10.04.2008 08:22
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Ausblick: Die Märkte am Donnerstag

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem schwachen Auftakt hat es der DAX gestern Nachmittag kurzzeitig in die Gewinnzone geschafft. Belastet von negativen US-Vorgaben sackte das Aktienbarometer dann aber doch um 0,75 Prozent ab auf 6.721,36 Punkte (XDAX: 6.693,59 Punkte; -1,12 Prozent). Das gleiche Bild beim MDAX, hier ging es letztendlich um 0,75 Prozent auf 8.871,82 Zähler nach unten. Neben schwächeren US-Börsen hatten am späten Nachmittag vor allem die hohen Ölpreisnotierungen die Stimmung der Investoren belastet.

Mit einem Minus von 2,3 Prozent zählte die Aktie der Deutschen Post zu den größten Verlierern. Am Vorabend hat der US-Paketdienst UPS seine Ergebnisprognose für das erste Quartal aufgrund höherer Treibstoffkosten, eines schwächer werdenden Dollars und verringerter Paketvolumina in den USA nach unten korrigiert. Daneben knüpften Papiere der Deutschen Postbank nahtlos an die gestrigen Verluste an, bis Sitzungsende gab der Wert 3,6 Prozent ab. Einem Pressebericht zufolge stößt der geplante Verkauf des Finanzkonzerns auf komplizierte rechtliche Hindernisse.

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Deutliche Abschläge fuhren daneben auch die HRE, die Commerzbank und die Deutsche Börse ein. Papiere der Deutschen Lufthansa gaben gestern 2 Prozent ab. Die Kranichlinie meldete, dass sie im März einen deutlichen Anstieg bei der Zahl der beförderten Passagiere verbucht hat.

Daimler legten dagegen leicht zu. Die Stuttgarter haben im Rahmen der Hauptversammlung die Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Volkswagen tendierten ebenfalls fester. Wie zuvor bekannt wurde, hat die Konzerntochter AUDI mit den ersten drei Monaten diesen Jahres das erfolgreichste erste Quartal ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Mit einem Plus von 1,4 Prozent avancierten Merck zum Spitzenreiter. TUI befanden sich mit +1,1 Prozent ebenfalls auf dem Siegertreppchen. Zuvor wurde bekannt, dass der russische Milliardär Alexey Mordashov seine Beteiligung an dem Konzern erhöht hat.

Die ARQUES-Aktie konnte sich im MDAX von den Vortagesverlusten erholen und gewann deutlich hinzu. Dagegen standen Celesio weiter unter Abgabedruck, der Wert sackte um knapp 7,6 Prozent ab. Im SDAX stach gestern das Papier von ESCADA mit -9,7 Prozent ins Auge. Der Modekonzern bestätigte zuvor Gespräche mit Apax Partners um eine Beteiligung an dem Konzern, die allerdings nicht weiterverfolgt werden.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.691 Punkten.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland steht heute das DIW-Konjunkturbarometer zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Großbritannien die Handelsbilanz, in Frankreich sowie in Italien die Industrieproduktion und in der EU der EZB-Zinsentscheid bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Handelsbilanz, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Staatshaushalt gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Genentech Inc., Pier 1 Imports Inc., Rite Aid Corp., Progress-Werk Oberkirch, SinnerSchrader AG, Wacker Construction Equipment AG und WILEX AG an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 12.527 Punkten um 0,39 Prozent abnahm, ging die NASDAQ um 1,13 Prozent auf 2.322 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.839 Punkten (+0,1 Prozent) und der S&P Future bei 1.359 Zählern (0,0 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 110,87 Dollar; Euro: 1,5845 Dollar; Gold: 932,50 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009/ WKN 884304) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2007/08 vorgelegt. Dabei musste der US-Sanitärausrüster einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, konnte aber die Ergebniserwartungen übertreffen.

Der amerikanische Finanzkonzern J.P. Morgan Chase & Co. (JP Morgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass er seinen Anteil an der krisengeschüttelten Investmentbank Bear Stearns Cos. Inc. (ISIN US0739021089/ WKN 870272) auf 47,4 Prozent erhöht hat.

Die ESCADA AG (ISIN DE0005692107/ WKN 569210) hat vor dem Hintergrund eines weiter verschlechterten Marktumfelds und auf Basis der Geschäftszahlen per Ende März 2008 ihre Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr 2007/08 (Stichtag: 31. Oktober) angepasst. Dies gab der im SDAX notierte Modekonzern am Mittwoch bekannt.

Die zum italienischen Finanzkonzern UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) gehörende Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) erhält zum Jahreswechsel 2008/09 einen neuen Vorstandschef. (10.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Bed BathBeyond 22,2 +1,3%
JPMorgan ChaseCo 29,8 +0,5%
Bear Stearns Cos 6,5 -1,2%
ESCADA 13,6 +3,6%
UniCredito Italiano 4,7 -1,3%
Bayerische Hypo- und Vereinsbank 40,4 +0,4%

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