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Papiere von ThyssenKrupp profitierten gestern von starken Sektorenvorgaben aus Asien und stiegen um 3,7 Prozent. Anteilsscheine der Deutschen Post rückten nach anfänglichen Verlusten um 3,6 Prozent vor, obwohl dem Konzern einem Pressebericht zufolge deutliche Nachteile drohen, wenn mehrere EU-Staaten die Öffnung aller Briefmärkte blockieren sollten. Ohne konkrete Unternehmensnachrichten kletterten außerdem Linde-Titel um 3,4 Prozent. Deutlichere Kurszuwächse waren auch bei SAP zu beobachten. Wie der Software-Konzern mitteilte, will man seine Kundenzahl bis 2010 knapp verdreifachen.
Daneben standen Automobiltitel im Blick. Wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte, wurde im November ein deutlicher Zuwachs bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland ermittelt. BMW erhöhten sich um 2,0 Prozent und DaimlerChrysler um 0,9 Prozent, Volkswagen tendierten hingegen nur leicht positiv. Nach der starken Vortagesentwicklung legten RWE eine Verschnaufpause ein und schlossen ebenfalls nur wenig verändert. Das Indexende markierte FMC mit -0,6 Prozent. In der zweiten Reihe waren bei KarstadtQuelle deutliche Gewinne von mehr als 3 Prozent zu beobachten. Dagegen verloren Papiere von Wincor Nixdorf 2,3 Prozent.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.372 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 6.379 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Japan steht heute der Frühindikator zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Großbritannien die Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge und der Ölmarktbericht gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Blyth Inc., Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Gladstone Commercial Corp., Handleman, Jarvis plc, Liquidity Services Inc., Northumbrian Water Group plc, Powell Industries Inc., Quanex, SeaChange International Inc., Stagecoach Group plc, Tweeter Home Entertainment Group Inc., Universal Technical Institute Inc. und Veritas DGC Inc. an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 12.331 Punkten um 0,39 Prozent zunahm, zog die NASDAQ um 0,16 Prozent auf 2.452 Zähler an. Die Futures notieren derzeit unverändert. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.807 Punkten (0,0 Prozent) und der S&P Future bei 1.416 Zählern (0,0 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 62,52 Dollar; Euro: 1,3326 Dollar; Gold: 639,23 Dollar
Wichtige Meldungen:
Der amerikanische Software-Hersteller Novell Inc. (ISIN US6700061053/ WKN 873019) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2005/06 veröffentlicht. Wie bereits im vergangenen Quartal sind auch in diesem Quartal die Zahlen lediglich vorläufig, da die interne Untersuchung bezüglich der Vergabe und Bilanzierung von Aktienoptionen noch nicht abgeschlossen ist. Demnach erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 23,7 Mio. Dollar bzw. 6 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 5,0 Mio. Dollar bzw. 1 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 4 Cents erwartet. Der Umsatz ging im Berichtszeitraum von 287,6 auf 244,9 Mio. Dollar zurück. Im Vorfeld hatten Analysten Umsätze von 251,4 Mio. Dollar erwartet. Für das erste Fiskalquartal 2006/07 prognostizieren die Analysten ein EPS von 4 Cents, bei Umsätzen von 244,7 Mio. Dollar.
Der US-Rüstungskonzern General Dynamics Corp. (ISIN US3695501086/ WKN 851143) hat am Dienstag einen weiteren Großauftrag von der U.S. Army erhalten. Demnach hat die Konzerntochter General Dynamics Land Systems den Auftrag erhalten 312 Kampfpanzer vom Typ Abrams M1A2 aufzurüsten und zu warten. Die betroffenen Panzer kommen aus dem Kriegseinsatz im Irak. Der Auftrag hat ein Volumen von 305 Mio. Dollar. Erst vergangene Woche hatte General Dynamics Land Systems einen Aufrüstungsvertrag über 380 Mio. Dollar erhalten. Dabei sollen Abrams-Panzer mit der Erweiterung M1A2 SEP ausgerüstet werden. Die Auslieferung der aufgerüsteten Panzer ist zwischen Mai 2008 und November 2009 vorgesehen.
Der amerikanische Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) steht Presseberichten zufolge kurz vor einem Großauftrag von der Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212). Die größte deutsche Fluggesellschaft will nach Informationen der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal" 20 Jumbojets vom Typ 747-8 bestellen. Der Listenpreis der 20 Maschinen beläuft sich auf rund 2 Mrd. Dollar. Nach Angaben der Zeitung vom Dienstag hat die Deutsche Lufthansa daneben auch eine Option für weitere 20 Jumbojets vom Typ 747-8 geschlossen. Sollte die Transaktion wirklich abgeschlossen werden, wäre dies ein herber Schlag für den europäischen Wettebewerber Airbus, eine Tochter des Luft- und Raumfahrtkonzerns European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914).
Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) gab am Dienstag Veränderungen im Vorstand der Gesellschaft bekannt. Demnach hat sich der Personalvorstand und Arbeitsdirektor Dr. Heinz Klinkhammer dazu entschieden, sein Amt nach Vollendung des 60sten Lebensjahres zum Ablauf des Jahres 2006 niederzulegen. Dr. Klinkhammer war seit Februar 2006 als Personalvorstand bei der Deutschen Telekom tätig. Des Weiteren hat der für die Breitband- und Festnetzsparte des Unternehmens zuständige Vorstand Walter Raizner heute den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gebeten, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden. Das Kontrollgremium hat dem Wunsch des Managers "mit Bedauern" entsprochen, teilte der Konzern weiter mit. Raizner verantwortet seit dem 1.November 2004 den Vorstandsbereich Breitband/Festnetz im Konzernvorstand der Deutschen Telekom. Nachfolger für die beiden Vorstandsmitglieder wurden nicht genannt. (06.12.2006/ac/n/m)
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Aktien in diesem Artikel
| Novell | 4,3 | +6,3% | |
| General Dynamics | 63,4 | +0,7% | |
| The Boeing | 44,9 | +3,2% | |
| Deutsche Lufthansa | 14,7 | +0,5% | |
| European Aeronautic Defence and Space | 15,3 | -1,5% | |
| Deutsche Telekom | 11,3 | -0,4% |
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