18.07.2008 08:21
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Ausblick: Die Märkte am Freitag

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt konnte am gestrigen Donnerstag nahtlos an die starke Vortagesentwicklung anknüpfen. Bis Handelsschluss stieg der DAX um 1,88 Prozent auf 6.271,27 Indexpunkte. Der MDAX kletterte daneben um 2,94 Prozent auf 8.466,82 Zähler. Nach besser als erwarteten Ergebnissen von JPMorgan und United Technologies haben die US-amerikanischen Börsen am Nachmittag ebenfalls fester eröffnet. Auch die Zahlen des finnischen Mobiltelefonherstellers Nokia wurden positiv aufgenommen.

Gegen den Trend verloren Papiere von FMC 4,7 Prozent. Der Anbieter von Dialyseprodukten konnte nach vorläufigen Zahlen Umsatz und Ertrag im zweiten Quartal steigern. Deutlich im Minus schlossen auch Continental, Bayer und E.ON. Volkswagen zählten ebenfalls zu den Verlierern. Wie gestern bekannt wurde, hat der Autobauer die erforderlichen fusionsrechtlichen Genehmigungen für den Erwerb der Mehrheit an dem schwedischen Nutzfahrzeughersteller Scania erhalten.

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Leichte Aufschläge waren bei der T-Aktie auszumachen. Einem Pressebericht zufolge steht die Deutsche Telekom möglicherweise kurz vor dem Verkauf ihrer Immobilientochter DeTe Immobilien. Allerdings könnte der Konzern den Verkauf auch im letzten Moment abblasen, sollten die Bieter die Vorstellungen des Verkäufers nicht erfüllen. Finanzwerte zählten zu den Favoriten. Bis Handelsende gewannen die Commerzbank 6,5 Prozent, die Allianz 4,9 Prozent und die Deutsche Bank 7,1 Prozent zu. HRE und Deutsche Postbank schlossen mit 6,8 bzw. 1,9 Prozent im Plus. An der Indexspitze zogen Titel von Infineon um 9,6 Prozent an.

Im MDAX fielen Fresenius um 1,5 Prozent zurück, nachdem der Gesundheitskonzern am Morgen seine vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr bekannt gegeben hat. Spitzenreiter waren Pfleiderer mit +8,7 Prozent. EADS verabschiedeten sich mit +6,4 Prozent aus dem Handel. Wie zuvor mitgeteilt wurde, hat der Flugzeughersteller Airbus im Rahmen der Luftfahrtmesse in Farnborough Aufträge im Gesamtwert von mehr als 40 Mrd. Dollar an Land gezogen.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.258 Punkten.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Japan wird heute das Sitzungsprotokoll der BoJ bekannt gegeben. In Italien stehen die Industrieaufträge und der Industrieumsatz zur Veröffentlichung an, in Deutschland die Erzeugerpreise und der Absatz von Tabakwaren. In Euroland steht die Handelsbilanz auf der Agenda. Aus England werden heute die Finanzen der öffentlichen Hand und die BoE Geldmenge gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Citigroup Inc., Great Atlantic & Pacific Tea Co. Inc., Honeywell International Inc., Manpower Inc., Mattel Inc. und Schlumberger Ltd. an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Donnerstag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 11.446 Punkten um 1,85 Prozent zunahm, stieg die NASDAQ um 1,20 Prozent auf 2.312 Zähler. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:15 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.826,50 Punkten (-0,7 Prozent) und der S&P Future bei 1.244,00 Zählern (-0,8 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 136,36 Dollar; Euro: 1,5870 Dollar; Gold: 959,10 Dollar

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) (ISIN US4592001014/ WKN 851399) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2008 vorgelegt. Dabei konnte der Konzern eine unerwartet deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung erzielen.

Die Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal und das Gesamtjahr 2007/08. Dabei konnte der weltgrößte Software-Konzern das größte Umsatzwachstum auf Jahressicht seit 1999 verbuchen.

Die US-Investmentbank Merrill Lynch & Co. Inc. (ISIN US5901881087/ WKN 852935) teilte am Donnerstag nach Börsenschluss mit, dass sie im zweiten Quartal erneut einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet hat, was mit hohen Abschreibungen infolge der Kreditmarktkrise zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden erneut verfehlt. (18.07.2008/ac/n/m)

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