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Im Blickpunkt der Investoren standen vor allem die Geschäftszahlen des Automobilzulieferers Continental. Dabei konnte der Reifenhersteller für das abgelaufene Fiskaljahr ein Rekordergebnis ausweisen. Das im Anschluss verkündete Restrukturierungspaket, das die Streichung von 2.000 Stellen bei der erst kürzlich übernommenen Sparte VDO beinhaltet, wurde von den Investoren positiv aufgenommen, was sich am Handelende in einem kräftigen Plus von mehr als 3,6 Prozent widerspiegelte. Am Ende rangierte der Wert hinter ThyssenKrupp (+4,4 Prozent) auf dem zweiten Platz. Ebenfalls überzeugende Zahlen konnte aus Sicht der Investoren der Allfinanzkonzern Allianz für das abgelaufene Fiskaljahr vorlegen, obwohl man im Schlussquartal angesichts der Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten einen Gewinneinbruch hinnehmen musste. Zum Ende verbuchte der Wert einen Aufschlag von mehr als 0,8 Prozent, was für einen Platz im oberen Mittelfeld reichte. Im Fokus der Anleger standen gestern erneut die Anteilsscheine der Deutschen Postbank, die angesichts des bevorstehenden Verkaufs des Kreditinstituts moderat zulegen konnten. Einem Pressebericht zufolge ist neben der Deutschen Bank, der Commerzbank und der niederländischen ING Groep auch die Allianz unter den Kaufinteressenten. Die Deutsche Post befand sich als Mehrheitseigner des Kreditinstituts ebenfalls auf der Gewinnerseite.
Etwas enttäuscht wurden die Geschäftszahlen des Chemiekonzerns BASF aufgenommen. Zwar wurde für das abgelaufene Fiskaljahr ein Rekordergebnis ausgewiesen, die Erwartungen der Analysten wurden jedoch mehrheitlich nicht erfüllt. Am Ende verzeichnete die Aktie nach zwischenzeitlichen Zugewinnen ein Minus von mehr als 1,7 Prozent und fand sich damit fast am unteren Ende des DAX wieder. Ebenfalls schwächer tendierten Anteilsscheine der Deutschen Börse, die nach einem negativen Analystenkommentar die Rote Laterne übernehmen mussten, sowie die des Energieversorgers E.ON.
In der zweiten Reihe zog gestern die Aktie des Holzwerkstoffproduzenten Pfleiderer die Blicke der Anleger auf sich, nachdem der Konzern nach vorläufigen Berechnungen für das abgelaufene Fiskaljahr ein Rekordergebnis einfahren konnte. Nach anfänglich schwachem Start gewann der Wert zum Schluss mehr als 2 Prozent. An der Spitze des MDAX befanden sich zum Handelsende Premiere und Salzgitter mit Aufschlägen von 4 bzw. 3,7 Prozent. Dabei konnte der Bezahlfernsehsender von der Nachricht profitieren, dass der Großaktionär News Corp. seine Beteiligung weiter aufgestockt hatte.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.851 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Frankreich steht heute das Verbrauchervertrauen zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Italien die Außenhandelsdaten und Verbraucherpreise sowie in der EU die Auftragseingänge bekannt gegeben. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Lloyds TSB Group und RWE an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Donnerstag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 12.284 Punkten um 1,15 Prozent abnahm, ging die NASDAQ um 1,17 Prozent auf 2.299 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.773 Punkten (-0,1 Prozent) und der S&P Future bei 1.345 Zählern (-0,1 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 97,96 Dollar; Euro: 1,4813 Dollar; Gold: 946,90 Dollar
Wichtige Meldungen:
Der US-Gesundheitsdienstleister Express Scripts Inc. (ISIN US3021821000/ WKN 900130) meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal 2007 auf bereinigter Ebene um 33 Prozent gesteigert und die Erwartungen übertroffen hat.
Die amerikanische Intuit Inc. (ISIN US4612021034/ WKN 886053), ein Anbieter von Steuer- und Finanz-Software, meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass sie die Gewinnerwartungen auf bereinigter Basis übertroffen hat, während der Umsatzanstieg enttäuschend ausfiel.
Die amerikanische Starbucks Corp. (ISIN US8552441094/ WKN 884437) hat am Donnerstag die Reorganisation ihres US-Geschäfts angekündigt.
Die amerikanische Coca-Cola Co. (ISIN US1912161007/ WKN 850663), der größte Softdrink-Hersteller der Welt, kündigte am Donnerstag eine deutliche Anhebung der Dividende an.
Die Continental Airlines Inc. (ISIN US2107953083/ WKN 887642), die viertgrößte Fluggesellschaft in den USA, hat 27 weitere Passagierflugzeuge beim amerikanischen Flugzeughersteller Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) geordert. (22.02.2008/ac/n/m)
| 30.06.2008 | Express Scripts outperform | Leerink Swann LLC | |
| 19.06.2008 | Express Scripts Downgrade | UBS AG | |
| 21.01.2008 | Express Scripts Downgrade | Citigroup Corp. | |
| 18.01.2008 | Express Scripts neues Kursziel | Oppenheimer | |
| 14.01.2008 | Express Scripts Downgrade | JP Morgan Chase & Co. |
Aktien in diesem Artikel
| Express Scripts | 39,8 | -0,1% | |
| Intuit | 17,4 | +1,9% | |
| Starbucks | 9,0 | +1,4% | |
| The Coca-Cola | 31,6 | +0,2% | |
| Continental Airlines | 6,2 | +4,4% | |
| The Boeing | 42,1 | +1,9% |
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