellente Wissenschaftler und Hochtechnologieanlagen tätigen zu können.

Der Börsenspion: Welche einzelnen Entwicklungsschritte stehen demnächst an?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Der nächste Schritt wird der Bau einer ersten Produktionsstätte im größeren Maßstab sein, über den genauen Umfang und die geographische Lage werden wir die Öffentlichkeit in Pressemeldung informieren, im Augenblick sind die Details noch geheim, nur soviel: sie werden sehr überrascht sein. Außerdem arbeiten wir an weiteren technologischen Durchbrüchen im Bioenergiebereich und wollen hierzu im Laufe der Jahre 2007/8 erste Ergebnisse präsentieren.

Der Börsenspion: Welche unmittelbaren Konkurrenten hat Algodyne?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Uns sind keine Mitwettbewerber mit einer vergleichbar fortschrittlichen Technologie wie der unseren bekannt. Es gibt zwar beispielsweise in Israel Bestrebungen, die in die gleiche Richtung zielen, bisher aber ohne für uns erkennbaren Erfolg.

Der Börsenspion: Sind Patente angemeldet oder in Vorbereitung?

Richard Nikolaus Ritter von Raffay: Unsere Patentanwälte haben mir strikt untersagt, über dieses Thema zu sprechen (lacht), aber Sie können sich sicher sein, dass wir alles Notwendige unternehmen, um unser geistiges Eigentum zu schützen und zu kapitalisieren. (Interview vom 10.12.2006) (14.12.2006/ac/a/a)

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