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Volkswagen St (VW) Aktie [WKN: 766400 / ISIN: DE0007664005]

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10.03.2006 08:23

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Ausblick: Die Märkte am Freitag


Nach einem festen Handelsstart schwenkte der Dax gestern bis zum Handelsende in eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau ein. Zwar erlitten die deutschen Standardwerte nach Bekanntgabe schwacher US-Konjunkturdaten einen kleinen Dämpfer. Da sich die Wall Street davon aber nur wenig beeindrucken ließ, hellte sich auch hierzulande die Stimmung wieder auf. So ging der DAX mit einem Aufschlag von 1,04 Prozent auf 5.732,22 Punkte (LDAX: 5.715,36 Punkte; +0,73 Prozent) in den Feierabend, während es für den MDAX gleichzeitig um 1,08 Prozent auf 8.288,43 Zähler aufwärts ging.

Mit einem satten Kursplus von 6 Prozent schafften es gestern Schering-Aktien an die DAX-Spitze. Der Titel konnte bereits am Vortag gegen den Trend zulegen, nachdem Firmen-Chef Hubertus Erlen einem Presseinterview zufolge das Wachstum des Konzerns in den kommenden Jahren als gesichert betrachtet. Ein merkliches Kursplus verzeichneten zudem Anteilsscheine von Bayer, die 2,6 Prozent fester tendieren. Neben den Pharmatiteln standen auch Werte aus dem Automobilsektor in der Gunst der Anleger. So rückten BMW-Papiere um 3 Prozent vor. Wie der Konzern heute mitteilte, fiel der Vorsteuergewinn in 2005 um rund 8 Prozent auf 3,29 Mrd. Euro, womit die Erwartungen jedoch übertroffen werden konnten. Anteilsscheine des Mitbewerbers DaimlerChrysler, der hohe Investitionen in Mexiko ankündigte, verteuerten sich um 2,7 Prozent.

Trotz Rückstellungen in Höhe von 250 Mio. Euro, die das 2005er Ergebnis der Deutschen Bank nachträglich belasten, schob sich der Titel dem Umfeld entsprechend vor. Größter Verlierer mit einem 1,0-prozentigen Abschlag war indes der Energieversorger E.ON, der mit seinem Ausblick enttäuschte. Des Weiteren standen RWE sowie die Hypo Real Estate unter verstärktem Abgabedruck. Im MDAX preschten Papiere von SGL Carbon nach der Bekanntgabe von Ergebnissen um mehr als 9 Prozent vor und lagen mit Abstand an der Indexspitze. Größter Verlierer war dagegen MEDION mit einem 2,6-prozentigen Abschlag.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Minus in den Handel starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.706 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.706 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland stehen heute die Außenhandelsdaten sowie die Großhandels- und Verbraucherpreise zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Frankreich die OECD Arbeitsmarktdaten und OECD Frühindikatoren bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Arbeitsmarktdaten, Großhandelsdaten und der Staatshaushalt gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei AnnTaylor Stores Corp., Ducati Motor Holding S.p.A., Eurofins Scientific Group S.A., Pirelli & C. Real Estate S.p.A., Schering AG und Thales S.A. an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Donnerstag im Minus. Während der Dow Jones mit 10.972 Punkten um 0,30 Prozent abnahm, ging die Nasdaq um 0,78 Prozent auf 2.249 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.642 Punkten (-0,1 Prozent) und der S&P Future bei 1.271 Zählern (0,0 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 58,64 Dollar; Euro: 1,1903 Dollar; Gold: 550,10 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die US-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) teilte am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit, dass man nicht kurz vor einer Einigung bezüglich der Kostensenkungsmaßnahmen bei der bankrotten Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726), dem größten Automobilzulieferer in den USA, steht. Damit dementierte die Gewerkschaft unter anderem eine Meldung des "Wall Street Journal", welches unter Berufung auf Kreise berichtet hatte, die Parteien kämen sich anscheinend bei den Verhandlungen in den wesentlichen Punkten näher. Laut der UAW habe sich die Verhandlungslage seit dem letzten Treffen der beiden Parteien nicht verändert.

Die National Semiconductor Corp. (ISIN US6376401039/ WKN 857469) gab am Donnerstag ihre Ergebnisse für das letzte Fiskalquartal bekannt und konnte erneut die Analystenerwartungen übertreffen. Den Angaben zufolge erzielte der Konzern im Berichtszeitraum einen Gewinn von 130,1 Mio. Dollar bzw. ein EPS von 37 Cents, nach 77,4 Mio. Dollar bzw. einem EPS von 21 Cents im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz für das letzte Quartal wurde mit 547,4 Mio. Dollar beziffert. Analysten hatten im Vorfeld jedoch nur mit einem Umsatz von 536 Mio. Dollar und einem EPS von 32 Cents gerechnet. Für das laufende Quartal gehen die Analystenschätzungen derweil von einem EPS von 35 Cents und Erlösen in Höhe von 557 Mio. Dollar aus.

Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), der größte Automobilhersteller in Europa, gab am Donnerstag bekannt, dass sie die vollständige Tochter Europcar International S.A.S.U. an die französische Beteiligungsgesellschaft Eurazeo S.A. (ISIN FR0000121121/ WKN 860642) veräußern wird. Der Bruttoerlös beträgt den Angaben zufolge rund 3,32 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 1,26 Mrd. Euro auf den Kaufpreis für das Eigenkapital sowie rund 2,06 Mrd. Euro auf die vom Käufer zu übernehmenden Nettofinanzschulden. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Volkswagen-Aufsichtsrates sowie einer fusionskontrollrechtlichen Freigabe. Es wird damit gerechnet, dass die Transaktion noch im zweiten Quartal 2006 vollzogen werden kann.

Der niederländischen Stahlkonzern Mittal Steel Company N.V. (ISIN US60684P1012/ WKN A0DPC1) will in den nächsten Wochen in Sachen Übernahme des Mitbewerbers Arcelor S.A. (ISIN LU0140205948/ WKN 529385) vorankommen. Dies wurde am Donnerstag seitens des Chairman Lakshmi auf einer Pressekonferenz bekannt. Laut Lakshmi habe der Konzern konstruktive Gespräche mit dem niederländischen Premierminister geführt, um auch bei der Europäischen Kommission bezüglich der Übernahme voranzukommen. Lakshmi betonte noch einmal, dass das Angebot seines Konzerns an Arcelor fair sei. Noch in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "DIE WELT" wird berichtet, dass Arcelor die Übernahmeofferte des niederländischen Stahlkonzern Mittal Steel weiterhin abwehren will. Demnach sagte Arcelor-CEO Guy Dollé gegenüber der Zeitung, er habe nicht das Gefühl, dass sich die Aktionäre des Konzerns gegen ihn stellen würden. Die Aktionäre seien sehr zufrieden mit der aktuellen Performance und dem vorgestellten Wachstumsplan. Stattdessen würden Arcelor-Aktionäre weiterhin die Eigenständigkeit des Konzerns favorisieren. Mittal hatte Ende Januar seinem in Luxemburg ansässigen Konkurrenten Arcelor ein milliardenschweres Übernahmeangebot unterbreitet. Das Gesamtvolumen der Übernahmeofferte liegt bei 18,6 Mrd. Euro. Bisher wehrt sich Arcelor erfolgreich.

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