18.04.2007 08:23
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Ausblick: Die Märkte am Mittwoch

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Marktteilnehmer haben gestern die am Nachmittag in den USA vorgelegten Konjunkturdaten mit Erleichterung aufgenommen. So fielen die US-Immobilendaten besser als erwartet aus und auch die verkündeten Inflationsdaten bargen keinen Anlass zur Sorge. Bereits am Vormittag teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mit, das der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen von 5,8 Punkten im März auf 16,5 Punkte im April gestiegen ist und damit stärker als von Volkswirten erwartet. Nach anfänglichen Verlusten schaffte der DAX nach der Veröffentlichung der US-Daten innerhalb von Sekunden den Sprung in positives Terrain und ging letztendlich mit 7.348,83 Punkten (+0,15 Prozent) aus dem Handel (XDAX: 7.342,25 Punkte; 0,00 Prozent). Der MDAX büßte 0,28 Prozent auf 10.693,00 Zähler ein, erholte sich damit aber ein gutes Stück von den Tagestiefstständen. Die Wall Street tendierte zum Xetra-Schluss ebenfalls leicht positiv.

Im Vorfeld der am Donnerstag stattfindenden Hauptversammlung griffen die Investoren verstärkt bei Volkswagen zu, der Titel preschte um 1,8 Prozent vor. Wie der Konzern am Nachmittag mitteilte, verbuchte man im ersten Quartal einen Absatzrekord. Ohne konkrete Unternehmensmeldungen sprinteten adidas-Papiere um 2,7 Prozent nach vorne und markierten damit die Indexspitze. Anteilsscheine der Deutschen Telekom, die bei den Verhandlungen mit der Dienstleitungsgewerkschaft ver.di über den geplanten Konzernumbau einen Kompromissvorschlag vorgelegt hat, zählten ebenfalls zu den Favoriten und gingen 0,8 Prozent fester aus dem Handel. Die rote Laterne hatte unterdessen Henkel inne, der Titel verlor ex-Dividende 2,0 Prozent. BMW befanden sich nach der schwachen Vortagesentwicklung weiter unter Abgabedruck und gaben 1,4 Prozent ab. Stärkere Abschläge verzeichneten außerdem Linde und die Deutsche Postbank.

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Im MDAX profitierten Premiere-Titel von einer Aufstufung der Deutschen Bank und preschten um knapp 7 Prozent vor. Um rund 3 Prozent ging es dagegen für GEA abwärts. Der Technologiekonzern gab den Verkauf seiner Anlagenbau-Tochtergesellschaft Lurgi an den französischen Industriegasehersteller Air Liquide bekannt. Merck büßten gestern über 2 Prozent ein. Einem Zeitungsbericht zufolge stehen die indische Torrent Pharmaceuticals und die isländische Actavis ganz oben auf der Liste bei den Anwärtern auf die Generikasparte des Pharmakonzerns.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.342 Punkten und HSBC Trinkhaus & Burkhardt sieht den DAX bei 7.334 Zählern.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Frankreich steht heute die Leistungsbilanz zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Großbritannien die Arbeitsmarktdaten und in der EU die Produktion im Baugewerbe bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge sowie der Ölmarktbericht gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Abbott Laboratories, Alliance Data Systems Corp., Allstate Corp., AMR Corp., Applied Industrial Technologies Inc., ASML Holding N.V., Bank of New York Co. Inc., CIT Group Inc., E*TRADE FINANCIAL Corp., eBay Inc., Gilead Sciences Inc., IMS Health Inc., J.P. Morgan Chase & Co., Kraft Foods Inc., Logitech International S.A., Mania Technologie AG, Motorola Inc., Sartorius AG, TIPTEL AG, United Technologies Corp., Villeroy & Boch AG, Wolverine World Wide Inc., A. O. Smith Corp., Illinois Tool Works Inc. und PNC Financial Services Group Inc. an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 12.773 Punkten um 0,41 Prozent zunahm, ging die NASDAQ um 0,05 Prozent auf 2.516 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.846 Punkten (-0,3 Prozent) und der S&P Future bei 1.477 Zählern (-0,1 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 64,62 Dollar; Euro: 1,3584 Dollar; Gold: 689,05 Dollar

Wichtige Meldungen:

Die Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2007 veröffentlicht. Wie der Internetkonzern erklärte, sank der Gewinn trotz steigender Umsätze um 11 Prozent und verfehlte damit die Erwartungen. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 142 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie, nach 159,9 Mio. Dollar bzw. 11 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 11 Cents je Aktie erwartet. Die Brutto-Umsatzerlöse stiegen um 7 Prozent auf nun 1,67 Mrd. Dollar. Die bereinigten Umsatzzahlen lagen bei 1,18 Mrd. Dollar. Die Analystenerwartungen hatten sich zuvor auf 1,21 Mrd. Dollar belaufen. Für das derzeit laufende zweite Quartal 2007 erwarten die Analysten einen durchschnittlichen Gewinn von 13 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 1,28 Mrd. Dollar.

Die International Business Machines Corp. (IBM) (ISIN US4592001014/ WKN 851399) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2007 bekannt. Dabei konnte der IT-Konzern den Gewinn um 8 Prozent steigern und damit die Erwartungen treffen. Der erreichte Umsatzanstieg übertraf sogar die Erwartungen. Der Nettogewinn stieg demnach von 1,71 Mrd. Dollar bzw. 1,08 Dollar je Aktie auf nun 1,84 Mrd. Dollar bzw. 1,21 Dollar je Aktie. Damit traf der Konzern die Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld ebenfalls einen Gewinn von 1,21 Dollar je Aktie erwartet hatten. Die Umsatzerlöse stiegen um 6,6 Prozent auf 22,0 Mrd. Dollar. Die Analystenerwartungen hatten sich zuvor auf 21,86 Mrd. Dollar belaufen. Für das derzeit laufende zweite Quartal 2007 erwarten Analysten einen durchschnittlichen Gewinn von 1,46 Dollar je Aktie, bei Umsatzerlösen von 23,04 Mrd. Dollar.

Die amerikanische Intel Corp. (ISIN US4581401001/ WKN 855681) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Quartal 2007 veröffentlicht. Dabei musste der größte Chip-Hersteller der Welt einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Das Ergebnis wiederum stieg um 19 Prozent und traf damit die Erwartungen. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 1,61 Mrd. Dollar bzw. 27 Cents je Aktie, nach 1,36 Mrd. Dollar bzw. 23 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EPS belief sich auf 22 Cents, womit die Erwartungen der Analysten getroffen wurden. Das operative Ergebnis ging um 3 Prozent auf nun 1,7 Mrd. Dollar zurück. Die Umsätze fielen im vergangenen Quartal um 1 Prozent auf 8,85 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld Erlöse in Höhe von 9,00 Mrd. Dollar erwartet. Für das derzeit laufende zweite Quartal 2007 erwarten die Analysten einen durchschnittlichen Gewinn von 22 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 8,86 Mrd. Dollar.

Die Seagate Technology Inc. (ISIN KYG7945J1040/ WKN 164367) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2006/07 vorgelegt. Dabei musste der größte US-Festplattenhersteller einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen, der auf die jüngsten Übernahmen, fallende Preise sowie schwache Nachfrage nach einigen Produkten zurückgeführt wurde. Der Nettogewinn belief sich in den vergangenen drei Monaten auf 212 Mio. Dollar bzw. 37 Cents je Aktie, nach 274 Mio. Dollar bzw. 53 Cents je Aktie im Vorjahr. Das um Einmaleffekte bereinigte EPS belief sich auf 47 Cents. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 51 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 2,83 Mrd. Dollar, nach 2,29 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Analystenerwartung hatte im Vorfeld bei 2,8 Mrd. Dollar gelegen. Für das laufende vierte Fiskalquartal 2006/07 erwarten die Analysten ein durchschnittliches EPS von 53 Cents und Umsatzerlöse von 2,78 Mrd. Dollar.

Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) verbuchte im ersten Quartal einen Absatzrekord. Wie der Wolfsburger Automobilkonzern am Dienstag bekannt gab, wurden in den ersten drei Monaten mehr Automobile ausgeliefert, als jemals in einem Quartal zuvor. Weltweit setzte der Automobilkonzern demnach 1,47 Millionen Fahrzeuge ab, was einem Plus von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. "Die erwarteten Absatzeinbußen durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung in Deutschland konnten wir durch teilweise kräftige Steigerungen in den anderen wichtigen Weltmärkten mehr als kompensieren. Einen wesentlichen Erfolgsfaktor stellen dabei die sehr erfreulichen Steigerungen auf dem chinesischen Markt dar", kommentierte Vorstandschef Prof. Dr. Martin Winterkorn. "Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben alle Marken beigetragen. Das zeigt, dass der Konzern für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt ist und wir unsere Absatzziele für dieses Jahr trotz eines schwierigen Marktumfelds erreichen werden." Trotz der so genannten "Mehrwertsteuer-Delle" im deutschen Heimatmarkt konnten die Auslieferungen in Westeuropa um 1,9 Prozent auf 777.000 Fahrzeuge gesteigert werden. Dabei verzeichnete der Konzern in Deutschland aufgrund der Vorzieheffekte in 2006 einen Absatzrückgang um 4,9 Prozent auf 235.000 Modelle. In Zentral- und Osteuropa verbuchte man einen Zuwachs von 25,9 Prozent. Wichtigster Wachstumsmarkt für Volkswagen war China. Dort konnte die Marktführerschaft im Pkw-Bereich mit 203.000 ausgelieferten Fahrzeugen und einem deutlichen Zuwachs von 23 Prozent eindrucksvoll bestätigt werden. Ebenfalls positiv entwickelte sich die Region Südamerika/Südafrika: 188.000 Autos bedeuten ein Plus von 21,5 Prozent. (18.04.2007/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Yahoo! 12,6 +0,1%
International Business Machines 80,6 -1,1%
Intel 14,5 +0,8%
Seagate Technology 10,1 +1,7%
Volkswagen 197,5 -0,6%
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