04.01.2008 08:18
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Ausblick: Die Märkte am Freitag

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte konnten sich gestern zum Handelsende nach zwischenzeitlich deutlichen Kursabschlägen erholen. Zum Schluss verzeichnete der DAX ein Minus von 0,51 Prozent auf 7.908,41 Punkte (XDAX: 7.884,25 Punkte; -0,49 Prozent), während der MDAX um 1,45 Prozent auf 9.563,22 Zähler abgeben musste. Am Morgen hatten die deutschen Standardwerte vor allem unter den negativen Vorgaben aus Übersee sowie den rekordhohen Ölpreisnotierungen zu leiden. Am Nachmittag konnte der DAX vor allem aufgrund positiver US-Vorgaben wieder Boden gut machen. Die US-Börsen hatten nach besser als erwarteten Konjunkturdaten im Plus eröffnet.

Mit an der Spitze der deutschen Standardwerte waren über den gesamten Tagesverlauf hinweg die beiden größten Energieversorger RWE und E.ON zu finden. Dabei waren vor allem positive Analystenkommentare für das verstärkte Käuferinteresse verantwortlich. Zum Handelende war bei RWE ein Plus von mehr als 3 Prozent auszumachen, wobei der Wert zusätzlich noch von Presseberichten profitieren konnte, wonach die Kommunen ihre Beteiligung an dem Energieversorger bündeln. Ebenfalls hoch in der Gunst der Anleger standen Anteilsscheine der Deutschen Postbank, nachdem das Kreditinstitut seinen Beitritt zum Verband deutscher Pfandbriefbanken bekannt gegeben hatte, was eine günstige Refinanzierung durch die Emission von Pfandbriefen erlaubt. Zum Ende konnte der Wert knapp 3 Prozent zulegen und rangierte damit auf dem zweiten Rang vor E.ON. Weitere Gewinne waren bei Linde, FMC BASF und Bayer auszumachen.

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Am unteren Ende des DAX rangierten mit einem kräftigen Minus von mehr als 4 Prozent die Anteilsscheine von MAN. Ebenfalls deutlich schwächer präsentierten sich Anteilsscheine der Deutschen Börse, die damit bereits den zweiten Tag in Folge kräftig abgeben mussten und zum Schluss 3,7 Prozent einbüßten. Ebenfalls deutlichere Abschläge waren gestern bei Hypo Real Estate, Daimler, METRO und der Deutschen Lufthansa auszumachen. Letztere mussten vor allem angesichts der steigenden Ölpreisnotierungen mehr als 2 Prozent abgeben. Wenig gefragt waren daneben Bank- und Versicherungswerte. So tendierten neben HRE, Commerzbank Deutsche Bank und die Allianz schwächer, nachdem erneut eine renommierte US-Bank Sonderbelastungen für das vierte Quartal in Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise erwartet.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.902 Punkten.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Frankreich steht heute das Verbrauchervertrauen zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Italien und der EU die Verbraucherpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Arbeitsmarktdaten und der ISM Service Index gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Texas Industries Inc. an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Donnerstag uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 13.056 Punkten um 0,10 Prozent zunahm, ging die NASDAQ um 0,27 Prozent auf 2.602 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 2.078 Punkten (+0,1 Prozent) und der S&P Future bei 1.462 Zählern (+0,3 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 99,30 Dollar; Euro: 1,4727 Dollar; Gold: 864,00 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009/ WKN 884304) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2007/08 vorgelegt. Dabei konnte der US-Sanitärausrüster den Gewinn weiter steigern und die Erwartungen treffen.

Die japanischen Automobilhersteller veröffentlichten am Donnerstag die US-Absatzzahlen für den Monat Dezember 2007. Die drei größten japanischen Automobilkonzerne Toyota Motor Sales U.S.A. Inc., die US-Tochter der Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510), Honda Motor Co. Ltd. (ISIN JP3854600008/ WKN 853226) und Nissan North America, die US-Tochter der Nissan Motor Co. Ltd. (ISIN JP3672400003/ WKN 853686), mussten dabei mehrheitlich rückläufige Absatzzahlen hinnehmen.

Die AMR Corp. (ISIN US0017651060 / WKN 850211), die Muttergesellschaft der Fluggesellschaft American Airlines Inc., veröffentlichte am Donnerstag rückläufige Passagierzahlen für den Monat Dezember 2007. (04.01.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Bed BathBeyond 22,2 +1,3%
Toyota Motor 32,5 -2,0%
Honda Motor 21,7 +3,5%
Nissan Motor 5,9 -4,2%
AMR 5,8 -0,9%

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