DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der vor der Trennung von seinem Mutterkonzern Arques stehende IT-Händler Actebis verlangt Klarheit über die künftige Eigentümerstruktur. "Wir sind an einer schnellen Entscheidung interessiert", sagte Actebis-Chef Klaus Hellmich dem "Handelsblatt" (Montag). Derzeit sei große Dynamik in der Branche, es gebe attraktive Akquisitionsmöglichkeiten. Gerade in den wachstumsstarken osteuropäischen Märkten wolle Actebis Chancen nutzen. "Da ist es wichtig für uns, dass wir Kapital hereinbekommen." Der geplante Börsengang sei ein guter Weg dafür. Vorstellbar sei aber auch der Verkauf an einen Finanzinvestor, der bereit sei, in das Geschäft zu investieren.
Arques hatte zuletzt angekündigt, Actebis noch in diesem Jahr loswerden zu wollen. Die frühere Otto-Tochter ist mit 3,6 Milliarden Euro Umsatz nach eigener Einschätzung drittgrößter Großhandelskonzern für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Europa.
Der Börsengang ist laut Hellmich weitgehend vorbereitet. "Das Feedback, das wir bekommen haben, ist sehr positiv." Möglicherweise könne ein erfolgreicher Bahn-IPO Euphorie entfachen. Zu einer möglichen Bewertung wollte sich Hellmich nicht äußern. Arques führt die Beteiligung mit einem Net-Asset-Value von 253 Millionen Euro in den Büchern./she/zb