31.05.2006 08:24
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Ausblick: Die Märkte am Mittwoch


Nach einem behaupteten Auftakt verlor der Dax gestern bis Handelsende kräftig an Boden und verabschiedete sich schließlich mit einem 2,30-prozentigen Abschlag auf 5.622,43 Punkte (LDAX: 5.621,20 Punkte; -2,38 Prozent) in den Feierabend. Daneben büßte der MDAX 2,80 Prozent auf 8.061,99 Zähler ein. Belastet wurde die Stimmung durch eine schwache Eröffnung der Wall Street.

In Anbetracht des schlechten Umfeldes zogen sich die Verluste durch alle Branchen, auf der Gewinnerseite fand sich nicht ein einziger DAX-Titel. Die deutlichsten Abschläge verzeichneten dabei Commerzbank-Papiere mit Minus 4 Prozent. Deutlich abwärts ging es daneben für die Deutsche Börse, die Deutsche Bank und für ThyssenKrupp, aber auch die hoch gewichteten Papiere von E.ON und der Allianz hatten mit starken Turbulenzen zu kämpfen. Papiere des Softwarekonzerns SAP, der Presseangaben zufolge weiter unabhängig bleiben will und des Weiteren einen Großauftrag aus Indien verkündete, verloren dem Umfeld entsprechen stark. Titel des Chemiekonzerns BASF, dessen Übernahmeofferte vom amerikanischen Katalysatoren-Hersteller Engelhard akzeptiert worden ist, tendierten 2,4 Prozent schwächer.

In der zweiten Reihe verloren gestern STADA-Anteilsscheine 2 Prozent. Der Pharmakonzern meldete zuvor umfangreiche Preissenkungen für zahlreiche Produkte seines Generika-Sortiments im deutschen Markt. Die rote Laterne hatte Vivacon mit einem 6,4-prozentigen Minus inne. Auf Tauchfahrt befanden sich daneben auch EADS, PUMA und Salzgitter.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.603 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.602 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland stehen heute der Einzelhandelsumsatz und die Arbeitsmarktstatistik zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Frankreich die Arbeitsmarktdaten, Erzeugerpreise und das Verbrauchervertrauen, in Italien die Erzeugerpreise und die Verbraucherpreise sowie in der EU die Verbraucherstimmung, das Geschäftsklima und die Inflation bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge und der Einkaufsmanagerindex gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei ad pepper media International N.V., Air Berlin plc, ARBOmedia AG, Bank of Ireland, Bankgesellschaft Berlin AG, Beate Uhse AG, BEKO HOLDING AG, biolitec AG, bmp AG, CENTROTEC Sustainable AG, Corus Group plc, Costco Wholesale Corp., elexis AG, e-m-s new media AG, ErSol Solar Energy AG, INDUS Holding AG, Intertainment AG, ISRA VISION SYSTEMS AG, Jack White Productions AG, LS telcom AG, NaviSite Inc., Northern Foods plc, Novell Inc., Pongs & Zahn AG, SOLON AG für Solartechnik, Südzucker AG, TELES AG, Tiffany & Co. Inc., TIPTEL AG, TV-Loonland AG, UNIQA Versicherungen AG, Wapme Systems AG und WashTec AG an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 11.094 Punkten um 1,63 Prozent abnahm, ging die Nasdaq um 2,06 Prozent auf 2.164 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.569 Punkten (-0,1 Prozent) und der S&P Future bei 1.259 Zählern (0,0 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 70,52 Dollar; Euro: 1,2867 Dollar; Gold: 660,50 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) (ISIN US3134003017/ WKN 876872) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 bekannt. Der US-Hypothekenfinanzierer musste dabei einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 2,5 Mrd. Dollar bzw. 2,75 Dollar je Aktie, nach 2,9 Mrd. Dollar bzw. 3,94 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Dabei sind Einmalbelastungen in Höhe von 600 Mio. Dollar u.a. aufgrund von Rechtsstreitigkeiten enthalten. Das Zinsergebnis belief sich auf 2,1 Mrd. Dollar, nach 2,9 Mrd. Dollar im Vorjahr.

Die General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) plant eine Investition von 170 Mio. Dollar in die Produktion von effizienteren Sechs-Gang-Automatik-Getrieben. Dies teilte der US-Automobilkonzern am Dienstag mit. Die neuen Getriebe sollen im Werk in Ypsilanti produziert und ab 2007 in einigen Cadillac-Modellen eingebaut werden. Direkt in das Produktionswerk werden 125 Mio. Dollar und weitere 45 Mio. Dollar werden in den Verkauf von Werkzeug und Zubehör investiert. Bis 2010 will GM zehn verschiedene Sechs-Gang-Automatik-Getriebe anbieten können. Zudem hat GM heute Troy Clarke zum President für die Region Nordamerika ernannt. Clarke, seit 2004 President von GM Asia Pacific, wird sich damit ab 1. Juli um das Tagesgeschäft der größten Verkaufsregion des Konzerns kümmern. Seit April 2005 hat diese Aufgabe Konzernchef Rick Wagoner übernommen. Darüber hinaus gab Vice Chairman John Devine bekannt, dass er das Unternehmen zum 1. Juni verlassen wird. Devine hatte bereits im Dezember angekündigt, im Jahr 2006 auszuscheiden.

Die Aktionäre der Supermarktkette SUPERVALU Inc. (ISIN US8685361037/ WKN 856456) haben am Dienstag die Übernahme von weiten Teilen der Albertson's Inc. (ISIN US0131041040/ WKN 854487) genehmigt. Demnach haben 92,6 Prozent der SUPERVALU-Aktionäre für die Transaktion gestimmt. Zuvor hatten bereits die Aktionäre von Albertson's der Transaktion zugestimmt. Ende Januar hatten SUPERVALU, die zweitgrößte US-Drugstore-Kette CVS Corp. (ISIN US1266501006/ WKN 859034) sowie eine Investorengruppe unter der Führung der Cerberus Capital Management L.P., darunter der Real Estate Investment Trust (REIT) Kimco Realty Corp. (ISIN US49446R1095/ WKN 883111), die Schottenstein Stores Corp., Lubert-Adler Partners und Klaff Realty L.P. bekannt gegeben, dass sie Albertson's für 9,7 Mrd. Dollar in Bargeld und Aktien übernehmen wollen. Dazu kommen Verbindlichkeiten in Höhe von 6,1 Mrd. Dollar. Albertson's hatte heute erklärt, dass er seinen Gewinn im ersten Quartal deutlich erhöht hat, was mit gestiegenen Bruttomargen und geringeren Ausgaben zusammenhängt. Der Konzern wies demnach einen Nettogewinn von 167 Mio. Dollar bzw. 45 Cents pro Aktie aus, nach 100 Mio. Dollar bzw. 27 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten betrug der Gewinn aus dem laufenden Geschäft 36 Cents pro Aktie. Der Umsatz lag mit 9,94 Mrd. Dollar auf Vorjahresniveau.



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