22.05.2007 08:22
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Ausblick: Die Märkte am Dienstag

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach der Kursrallye am Freitag haben es die deutschen Marktteilnehmer zum Wochenauftakt etwas ruhiger angehen lassen. Der DAX schloss am Montag letztendlich mit einem Plus von 0,15 Prozent und ging mit 7.619,31 Indexpunkten (XDAX: 7.605,86 Punkte; -0,12 Prozent) aus dem Handel, der MDAX verlor dagegen 0,24 Prozent auf 10.940,17 Zähler. Die Vorgaben der Wall Street am Nachmittag waren positiv. Zwar tendierte der Dow Jones etwas schwächer, allerdings präsentierten sich der S&P 500 sowie der NASDAQ Composite freundlich.

Papiere von Siemens konnten die deutlichen Auftaktgewinne nicht verteidigen und gaben bis Handelsschluss 0,4 Prozent ab. Der Industriekonzern hat am Sonntag mit Peter Löscher einen neuen Vorstandsvorsitzenden und Nachfolger für Klaus Kleinfeld ernannt. Die rote Laterne hatte die Deutsche Post mit -1,9 Prozent inne. Dahinter folgten adidas mit -1,8 Prozent und METRO mit -1,5 Prozent. TUI tendierten gut behauptet. Der Konzern teilte mit, dass die schweizerische Großbank UBS ihre Beteiligung an dem Touristik- und Schifffahrtsunternehmen auf 3,89 Prozent erhöht hat.

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Aktien von Bayer profitierten von einem positiven Analystenkommentar und markierten mit einem satten Kursplus von 4 Prozent die DAX-Spitze. Auf den Plätzen folgten BASF und DaimlerChrysler. Nach dem Zusammenschluss der beiden italienischen Finanzinstitute UniCredito und Capitalia legten Anteilsscheine der Commerzbank 1,1 Prozent zu.

Im MDAX gewannen Anteilsscheine von HOCHTIEF 0,7 Prozent hinzu. Einem Zeitungsartikel zufolge hat der russische Milliardär Oleg Deripaska seine Beteiligung an dem Baukonzern weiter aufgestockt. Noch deutlichere Kurszuwächse verzeichneten unter anderem IWKA, Vossloh und Patrizia. EADS gaben hingegen leicht ab. Wie die russische Bankgesellschaft JSC VTB mitteilte, will man seine Beteiligung an dem Luft- und Raumfahrtkonzern vorerst nicht aufstocken. HUGO BOSS litten daneben unter Gewinnmitnahmen und bröckelten um 2,8 Prozent ab.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.608 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 7.614 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland stehen heute die Erwerbstätigkeit und die ZEW Konjunkturerwartungen zur Veröffentlichung an. Ferner werden in der EU die Außenhandelsdaten bekannt gegeben. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei American Eagle Outfitters Inc., AutoZone Inc., BJ's Wholesale Club Inc., Children's Place Retail Stores Inc., Computer Sciences Corp., Medtronic Inc., Staples Inc., United Natural Foods Inc., Zale Corp., CENTROSOLAR AG, CENTROTEC Sustainable AG, EM.TV AG, Euronext N.V., Highlight Communications AG, Klicktel AG, Mitsubishi Tokyo Financial Group Inc. und Wiener Städtische Versicherung AG an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 13.542 Punkten um 0,10 Prozent abnahm, zog die NASDAQ um 0,80 Prozent auf 2.578 Zähler an. Die Futures notieren derzeit unverändert. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.917 Punkten (0,0 Prozent) und der S&P Future bei 1.527 Zählern (0,0 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 66,93 Dollar; Euro: 1,3465 Dollar; Gold: 662,55 Dollar

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Grafikchip-Hersteller NVIDIA Corp. (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) kündigte am Montag ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Demnach sollen eigenen Aktion im Wert von bis zu 1 Mrd. Dollar zurückgekauft werden. Das nötige Kapital dazu soll aus dem Working Capital entnommen werden. Im ersten Quartal hatte der Konzern seinen Gewinn um 44 Prozent steigern können, nachdem starke Umsätze bei Grafikchips einen deutlichen Nachfragerückgang bei Chipsets mehr als kompensieren konnte. So belief sich der Nettogewinn auf 132,3 Mio. Dollar bzw. 33 Cents je Aktie, während der Umsatz um über 24 Prozent auf 844,3 Mio. Dollar anstieg.

Das Management der britischen EMI Group plc (ISIN GB0000444736/ WKN 853505) hat ein am Montag abgegebenes Übernahmeangebot der Private Equity-Gesellschaft Terra Firma begrüßt. Das Angebot beläuft sich auf 265 Pence je Aktie in bar. Demnach befürwortet die Führung der weltweit drittgrößten Plattenfirma die etwa 2,4 Mrd. Britische Pfund (GBP) schwere Übernahmeofferte. Damit wird eine Fusion mit dem amerikanischen Wettbewerber Warner Music Group Corp. (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8) immer unwahrscheinlicher. Zuletzt hatten am Wochenende Presseberichte über eine Extra-Zahlung um EMI von einer Private Equity-Transaktion abzuhalten in Höhe von 100 Mio. GBP seitens der Warner Music Group für Gesprächsstoff gesorgt. Die Verhandlungen zwischen der weltweit viertgrößten Plattenfirma und den Briten über einen Zusammenschluss waren im Sommer 2006 gescheitert, nachdem beide Parteien Bedenken über regulatorische Hürden geäußert hatten. Erst im März 2007 hat EMI eine Warner-Offerte in Höhe von 2,1 Mrd. GBP abgelehnt. Zuvor hatte EMI die vorläufigen Zahlen für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2006/07 veröffentlicht. So war der Umsatz um 15,8 Prozent auf 1,75 Mrd. GBP zurückgegangen. Beim Nettoergebnis meldete EMI eine Verschlechterung von einem Gewinn von 118,1 Mio. GBP bzw. 10,9 Pence je Aktie auf einen Verlust von 263,6 Mio. GBP bzw. 36,3 Pence je Aktie. Das bereinigte EPS sank von 15,7 Pence auf nun 5,8 Pence.

Die britische EMI Group plc (ISIN GB0000444736/ WKN 853505), die weltweit drittgrößte Plattenfirma, hat am Montag die vorläufigen Zahlen für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2006/07 veröffentlicht. Dabei sorgte besonders ein deutlicher Umsatzrückgang für schlechtere Ergebnisse. Dabei sank der Umsatz um 15,8 Prozent auf 1,75 Mrd. Britische Pfund (GBP). Das EBITDA ging von 275,8 Mio. GBP auf 174,0 GBP zurück. Das operative Ergebnis (EBITA) sank von 250,5 Mio. GBP auf nun 150,5 Mio. GBP. Der Gewinn vor Steuern ging wiederum von 159,3 Mio. GBP auf 62,7 Mio. GBP zurück. Beim Nettoergebnis meldete EMI eine Verschlechterung von einem Gewinn von 118,1 Mio. GBP bzw. 10,9 Pence je Aktie auf einen Verlust von 263,6 Mio. GBP bzw. 36,3 Pence je Aktie. Das bereinigte EPS sank von 15,7 Pence auf nun 5,8 Pence.

Die russische Bankgesellschaft JSC VTB Group will ihre Beteiligung an dem europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) vorerst nicht aufstocken. Wie das Kreditinstitut am Montag in einer auf seiner Internetseite veröffentlichten Erklärung bekannt gab, ist derzeit keine Erhöhung der derzeitigen Beteiligung an dem im MDAX notierten Konzern geplant. Die Bankgesellschaft betrachtet die Position als Finanzinvestment. Derzeit hält VTB eigenen Angaben zufolge eine Beteiligung von knapp 5 Prozent an EADS. In der Vergangenheit hatte es in den Finanzmedien wiederholt Spekulationen über eine Erhöhung der von VTB gehaltenen EADS-Beteiligung gegeben.

Die Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) hat ihre Position auf dem russischen Versicherungsmarkt durch eine Akquisition verstärkt. Wie der im DAX30 notierte Konzern am Montag erklärte, wurde heute die Übernahme der russischen Versicherungsgesellschaft Progress-Garant abgeschlossen. Im Rahmen der Transaktion wurden alle Aktien der Gesellschaft vom Management des Unternehmens erworben. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Progress-Garant ist in der Schaden-/Unfallversicherung in Russland aktiv. Das Unternehmen ist unter den Top 20 der wichtigsten russischen Versicherungsgesellschaften, mit Prämieneinnahmen von über 120 Mio. Dollar im Jahr 2006. (22.05.2007/ac/n/m)

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