07.06.2007 09:40
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Applied Biosystems startet Early-Access-Programm für neue Sequenzier-Technologie

Applied Biosystems (NYSE:ABI), ein Unternehmen der Applera Corporation, hat heute den Start seines Early-Access-Programms für sein DNA-Sequenziersystem der nächsten Generation bekannt gegeben. Die Firma erklärte, dass es erste Geräte seines SOLiD™-Systems an führende Forschungszentren, darunter auch die Universität von Stanford, ausgeliefert hat. Außerdem nimmt es jetzt Bestellungen anderer Kunden entgegen. Die SOLiD-Plattform basiert auf der Sequenzierung durch Oligonukleotid-Ligation und Detektion. Sie ist das System der nächsten Generation für DNA-Analyse mit sehr hohem Durchsatz. Im Gegensatz zu polymerasebasierten Sequenziermethoden nutzt das SOLiD-System eine patentierte Technologie, die sich "schrittweise Ligation" nennt. Diese erzeugt qualitativ hochwertige Daten für Anwendungen wie beispielsweise die Entschlüsselung eines kompletten Genoms, für medizinisches Sequenzieren, für Genotypisierung, Genexpression und der Entdeckung von ncRNA. Die Hoffnung, die in das Next-Generation-Sequencing gelegt wird, ist es, genetische Informationen in der Forschung und im medizinischen Bereich stärker einzubinden, die Kosten für die DNA-Sequenzierung zu senken, ohne dass darunter die Qualität leidet, und Entdeckungen möglich zu machen, die die medizinische Praxis revolutionieren könnten. Applied Biosystems hat im Juli 2006 von Agencourt Personal Genomics eine Mustertechnologie für das Next-Generation-Sequencing erworben und in kurzer Zeit das SOLiD-System entwickelt. In weniger als einem Jahr hat Applied Biosystems den Probendurchsatz um ein Fünffaches und die zu lesende Basenlänge um 66 Prozent erhöht. Das Ergebnis ist ein System, das Fortschritte in der medizinischen Forschung, in der Gesundheitsvorsorge und anderen Forschungszweigen beschleunigt. In Zusammenarbeit mit führenden Forschungsreinrichtungen entwickelt Applied Biosystems Anwendungen für das SOLiD-System. Daran beteiligt sind unter anderem die Universität in Stanford, das Broad Institute, das Wellcome Trust Sanger Institute, das Baylor College of Medicine, das Joint Genome Institute, die Universität von Queensland (Australien) und die Universität von Washington. Diese kontinuierliche Zusammenarbeit hat zu einer der am weitest entwickelten Next-Generation-Sequenzing-Plattformen geführt. Das SOLiD-System zeichnet sich durch folgende Attribute aus: Das SOLiD-System basiert auf einer Zwei-Basen-Kodierung (2-base encoding), einem patentierten Mechanismus, der eine Base während des Sequenziervorgangs zweimal abfragt, um Lesefehler auszuschließen, und zu sehr genauen Analysedaten führt. Das SOLiD-System kann mehr als ein Giga-Basen verwertbarer Sequenzier-Daten pro Lauf generieren. Das macht es zu einem der Next-Generation-Sequencing-Geräte mit dem höchsten Durchsatz. Ein Giga-Basen ist die Datenmenge, die einem Drittel des menschlichen Genoms entspricht, das aus drei Milliarden DNA-Basen besteht. Die hohe Genauigkeit des SOLiD-Systems, in Verbindung mit der Mate-pair-Analyse ermöglicht es, Sequenzabweichungen zu erkennen. Dazu gehörten beispielsweise SNPs, Gene-Copy-Number Variations, Verdoppelung von Einzelbasen, Verschiebungen, Insertionen und Deletionen. Die Mate-pair-Probenvorbereitung ist eine Methode, die eine äußerst genaue Sequenzannotierung ermöglicht, die für die Analyse komplexer Genome notwendig sind. So lassen sich beispielsweise das Genom des Menschen, der Maus oder anderer Modellorganismen analysieren. Zusätzlich zur hohen Genauigkeit bietet die Mate-pair-Analyse Wissenschaftlern ein flexibles System, das eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen ermöglicht. Dazu gehören Gen-Expressions-Studien zur Erkennung von gering exprimierten Genen, die auf Hybridisierungsarrays unsichtbar bleiben. Das SOLiD-System wurde dazu entwickelt und ist bereits heute so konfiguriert, auch zukünftigen Sequenzier-Anwendungen gerecht zu werden, die eine höhere Dichte von Sequenzen pro Slide voraussetzen. Dies ist die Basis für noch anstehende komplexere Genom-Studien. "Wir haben bei der Entwicklung des SOLiD-Systems schnell Fortschritte gemacht. Wir halten es, nachdem wir mehr als 40 unterschiedliche Next-Generation-Sequencing-Technologien ausgewertet haben, für die am Markt am besten nutzbare Technologie", sagt Mark P. Stevenson, Präsident der Molekular- und Zellbiologiesparte von Applied Biosystems. "Wir werden auch weiterhin mit unseren Kunden und Partnern zusammenarbeiten, um das System auszubauen und eine Vielzahl von Anwendungen zu entwickeln. Denn wir glauben, dass die Plattform für die Life-Science-Community das Gerät der Wahl für gegenwärtige und zukünftige DNA-Analyseprojekte sein wird." Wissenschaftler an der Universität von Stanford haben bereits Daten ausgewertet, die auf einem SOLiD-System erzeugt wurden, um komplexe biologische Prozesse besser zu verstehen. Dr. Arend Sidow, Extraordinarius an der Stanford School of Medicine, hat 282 Megabasen Sequenzdaten auf dem SOLiD-System generiert. Sidow war dadurch in der Lage, eine hochaufgelöste Karte der Nukleosome in C. elegans (Fadenwurm), einem Modellorganismus für die Untersuchung biologischer Prozesse, zu schaffen. Es wird vermutet, dass die Lage der Nukleosome – schraubenförmig gewundener DNA-Komplexe – einen Einfluss auf die Genexpression hat und Einblicke in wichtige Regelmechanismen wie die DNA-Transkription liefert. "Ich glaube, dass die SOLiD-Technologie das Potenzial hat, bei der Sequenzierung zum Durchbruch zu führen. Und das in jeder Anwendung, die darauf abzielt, biologische Funktionen in komplexen Genomen zu verstehen”, sagt Sidow. "Nach der Prüfung verschiedener möglicher Technologien freuen wir uns darauf, diese Technologie mit sehr hohem Durchsatz für Projekte wie targeted Resequencing von Krebs-Genen und andere medizinisch relevante Forschung einzusetzen.” In einem mikrobiologischen Sequenzier-Projekt entschlüsselte Dr. George Weinstock, stellvertretender Direktor am Human Genome Sequencing Center at Baylor College of Medicine, zuerst einen Strang von Escherichia coli nach der Sanger-Methode. Dann benutzte er das SOLiD-System, um das Genom erneut zu sequenzieren und die Abfolge zu überprüfen. Das SOLiD-System, das paarweise untersucht, identifizierte zahlreiche Dopplungen, die durch die Sanger-Methode nicht erfasst worden waren. "Die Mate-pair-Technologie des SOLiD-Systems wird uns in die Lage versetzen, äußerst genaue Sequenzier-Daten von Pathogenen, die für Infektionskrankheiten verantwortlich sind, und anderen Mikroben zu erhalten”, sagt Weinstock. "In unseren zukünftigen Bemühungen werden wir weiter daran arbeiten, Phänotyp und Genotyp von Bakterien zueinander in Verbindung zu setzen, die in engem Zusammenhang mit dem Genom stehen. Für diese Forschungsprojekte freuen wir uns auf die Next-Generation-Sequenzing-Technologie, die in der Lage ist, alle Arten der genetischen Variation, die zwischen unterschiedlichen Spezies vorkommen können, zu identifizieren.” Dr. Elaine Mardis Ph.D., Direktorin für technische Entwicklung und stellvertretende Direktorin am Genome Sequencing Center der Washington University School of Medicine, ist Expertin für die Entwicklung von DNA-Sequenzier-Technologien. Sie ist verantwortlich für viele Arbeitsabläufe und automatisierte Systeme, die zurzeit im Genom Sequencing Center eingesetzt werden. "Wir sind sehr begeistert davon, am Early-Access-Programm von Applied Biosystems teilzunehmen”, sagt Mardis. "Der frühe Zugang zum SOLiD-System versetzt uns in die Lage, diese sehr wichtige Next-Generation-Sequencing-Plattform zu testen und Schlüsselapplikationen zu entwickeln, welche die Stärken des Systems ausnutzen. Der frühe Zugang zu dem Gerät setzt unsere lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Applied Biosystems fort." Applied Biosystems ist eines der weltweit führenden Unternehmen, das technikbasierte Systeme, Reagenzien, Software und Service für den Life-Science-Markt entwickelt und vertreibt. Das Unternehmen hat die Technik vertrieben, die dazu beigetragen hat, das menschliche Genom zu entschlüsseln. Durch die Entwicklung des SOLid-Systems setzt Applied Biosystems seine Führung im Bereich der DNA-Sequenzierung fort. Es vertreibt eine Technik, die Wissenschaftlern dabei hilft, genetisch bedingte Krankheiten zu verstehen und zu behandeln. Weitere Informationen zum SOLiD-System sind erhältlich unter http://solid.appliedbiosystems.com. Weitere Informationen über Applied Biosystems erhalten Sie von: abdirect@eur.appliedbiosystems.com oder unter http://europe.appliedbiosystems.com. Über Applera Corporation und Applied Biosystems Die Applera Corporation besteht aus zwei Konzerngesellschaften. Die Applied Biosystems Group entwickelt und vermarktet Geräte, Reagenzien, Software und Dienstleistungen für Unternehmen und Wissenschaftler der Biotechnologie. Die Kunden setzen diese Geräte zur Analyse von Nukleinsäuren (DNA und RNA), von kleinen Molekülen und Proteinen ein, um wissenschaftlich zu forschen und neue Arzneimittel zu entwickeln. Darüber hinaus werden die Produkte von Applied Biosystems auch in anderen Gebieten eingesetzt. Beispiele für diese "angewandte Forschung" sind: Identitätstests (in der Gerichtsmedizin oder Vaterschaftstests); Produkte für die biologische Sicherheit (zum Schutz vor terroristischen Angriffen mit biologischen Kampfstoffen oder anderen biologischen Gefahren – egal ob beabsichtigt, unbeabsichtigt oder natürlich); Qualitäts- und Sicherheitstests, beispielsweise für die Lebensmittel- und Umweltanalyse. Applied Biosystems hat seinen Hauptsitz in Foster City, Kalifornien. Im Geschäftsjahr 2005 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von fast 1,8 Milliarden US-Dollar. Der Schwerpunkt der Celera Genomics Group liegt auf der Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von Diagnostikprodukten. Das Unternehmen nutzt seine Kompetenzen in den Bereichen Proteomik, Bioinformati k und Genomik zur Entdeckung und Validierung pharmazeutischer Targets. Darüber hinaus arbeitet Celera Genomics gemeinsam mit anderen weltweit führenden Unternehmen daran, die Möglichkeiten für einen Einsatz therapeutischer Antikörper und ausgewählter kleiner Moleküle in Arzneimitteln zu erweitern. Informationen zur Applera Corporation, darunter auch bei der US-Börsenaufsichtsbehörde eingereichte Berichte und andere Informationen, erhalten Sie unter www.applera.com. Applied Biosystems Forward Looking Statements Certain statements in this press release are forward-looking. These may be identified by the use of forward-looking words or phrases such as "should, "planned," and "expect," among others. These forward-looking statements are based on Applera Corporation's current expectations. The Private Securities Litigation Reform Act of 1995 provides a "safe harbor" for such forward-looking statements. In order to comply with the terms of the safe harbor, Applera Corporation notes that a variety of factors could cause actual results and experience to differ materially from the anticipated results or other expectations expressed in such forward-looking statements. These factors include but are not limited to: (1) rapidly changing technology and dependence on the development and customer acceptance of new products; (2) sales dependent on customers' capital spending policies and government-sponsored research; and (3) other factors that might be described from time to time in Applera Corporation's filings with the Securities and Exchange Commission. All information in this press release is as of the date of the release, and Applera does not undertake any duty to update this information, including any forward-looking statements, unless required by law. For Research Use Only. Not for use in diagnostic procedures. ©Copyright 2007. Applied Biosystems. All rights reserved. AB (Design), ABI PRISM, Applied Biosystems, Applera and Celera are registered trademarks and SOLiD is a trademark of Applera Corporation or its subsidiaries in the U.S. and/or certain other countries.

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