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Mit an der DAX-Spitze fanden sich gestern Infineon-Aktien, die sich um 1,7 Prozent nach vorne schoben. Positive Impulse kommen dabei aus Asien, wo Samsung und Hynix die Preise für Speicherchips anhoben. Daneben verbesserten sich Papiere der Deutschen Bank um 1,6 Prozent, nachdem der Titel durch die UBS aufgestuft wurde. Zudem hatte Goldman Sachs den gesamten europäischen Banksektor auf "Attractive" angehoben, wovon auch Aktien der Commerzbank profitierten und um 1,5 Prozent vorrückten. Des Weiteren fanden sich Anteilsscheine von BMW, DaimlerChrysler sowie die von Volkswagen auf der Einkaufliste der Anleger wieder. Gestützt wurde der Automobilsektor insbesondere durch die jüngsten Zulassungszahlen, wonach der deutsche Pkw-Markt im Januar um 11 Prozent zulegen konnte.
Dagegen fielen Papiere der Deutschen Post und die von E.ON an das Indexende. Aktien der Deutschen Telekom litten gestern unter einer Abstufung durch Goldman Sachs und büßten 1,2 Prozent ein. Ein Downgrade durch UBS führte bei adidas-Salomon ebenfalls zu einem Abschlag von 1,2 Prozent. Des Weiteren standen Anteilsscheine von Schering unter Druck, nachdem der amerikanische Mitbewerber Pfizer Presseangaben zufolge seine Umsatzprognose für das Deutschlandgeschäft gesenkt hat.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Plus in den Handel starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.667 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.671 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland steht heute die Industrieproduktion zur Veröffentlichung an. Ferner werden in der Eurozone die Fremdwährungsreserven bekannt gegeben. Aus den USA werden die Verbraucherkredite gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Akzo Nobel N.V., Alcan Inc., Barr Pharmaceuticals Inc., BMC Software Inc., Boston Scientific Corp., BP plc, Cisco Systems Inc., Coca-Cola Co., Computer Sciences Corp., Fortis S.A., Fortune Brands Inc., Gartner Inc., IWKA AG, KPN N.V., Parsytec AG, Polo Ralph Lauren Corp., Time Warner Telecom Inc. und Toyota Motor Corp. an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 10.798 Punkten um 0,05 Prozent zunahm, ging die NASDAQ um 0,17 Prozent auf 2.258 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.671 Punkten (+0,1 Prozent) und der S&P Future bei 1.269 Zählern (+0,1 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 63,40 Dollar; Euro: 1,1977 Dollar; Gold: 569,75 Dollar
Wichtige Meldungen:
Lufthansa Cargo, die Frachtflugtochter der Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212), hat den Treibstoffzuschlag erhöht. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wird der Treibstoffzuschlag auf 50 Cent pro Kilogramm angehoben. Am 21. November 2005 hatte Lufthansa Cargo ihren Treibstoffzuschlag von 0,50 auf 0,45 Euro pro Kilogramm des tatsächlichen Frachtgewichts reduziert.
Die schweizerische Novartis AG (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) gab am Montag bekannt, dass sie die Genehmigung der Europäischen Kommission zum Kauf der restlichen ausstehenden Aktien von Chiron Corp. (ISIN US1700401094/ WKN 869640) erhalten hat, die noch nicht in seinem Besitz sind. Bereits zuvor hatten die U.S. Federal Trade Commission im Dezember 2005 sowie das Committee on Foreign Investment in den USA gemäß Exon-Florio im Januar 2006 den Kauf zugestimmt. Der bisher der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa hatte die vollständige Übernahme im Oktober 2005 beschlossen. Die Prüfung des Proxy-Statements von Chiron durch die U.S. Securities and Exchange Commission ist den Angaben zufolge noch im Gang und wird voraussichtlich im Verlauf des ersten Quartals 2006 beendet sein. Nach Abschluss der Prüfung wird der Mitteilung zufolge eine Aktionärsversammlung einberufen werden, die über die Fusion abstimmen wird.
Der US-Pharmakonzern Allergan Inc. (ISIN US0184901025/ WKN 877437) gab am Montag bekannt, dass er sein Übernahmeangebot für die INAMED Corp. (ISIN US4532351032/ WKN 884487), ein auf Brustimplantate spezialisiertes Unternehmen, verlängert hat. Die erneute Verlängerung der Frist bis zum 22. Februar ist auf die bisher nicht vorliegende Genehmigung der US-Wettbewerbsbehörden zurückzuführen. Aus demselben Grund wurde bereits Ende Januar die Frist vom 24. Januar bis zum 7. Februar verlängert. Bisher wurden gut 52 Prozent aller ausstehenden INAMED-Anteile angedient, hieß es. Im Dezember hatten beide Parteien vereinbart, dass die Anteilseiger von INAMED für jede Aktie entweder einen Barbetrag von 84 Dollar oder 0,8498 Allergan-Aktien erhalten. Nun bemühen sich die Unternehmen noch um die Genehmigung der Federal Trade Commission zu der geplanten Transaktion, was durch den Verkauf von INAMEDs Reloxin-Lizenz erleichtert werden soll.
Die Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) veröffentlichte am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2005/06. Demnach konnte der Medien- und Entertainment-Konzern Umsatz und Gewinn deutlich steigern und damit die Erwartungen übertreffen. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 734 Mio. Dollar bzw. 37 Cents je Aktie, nach 686 Mio. Dollar bzw. 33 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmal-Effekte belief sich das EPS auf 35 Cents. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von durchschnittlich 30 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 8,67 Mrd. Dollar auf nun 8,85 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 8,79 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende zweite Fiskalquartal erwarten die Analysten ein EPS von 31 Cents, bei Umsätzen von 8,21 Mrd. Dollar.
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