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31.10.2005 08:18

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Ausblick: Die Märkte am Montag


Im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturzahlen rutsche der Dax am Freitag deutlich ins Minus. Positive Daten aus Übersee und ein freundlicher Start der Wall Street verbesserten indes auch hierzulande die Stimmung wieder und führten letztendlich zu einem erfreulichen Wochenausklang. So gewann der DAX bis Handelsschluss 0,41 Prozent auf 4.825,64 Punkte hinzu (LDAX: 4.844,00 Punkte; +0,80 Prozent). Der MDAX verpasste hingegen der Sprung in die Gewinnzone, am Ende tendierte er 0,30 Prozent leichter bei einem Stand von 6.594,59 Zählern.

Erfreuliche Quartalszahlen präsentierte die Deutsche Bank zum Wochenausklang. Demnach konnte Deutschlands größtes Bankhaus seine Ergebnisse im dritten Quartal deutlich steigern, der Aktie gelang heute dennoch kein Ausbruch. Um rund 2 Prozent kletterten Anteilsscheine von Linde, die am Vortag die schlechteste Performance aller DAX-Titel ablieferten. Eine starke Entwicklung verbuchten zudem die beiden Versorger E.ON und RWE.

In der zweiten Reihe prägten "grüne" Vorzeichen das Geschehen bei Fraport, nachdem die Deutsche Lufthansa den Einsteg bei dem Flughafenbetreiber bekannt gab. Stark liefen auch Fielmann, während Medion mehr als 5 Prozent einbüßte.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Plus in den Handel starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.872 Punkten, Lang & Schwarz mit 4.875 Punkten und HSBC Trinkaus & Burkhardt sieht den DAX bei 4.872 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland stehen heute der Einzelhandels- und der Großhandelsumsatz zur Veröffentlichung an. Ferner werden aus Italien die Erzeugerpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden die persönlichen Auslagen und Einkommen sowie der Chicago Einkaufsmanagerindex gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Humana Inc., Kellogg Co., Occidental Petroleum Corp., UAL Corp., ABN AMRO Holding N.V., Fuji Photo Film Co. Ltd., Hitachi Ltd., Linde AG, OSI Pharmaceuticals Inc., Pioneer Corp., Statoil ASA, TDK Corp., TNT N.V. und United Therapeutics Corp. an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag im Plus. Während der Dow Jones um 1,69 Prozent auf 10.402 Punkte zunahm, zog die Nasdaq um 1,26 Prozent auf 2.089 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.560 Punkten (+0,4 Prozent) und der S&P Future bei 1.200 Zählern (+1,5 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 58,88 Dollar; Euro: 1,2066 Dollar; Gold: 470,75 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die Universität Michigan veröffentlichte die endgültige Veränderung des Verbrauchervertrauens für Oktober 2005 und gab bekannt, dass sich die Stimmung der US-Verbraucher verschlechtert hat. So sank der Gesamtindex auf revidiert 74,2 Punkte, während vorläufig lediglich ein Rückgang auf 74,5 Punkte gemeldet worden war. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Indexstand seit Oktober 1992. Volkswirte hatten durchschnittlich nur mit einer Abnahme auf 76,0 Punkte gerechnet, nach 76,9 Punkten im September. Der Rückgang signalisiert ein verschlechtertes Kaufverhalten der Konsumenten. Der stark beachtete private Verbrauch macht etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

Der Software-Konzern SAP AG (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) hat am Freitag mitgeteilt, dass man die SAP Systems Integration AG ("SAP SI AG") (ISIN DE0005011118/ WKN 501111) vollständig übernehmen will. Demnach soll den verbliebenen Aktionären von SAP SI ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in Höhe von 39,30 Euro je Aktie gemacht werden. Dieses wird dabei nicht an das Erreichen bestimmter Annahmequoten geknüpft sein und im Übrigen zu den in der Angebotsunterlage noch mitzuteilenden Bestimmungen ergehen. SAP hält derzeit eigenen Angaben zufolge mittelbar oder unmittelbar 94,3 Prozent der Anteile der SAP SI AG.

Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) gab am Mittwoch bekannt, dass er fast 106.000 SUV-Modelle in den USA und Kanada zurück in die Werkstätten rufen wird. Grund für die Rückrufaktion ist ein defektes Schloß an der Hintertür, das bei Korrosion nicht mehr richtig schließen könnte. Demnach sind 105.893 Fahrzeuge der zwei Modelle Chevrolet TrailBlazer EXT und GMC Envoy XL betroffen, die zwischen 2002 und 2003 produziert wurden. Dabei handelt es sich um 98.000 SUVs, die im Nordosten und Mittleren Westen der USA angemeldet oder verkauft wurden, sowie um 7.893 SUVs, die in Kanada verkauft wurden. Bei den Fahrzeugen in den genannten US-Regionen kann es vor allem im Winter aufgrund von Streusalz zu Korrosion kommen. Wie GM weiter mitteilte, ist von dem Problem auch eine geringe Anzahl von Ascender-Modellen der Isuzu Motors Ltd. (ISIN JP3137200006/ WKN 858329) betroffen. Der US-Konzern ist mit 8,39 Prozent an Isuzu beteiligt und produziert das Ascender-SUV für den japanischen Hersteller.

Die SCANA Corp. (ISIN US80589M1027/ WKN 935232), ein US-amerikanischer Energieversorger, verkündete am Freitag einen deutlich gestiegenen Gewinn für das dritte Quartal 2005. Die Gesellschaft erzielte einen Nettogewinn von 100 Mio. Dollar oder 88 Cents pro Aktie, nachdem im Vorjahreszeitraum 54 Mio. Dollar oder 48 Cents pro Aktie ausgewiesen wurden. Die Analystenschätzungen beliefen sich auf einen Gewinn von 86 Cents pro Aktie und wurden somit übertroffen. Die Umsätze stiegen von 857 Mio. Dollar im Vorjahr auf 1,1 Mrd. Dollar an. Für das Gesamtjahr 2005 stellt der Energieversorger einen Gewinn von 2,65 bis 2,85 Dollar je Aktie in Aussicht. Von den Analysten wird derzeit im Schnitt ein EPS von 2,72 Dollar pro Aktie erwartet.


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